Der Nachmittag war trotz sehr engen Projektplans mit einem Teammeeting ausgefüllt. Da saßen also wieder ein halbes Dutzend IT-Spezialisten am Tisch mit bereitliegenden Stromstrippen, WLAN-Zugangsdaten, Kaffee und drohendem Beamer und verbrachten auf doch recht unterhaltsame Weise den Dienstagnachmittag. Doch es gab neben diesem ganzen Nerdkram durchaus auch unterhaltsame Momente: Christian G. (Name von der Redaktion geändert): „Sagt mal, kennt ihr ein Kuchenrezept ohne Zucker, wo dann der Kuchen dann doch süß schmeckt?“ „Honig?“ Keine Antwort, war nur eine gesprächseröffnende Frage. „War ich doch gestern auf so'ner Party vom Kindergarten unsrer Tochter. Da hatten umweltbewegte Eltern, die Zucker für ein Werk des Teufels halten, bekoppterweise Kuchen gänzlich ohne Zucker gebacken. Wir mussten es wirklich wegschmeißen, war völlig herb.“ Roman M. (auch dieser Name seitens der Redaktion selbstverständlich weggepixelt): „Kann ich noch einen drauflegen, aber das war dann die Abschweifung. Musste neulich Wackelpudding essen, der war mir Agaragar gemacht … auch schlimm“.

Obiger Spruch des englischer Schriftstellers und Sozialreformers John Ruskin wird üblicherweise gerne von Anbietern überteuerter Leistungen in Feld gebracht. Das liegt auf der Hand. Ein wenig Wahrheit steckt ja auch drinne. Besonders der letzte Gedanke hat es in sich: Manch einer aht eben das Geld schlichtweg nicht und der muss dann auf Risiko gehen. Natürlich könnte er auch Geld „aufnehmen“, aber das kostet dann eventuell mehr als der Aufpreis. Letztlich kostet alles sein Geld.
Die gute Nachricht: das Rad ist nach dem nächtelangen Regen wieder sauber.

