Rainers Horen
Sonntag, den 17.01.2010 [22:22]


Wochenende, Wetter und Schnee: da ist der Stadtpark voller Menschen, bellenden Vierbeinern und Vögeln. Auch Erwin, die fehlgeprägte Krähe, war wieder von der Partie. Seine Artgenossen streiten sich konzertant um weggeworfene Wochenmarktmitbringsel in Form von misslungenen Crêpes, aber der forsche Erwin flirtete auf der Liebesinsel mit einer Möwendame. So ganz koscher scheint ihr das auch nicht zu sein.



Sie ist aber durchaus an dem schwarzen Vögel mit dem großen Schnabel interessiert. Einem Hamburger sollte diese weibliche Sehnsucht nach dem exotischen Schwarzen bekannt vorkommen.
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Freitag, den 15.01.2010 [15:50]
Die gestrige Nachtphotosafari hat wieder einmal gezeigt, dass Photographierem kein Kinder- oder Seniorenspiel ist. Fast alle Bilder aus dem nächtlichen Stadtpark sind unscharf und/oder verwackelt.



Selbstverständlich war ein Stativ im Spiel. An so etwas so es mal nicht scheitern. Das Hauptproblem scheint die Fokussierung zu sein. In dieser Dunkleheit kann weder die Technik, noch das menschliche Auge ernsthaft „scharf sehen“.

Eine Idee wäre vielleicht, an das Objekt der Begierde eine LED-Dingsbums zu hängen und darauf zu fokussieren. Denkbar wäre auch der Anschluss des MacBooks, um dann auf dem 15"-er, das Bild heller und eben auch schärfer zu sehen. Technisch wäre natürlich auch noch eine Ultraschallabtastung des Objektes vorstellbar, dann bräuchte es allerdings eine Schnittstelle zur Kamera.

Ein lauernder Gedanke kommt. In der Nacht sind nicht alle Katzen grau, sondern die Welt ist natürlich auch bunt, nur unser Auge kann das wegen des Stäbchensehens nur als Grau wahrnehmen. Nun ist das auf den Nachtaufnahmen auch alls in Sepia, obwohl doch die Kamera trotzdem Farbsensoren hat und auch genug Licht bekommt. Nun ist das alles nur Mond- und Laternenlicht.

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Donnerstag, den 14.01.2010 [01:08]
Die beste aller Welten (Leibnitz) muss nicht nur funktionieren, sie muss auch schön aussehen. Und so haben wir heute dem ¬WebBudgetPlaner ein schönes, gelbes Pr?is?tik?tt verpasst. Nun hat das Auge auch etwas zum Freuen. Übrigens: damit das vorige, mit P-beginnende Hauptwort nicht Opfer einer advokatischen Aktion wird, ist es mit einer Tarnkappe versehen.



Vielleicht hat jemand das Patent auf diese gelben Schildchen mit runden Ecken – möglich wäre es. Obwohl: die runden Schnitte haben sicherlich einen technischen Hintergrund: sie verhindern das Abreißen und Aufpappen auf andere, hochwertigere Produkte.

Der Wochenmarkt war kalt, nass und zum Leidwesen der fliegenden Händler doch recht leer. Die Stadt möchte jetzt quartalsmäßig im Voraus die Standgebühren kassieren – aber das herbstliche Laub liegt immer noch in der Straße. Von Schneeräumen jetzt mal ganz zu schweigen. So schimpfen die Marktbeschicker auf das Systen und spielen damit Melancholievertreibung. Tatsächlich war es heute öde und leer. Der Imbis hat bis ½12 lediglich an die Marktleute belegte Brötchen und Kaffee verteilt. Das ist vermutlich nicht die Geschäftsidee.

„Auch im Winter wird gegessen!“ – so wird von Tina und Frank eingeworben. Es klingt ein wenig wie ein Verzweiflungsschrei … Und ich gebe es zu: ich habe zwar gegessen, allerding nicht die leckeren Rouladen mit Rotkohl und Kartoffeln, sondern ein komplettes 3-Gängemenü in Form von Bockwurst, Senf und Brot. Guten Appetit!

Und so sieht es aus, wenn die letzte U-Bahn (Lumpensammler) ihre Runde dreht:

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Mittwoch, den 13.01.2010 [16:52]
Neue Technik – neue Möglichkeiten. Gestern also kam die Nikon5000 an und heute war das natürlich eine willkommene Gelegenheit, den zweitgrößten Friedhof der Welt einen photographischen Besuch abzustatten.


Über zuviele Menschen konnte man sich wirklich nicht beschweren. In der Kapelle II war wohl ein Vorgang anhängig – ansonsten war die riesige, verschneite Fläche völlig menschenleer und verbreitete heute besonders seinen besonderen und morbiden Charme.

Die Nikon macht erwartungsgemäß bessere Bilder als die FUJI-Bridge-Knipse. Insbesondere sind Baumbilder ohne die bläulichen Farbsäume und überhaupt gibt es sicher noch viel mehr Gründe, die den Preis rechtfertigen könnten. Das 240-seitige Handbuch muss erst einmal durchgelesen und verstanden werden. Beispielsweise hat das Ding die ganzen Bilder in mittlerer JPEG-Qualität gespeichert. Da gibt es also noch Reserven.
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Dienstag, den 12.01.2010 [22:01]
Heute bereitet es wirklich Freude zu arbeiten. Draußen vor dem Fenster ist es weiß und kalt, es ficht nicht an. Drinnen erscheint es deshalb um so gemütlicher.



So richtig gemütlich wird es erst bei der Verbiegung des TYPO3-Shopsystems „commerce“. Wer für Hamburger Firmen arbeitet, muss mit dem Phänomen rechnen, dass tatsächlich ohne Mehrwertsteuer gehandelt wird. Das ist der Fall, wenn die Ware auf ein Schiff, ins Ausland oder in den Freihafen geliefert wird. „Ohne Mehrwertsteuer“ ist entweder eine Eigenschaft der Bestellung oder der Liefer- oder Rechnungsadresse. Am einfachsten ist eine Zuordnung zur eigentlichen Bestellung und so machen wir es – Kosten und Erlöse sollten immer im Einklang stehen.
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Montag, den 11.01.2010 [22:03]
Gestern mitten im Schneechaos tobte wieder einmal das wahre Leben auf dem Stadtparksee. Diesmal wurde nicht eisgebadet, sondern eine listige und auch besonders schwatzhafte Krähe dozierte über ihr Thema des Revierskampfes. Die Möven hat das offenbar nicht angefochten.

Das Wochenende hat neben der Tierbeobachtung auch etwas Erkenntniszuwachs gebracht. Es ging um „Bildschirmabfilmung“. Klingt erstmal einfach und hat aber nichts mit Super-8 zu tun, sondern da nimmt man zeitgemäß ein Programm. Natürlich soll der Vorgang nur Lebenszeit und möglichst vordergründig kein Geld kosten. In diesem Bereich gibt es dieses ¬CamStudio, das mehrere Videoformate unterstützt und wahlweise diesen gelben Punkt dorthin maltm wo gerade der Cursor ist. Die Komplexität con Camtasia wird verständlicherweise nicht erreicht. Beispielsweise muss man dann das Video mit anderen Programmen schneiden und mit einem nette Audiokommentar versehen – avidemux ist Dein Freund.

In der Jarrestadt wohnt ein Freund der Poesie, der Vögel und der Gerechtigkeit. Seine Poesie bietet er nicht so unterschwellig wie der Sauerkrautpoet Elling aus Oslo an, aber dennoch hat die Plakatierung etwas Mystisches. Es sind nicht nur die von ihm verbreitete (abgeschriebene) Alltagslyrik, nein – zuweilen kommt es auch zu Anprangerungen oder direkten Handungsanweisungen. „Im Sommer wird blödsinnigerweise so viel ausgetreut, dass es schlecht ist. Jetzt im Winter darf zugefüttert werden. (Auch Kaninchen und so.)“
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