Rainers Horen
Dienstag, den 04.05.2010 [00:07]
Die Polizei konnte während der Schanzenrandale keine Hunde einsetzen. Schade eigentlich – aber die juvenilen Rowdies haben die Hassobjekte HASPA, Deutsche Bank und Roßmann „entglast“ und das ist nicht fein für Polizeihundepfoten. Da hätten sie wohl bei Leder-Roth in der Langen Reihe Hundeschuhe bestellen sollen. War auch nicht gut für das neue Rad. Da nicht unplattbar hatten beide Reifen nach der Rückkehr von Schabi Plattfuß. Da nun das Doppenplatten recht unwahrscheinlich ist, lag die Hoffung eines Schabernacks in der Luft. Eine trügerische Hoffung – wie sich herausstellte. Zumal die Ventilkappen noch drauf waren. Welcher Spaßvogel oder Radhasser schraubt nach frevelhafter Tat die Kappen wieder drauf?

Der Nachmittag war trotz sehr engen Projektplans mit einem Teammeeting ausgefüllt. Da saßen also wieder ein halbes Dutzend IT-Spezialisten am Tisch mit bereitliegenden Stromstrippen, WLAN-Zugangsdaten, Kaffee und drohendem Beamer und verbrachten auf doch recht unterhaltsame Weise den Dienstagnachmittag. Doch es gab neben diesem ganzen Nerdkram durchaus auch unterhaltsame Momente: Christian G. (Name von der Redaktion geändert): „Sagt mal, kennt ihr ein Kuchenrezept ohne Zucker, wo dann der Kuchen dann doch süß schmeckt?“ „Honig?“ Keine Antwort, war nur eine gesprächseröffnende Frage. „War ich doch gestern auf so'ner Party vom Kindergarten unsrer Tochter. Da hatten umweltbewegte Eltern, die Zucker für ein Werk des Teufels halten, bekoppterweise Kuchen gänzlich ohne Zucker gebacken. Wir mussten es wirklich wegschmeißen, war völlig herb.“ Roman M. (auch dieser Name seitens der Redaktion selbstverständlich weggepixelt): „Kann ich noch einen drauflegen, aber das war dann die Abschweifung. Musste neulich Wackelpudding essen, der war mir Agaragar gemacht … auch schlimm“.
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Montag, den 03.05.2010 [23:47]
„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“



Obiger Spruch des englischer Schriftstellers und Sozialreformers John Ruskin wird üblicherweise gerne von Anbietern überteuerter Leistungen in Feld gebracht. Das liegt auf der Hand. Ein wenig Wahrheit steckt ja auch drinne. Besonders der letzte Gedanke hat es in sich: Manch einer aht eben das Geld schlichtweg nicht und der muss dann auf Risiko gehen. Natürlich könnte er auch Geld „aufnehmen“, aber das kostet dann eventuell mehr als der Aufpreis. Letztlich kostet alles sein Geld.

Die gute Nachricht: das Rad ist nach dem nächtelangen Regen wieder sauber.
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