Rainers Horen
Sonntag, den 04.04.2010 [19:39]
Auch für unsere Stadttauben hat die Saison begonnen. Gestern haben sie erstmal (wie jedes Jahr) die Fahrräder unter den Lindenbäumen vollgeschissen und in Buxtehude labten sie sich im Außenbereich des Eiscafés „San Marco“ an den nicht aufgegessenen Eistüten. Es erinnert an den armlosen Bettler in der Spitaler Straße. Der hat auch so ein Becker im Mund und klappert durch Kopfnicken. Es ist zum Erbarmen!



Das neue und klauangstbesessene Rad ist mitlerweile „hübsch hässlich“ gelb – wie Pater Brown alias Heinz Rühmann zu sagen pflegte.

Klauen wegen Weiterverkauf ist nun nicht, soweit die Hoffnung. Trotzdem hat sich dem 300,-€-Rade noch ein 69,- € Schloss hinzugesellt. Besser ist das. Naja: und ein Gepäckträger trägt auch noch zur Uncoolness bei. In Buxtehude war auch schon einen ersten Platten, so dass gleich die Demontagefreundlichkeit getestet und ausgelebt werden konnte. Wie kann ein nagelneues Rad schon plattieren? Die Antwort ist leicht gefunden. Die Reifen sind aus Kostengründen nicht unplattbar und Buxtehuder Suffköppe schmeißen ihre Flaschen auf das Trittoir …
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Sonnabend, den 03.04.2010 [09:40]
Nachdem nun zum zweiten Male ein Brookssattel schlichtweg unterm Arsch gebrochen ist, scheint das Heil in einem neuen Rad zu stecken. Diese Kaufentscheidung hat ein größeres Gewicht als gemeiniglich angenommen wird. Stangenhöhe: bisher ein im Hirn nichtmanifestes Thema. Bis ich den Film „Napoleon Dynamite“ sah. Das nebig gezeigte passiert, wenn dieser Frage zu wenig Beachtung geschenkt wird. Lassen wir einmal das pekuniäre Problem beiseite, dann entscheidet Anspruch und Anliegen. Da Räder öfters geklaut werden, soll das Rad für mich cool, für den potentiellen Dieb möglichst schwul wirken. Das ist schon der erste Spaghat. Zum anderen soll sich das Rad supercool anfühlen, also sportif daherkommen, aber dennoch solche uncoolen Teile wie Schutzplasts, Ständer und Licht haben. Die Lösung besteht in einem dann doch sportlichen mit Gepäckträger geaddeten Aludings, dem zuallererst alle leuchtenden Aufkleber éntzogen werden. Danach kommt die Investition von 5,99 € für eine mattgelbe Farbspraydose, die wir im anonymem Barzahlungsverfahren bei Bahr erwerben. Und morgen kommt der Zeitrafferfilm zur gezielten Verunstaltung.
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Freitag, den 02.04.2010 [11:40]
Allerortens kommen in letzter Zeit Ideen an die Oberfläche, die das iPhone und andere zeitgemäßen Telefone zu mehr Nützlichkeit verhelfen sollen. Da diese Ego- und Handschmeichler über ein eingebautes Ortungssystem, ein Internetanguckprogramm einschließlich des nötigen Zugangs verfügen, entstehen völlig neue Gebrauchswerte.

Ein mutiger Gedanke ist das begehbare Hörbuch. Das hat dann natürlich einen gewissen Lokalkolorit. Mit Smartphones (iPhone, GogglePhone oder Palm) ausgestattete Touristen können jetzt durch unsere schöne Reichshauptstadt laufen und immer wenn sie sich einen Punkte in der Handlung nähern, werden Bilder, Texte, Filme oder eben auch Sounds zugespielt.


Obige ¬kleine Machbarkeitsstudie läuft hoffentlich auf den üblichen Handrechnern und hier im Web nur im Safaribrowser, das ist wegen HTML5. ;-))

Das Hauptproblem bei diesem Projekt ist überraschenderweise nicht das Storyboard, also die Logik der Anwendung, sondern schlicht die Anzeige der Assets in Form von Videos und Audios. Die mobile Technik steckt eben tatsächlich noch in den Kinderschuhen und es ist nirgens dokumentiert, welcher Codec auf welchem Browser auf welchem Betriebsystem läuft.
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Donnerstag, den 01.04.2010 [09:06]
Gestern war ADFC-Sabranje und schwupps – da liegt ein Artikelschreibbefehl auf dem Schreibtisch. Thema ist die Dialektik von Santa Fu und (was sonst) Fahrrädern. Da das Zuchthausgelände rcht groß ist, liegt ja wohl die Vermutung nahe, dass zumindest das Wachpersonal Diensträder hat. Die Freigänger werden wohl ihre Kreistour zu Fuß absolvieren müssen. Wie gesagt: das sind alles nur Vermutungen. Klarheit kann nur ein Besuch bringen. Obwohl die Anstalt 7×25 „geöffnet“ ist, gibt es wohl doch Besuchszeiten, auch wenn ich kein Besucher bin. Meine sozialen Kontakte erstrecken sich nicht auf solche Abgründe. Obwohl – in Hamburg kann der unbescholtene (schwarzfahrende) Bürger schnell einsitzen müssen.
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Montag, den 29.03.2010 [23:31]
Ein neues Spaßsportteil ist in Hamburg angekommen. Gestern wurde eine Horde von Erstanwendern gesichtet, die aus einem Sportladen kommend, werbewirksam einmal die Alster umrundet hat.



Hören wir nicht auf die warnenden Worte der Orthopäden und Sportmediziner, sondern fragen uns mit gesundem Menschenverstand (der übrigens auch zu der Katastrophe in der ersten Hälfte des letzten Jahrunderts geführt hat), was nun die Benefits der neuen Fortbewegungsart sind. Sie kurbelt ein klein wenig die Wirtschaft in China an und vermittelt dem Nutzer und hoffentlich auch dem Käufer der Teile ein gefühlt der Erhöht- und Erhabenheit. Und – Pfützen und kleine Bäche lassen sich unbenässt durchschreiten. Vielleicht ist der Läufer mit seinen Siebenmeilenstaksen auch schneller. Das könnte beim Handtaschen- und/oder Bankraub von Vorteil sein. Praktisch ist die Farbgebung. Was heuer noch hipp ist, kann dann 2011 schon negativ konotiert sein. „He Alda, gelbe Staksen – wie schwul ist denn das!“


Hamburg besteht eigentlich nur aus Bildmotiven. Eben noch im Staunen über die neuen Hüpfdinger gefangen, spielt sich im Rücken eine Segelregatta ab. Und was noch schlimmer ist, es gibt immer Männer, deren Ding noch länger ist. Das soll jetzt mal nicht stören. In Berlin wurde gerade die Dönoga geschlossen – auch nicht schlecht.
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