Soweit die Üblichkeiten. Nun geht es ans „Eingemachte“. Der Flashentwickler ist offenbar Angloamerikaner und hat dem Ding nur die Lateinischen Zeichen spemdiert. Der technische Hintergrund ist die Art und Weise der Schrifthandhabe. Bis zur vorletzten Version werden nämlich den Schriften nicht von System des Nutzers geholt, sondern müssen in den Flashfilm mit rein. Nun gibt es ein Rezept, wie man weitere Zeichensätze einbauen kann – aber leider klappt das nicht. Allerdings gibt es im Netz abgewandelte Versionen, die das schon geschafft haben. Die größte Datei ist die hebräische Version, die wie zu erwarten die meisten Zeichen enthält. Sie kann (wie hier zu sehen) Latein, Kyrillisch und Ivrith. Die ¬russische Version verlinkt leider nicht.
Wer sich in Hamburg in der Medienbranche bewegt, der kommt auch irgendwann einmal in die legendäre SPIEGEL-Kantine an der Brandstwiete. Kommt man über die Pforte in die Heiligen Hallen des Besserwissens, fühlt sich das wie in allen ehrwürdigen Empfangsbereichen Hamburgs an: ältere Herren in überwiegend sitzender Position überwachen den Menschenverkehr auf der Auslegeware im „freundlichen Anthrazit“. Gerahmt wird die Szenerie von schwarzem Marmor, den (wie wir wissen), es gar nicht geben kann.
Es ist Mittagszeit. Aus der Redaktion kommen die ganzen Herren und auch Damen, die so aussehen, wie man sie Spiegelianer vorstellt: dicke Brille, die Damen zusätzlich im Kostüm. Am Eingang ist so ein buntes Fass-mich-an-Spiegelein, in das die Mitarbeiter ihren Menüwunsch eintippen. Es sieht aus wie auf dem Raumschiff, das die unendlichen Weiten des Weltraumes durchmisst. Nun kommt der Medienbruch: das Ding spuckt einen papierenen Bon aus. Dann setzten sich die Mtarbeiter in die weltbekannte Kantine an einen der vielen Vierertische mit Blick auf die Speicherstadt. Geschwind kommt ein chinesische Kraft, die die Bons einsammelt. Gleich danach kommt auch schon der rheinische Sauerbraten auf/in. Super! Der Kaffee ist vordergründig kostenlos. Es herrscht ein heitere Stimmung. Ach, ja: der Heftschluss ist am Montag noch in weiter Ferne.

Das Massenblatt aus München, das 1993 die Umstellung des SPIEGELS auf Vierfarbigkeit „erzwungen“ hat, hat in einer der letzten Ausgaben über die bankrottierenden Griechen hergezogen, indem sie einer allzubekannten Statue den Stinkefinger zeigen ließen – Photoshop sei dank. Im Gegenzug wurde in der dortigen Postille Ελεύθερος Τύπος der Siegessäule Hakenkreuz verpasst .
Abgesehen von dem kindischen Schlagabtausch: warum hetzen die Deutschen so heftig gegen das nette Völkchen in der Ägäis? Jeder kennt den Bruderhass zwichen Türken und Griechen. Zypern ist das konzentrierte Beispiel. Ob die türkische Unterwanderung unserer Heimat schon soweit ist, dass unsere Presse sich fernsteuern lässt?
Am Nachbartisch sitzt ein Frauenversteher, der genauso redet, wie sonst die bildungsbewegten Frauenzimmer aus dem Sprengel daherreden. Er ist immer nur in der Metaebene und ist jetzt gerade beim Schamanismus angelangt. Es geht um die innere Welt, die uns irgend etwas mitteilen möchte. Die Dame hängt natürlich an seinen Lippen. Der Abend wird bestimmt nicht einsam. „Es ist in uns, Teil unseres Schakras usw. Konkret immer wieder darauf schauen, worauf ich Einflußsnehmen kann, meine innere Einstellung. Und darauf basiert meine Heilung. Der Weg zum Heil muss aufgezeigt werden. Das Leben ist ein Abenteuer, wir als Kinder Gottes, jeder Schritt bereichert uns. Es geht nicht darum, etwa zu gewinnen, sondern uns einzulassen. Problem sind keine Feinde, sondern müssen im Schamanismus aufgearbeitet werden. Probleme haben einen Kern, den wir finden müssen.“ Es ist wirklich schwer, diesen Kram mitzuschreiben. Aber: die Oberkörper nehmen zunehmend einen spitzen Winkel ein. Noch hat sie ihre Hände am Gesicht, was ein gewisses Verstecken des Inneren sein könnte. Sie sind übrigens beide Arztkinder, dann passt es doch. Sie wohnt noch bei Mutti und Vati praktiziert als Zahnarzt.
„Ich kann jetzt noch besser verstehen, was Dich bewegt.“ Perfekt! Wie aus dem Bilderbuch. Es fragt sich, ob das tasächlich ein Naturtalent ist oder eben doch das Resultat einer Konditionierung – beispielsweise durch NLP. „Beide Polen: schwingend loslassen und Ziele verfolgen“. Vielleicht denkt sie jetzt gerade über ihre eigenen Hemmungen nach, die verhindern das Leben zu genießen. Jetzt kommt er noch aufs Thema, das „Wilde“ uns mental weit überlegen sind. Als wir als „hässliche Weiße“, leben noch in der Steinzeit. Mannnomann, dass er jetzt noch das Exotenargument rausholen muss – er hat sie doch schon längst. Also auch er glaubt nicht an sich … Sie lehnt sich zurück. Das riecht nach Distanz. Ah, jetzt verschränkt sie ihre Arme hinter ihrem Kopf und präsentiert ihre weiblichen Vorzüge. Geht doch. Zum Schluß zeigt er noch Sozialkompetenz, indem er sie einlädt („Lass stecken!“). Jetzt lässt sie die Arme fortlaufend oben – das ist ein dringender Hilferuf am das geheimratseckenbestückte Zwergen-Gegenüber. Rotkariertes Hemd und grauer Westover drüber, braucht es noch mehr Attribute?
In der Wordpress-Welt gibt es ein beliebtes Plugin. Es nennt sich CumulusTagCloud und lässt Schlagwörter tanzen. Ein Klick auf das aufreizende Wort bringt den neugierigen Besucher zu Seite. Das ist gewissermaßen eine Form einer Seitennavigation. Später ist das Plugin zur TYPO3-Extension mutiert – leider etwas unbeholfen und so ergibt sich die spontane Herausforderung, das Teil mal zu verbessern.

Mit einem selbstgebauten Schieberegler und einem Farbwähler ist die Konfiguration schon mal kinderleicht. In der Vorbildextension von Christian Philipp müssen die Schlagwörter händisch festgelegt werden. Schick wäre es doch, wenn die Schlagworte auch aus den Seiteneigenschaften kommen könnten. Das spart Mühe.




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