Rainers Horen
Sonntag, den 11.04.2010 [13:08]
„Urlaub von der Vernunft“ – zu nannte es weiland Karl Popper. Gestern stürtzte ein Flugzeug mit polnischen Stabsoffizieren und Regierungsmitgledern bei einem Flug nach Westrussland (=Ostpolen) ab, das genau zu einem Treffen fliegen sollte, das dieses schreckliche geschichtliche Ereignis memorieren sollte – nämlich das Auslöschen der polnischen Führungsschicht auf Stalins Befehl.

Gibt es doch diese Welt außerhalb der modernen Vernunft – oder ist doch nur Zufall, wei auch vor Jahren zwei Flieger über dem Bodensee zusammenstießen. Wäre es nicht furchtbar, wenn das doch kein technischen Versagen war? Gerade meldet so etwas das Radio und bezieht sich auf eine Meldung aus Russland.
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Freitag, den 09.04.2010 [15:28]
Technik, die fasziniert: in nebiger GeoApp, die nicht auf Safari funzt, fragt der Webbrowser irgendwie die Position des Rechners ab. Da ja nun die wenigsten Schoßlinge GPS haben, kann es nur über die IP-Nummer gehen. Dafür ist die Ortsbestimmung sehr genau, irgendwie auch erschreckend. Da ein normaler DSL-Nutzer wahrscheinlich eine wechselnde IP-Nummer hat, fragt sich der verwunderte Profi, wie denn der GeoDienst an die detaillierte Adressinfo rankommt. Nach ¬einigem Netzgurgeln wird es klar: es funktioniert nur,wenn der Rechner überr WLAN im Netz ist und setzt einen zentralen Dienst vorraus, der über ein verchlüsseltes Protokoll arbeitet. Das erklärt auch, dass der Datenfluss im Firebug nicht protokolliert wird und dass es nur in Metropolen mit genügend großer WiFi-Dichte hinreichend genau die Anschriftsdaten ermitteln kann. Seltsam ist auch, dass Firefox auf die Liste der vorhandenen WLANs mit ihren Signalstärken zugreifen kann. Ist irgendwie unheimlich.
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Donnerstag, den 08.04.2010 [08:51]
Der Tag scheint wieder „schön“ zu werden. Zum Frühstück leisten wir uns Roten Kaviar auf ofenfrischen Brötchen. Diese Kügelchen sind vom Lachs und deswegen sind sie wohl auch rot eingefärbt. Die Wirklichkeit passt sich den gewünschten Gedankengängen an. Oder ist der Lachskaviar tatsächlich rot? Dann müsste ja beispielsweise auch Kacke von weißen Pudeln weiß sein …



„Kann man mal machen.“ – so der Kommentar als wir heute wenig gesättigt den Mittagstisch des EINSTEIN verlassen. Zucchini-Kartoffelgratin hieß der Halbsättiger.

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Mittwoch, den 07.04.2010 [08:57]
Auch an einem Sonnenscheintag muss sich der Büromensch zur Mittagspause zwingen. Keiner will natürlich der erste sein, der das Thema anschneidet. Das klingt dann noch so, als ob derjenige sein ganzen Sinnen und Trachten auf die willkommene Unterbechnug des Arbeitsrhythmus richten würde. Wie heißt es so schön: „Mittagspause ist was für Looser und Karriere wird nach 17:00 Uhr gemacht“. Dennoch kommt es zum unweigerlichen Punkt, an dem fast alle die Hände von der Tastatur heben und gemeinsam lostrotten. Die verbliebene Ausnahme lässt sich etwas mitbringen.

Heute hat sich eine kollektive Meinung Richtung Imbisswagen vor Edeka herauskristallisiert. Halbes Brathähnchen mit Pommes rot/weiß oder Currywurst mit gleicher Beilage sind hier die Empfehlungen des Küchenchefs. Kollegen nehmen den Broiler – wir nehmen Falafel. Und so nehmen wir dann sonnigen Platz inmitten des Parkplatzgetümmels. Das Essen? fett, salzig und heiß. Falafel kann auch gut schmecken,, hier schmeckte es nur nach Universalwürzplembe.
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Dienstag, den 06.04.2010 [16:38]
Neuer Monat, neue Woche, neues Büro: heute beginnt der leidvolle Test der umliegenden mittäglichen Genießerstationen. Weiland noch in der Schanze gelegen und deswegen durchaus verwöhnt von Qualität und Preis, sieht es hier in der Wartenau etwas öder aus. Steht der durchaus hungrige Mittagspäusler auf der Kreuzung „U-Bahnhalte Wartenau“, dann sieht er nur Chinagourmettempel und auf deutscher Seite (was fast noch fataler ist) so Sachen wie Schweinske, Einstein, Wolles Bierbar und Schlimmeres.

Am ersten Werktage nach der Fastenzeit begann der Test mit dem Kristall-Döner-Grill: das betreibende Pächterpaar macht durchaus einen netten Eindruck. Neben Döner und Frikadellen gibt es auch einen Mittagstisch für 5,- €. Heute gab es Hühnerfilet mit Reis und Brokkoli. OK. scharf angebraten lässt sich manch Makel im Frischegrad der Zutaten überdecken. Die Sahnesauce umschmeichelt den Gaumen und so steht man eigentlich hungrig wieder auf. Die Geräuschkulisse an der Landwehr trägt auch zum schnellen Verschlingen bei. Ein kleiner Chai sollte en faden Geschmack wegspülen. Unüblicherweise kostet der Tee extra. Das führt zur einstufigen Abwertung … Morgen kann das alles schon wieder viel besser aussehen.
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