Rainers Horen
Sonntag, den 16.05.2010 [10:07]
Die Kapitäne der liebevoll genannten Bügeleisen auf der Elbe hatten heute ein Gaudi. Das Wochenende war verlängert und wie auf dem Sonnendiagramm zusehen, war nach dem Mittagessen eitel Sonnenschein. Hanburg war voller vergnügungssüchtiger Touristen. Also stürmte alles die HartzIV-Hafenrundfahrt und strömte gleich aufs Oberdeck. Es war recht stürmisch und die einfalufende Flut tat ihr Übriges. Kaum war die Barkasse im Fahrwasser, da schwappte über das tourigefüllte Deck eine riesige Gischt. Ei, war da das Schreien groß! Das Grinsen des Kapitäns war beeindruckend aber leider nicht abzulichten, weil hinter der spiegelnden und schützenden Scheibe.

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Freitag, den 14.05.2010 [08:34]
Trotz aller Unkenrufe strahlt die Sonne. Die Wetterfrösche schauen wohl nicht aus dem Fenster, sondern verlasen sich nur auf ihre Zahlen. Der gestrige Männertag (der in Hamburg „Vatertag“ heißt) war nicht so prall und so zogen die Jüngelchen bewaffnet mit ihrem Bollerwagen oder einfach nur mit Bierharassen nicht nur durchs Alstertal. Einige hatte auch gleich ihre Mucke mit dabei und mussten dann nicht selber grölen. Wir erfeuen uns der kleinen Dinge am Vranzer Wegesrande wie hier an dem Kerbtier uaf einem Bimbaum – das ist der Weimarische Ausdruck für Löwenzahn.



In Cranz gibt es nicht nur schönen Löwenzahn, sondern auch viele klassische Ausflugscafés. Der Favorit ist natürlich die „Post“, direkt am Fähranleger. Pflicht ist für Helge-Schneider -Fans natürlich: „ein Kaffee Hag und ein gedackter Apfelkuchen mit Sahne“.



Auch netter Blick auf die verschiebliche Brücke über die Este, die zuweilen bei Durchfahrt von Seglern den Weg freigibt.
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Mittwoch, den 12.05.2010 [09:15]
Wie schnell doch die die Tage entfliehen. Eben waren wir noch in dem Ozean der Augenblicke und plötzlich ist alles vergessene Vergangenheit. Was bleibt? Neulich starb ein naher Mensch („Es gibt doch nichts schöneres als ein eregiertes Glied  …“). Gut, da kann er recht haben – aber mal im Ernst: was wird er wohl in seinen letzten Minuten gedacht haben. Ein Gedanke wäre, dass er uns diese letzte Erkennnis mitteilen könnte. Hat er nicht getan. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten. Er hatte schlichweg keine Zeit mehr oder die letzten Minuten haben ihn zur Erkenntnis gebracht, das seine persönliche Erfahrung in dem Moment nicht erwähnenswert ist, weil seine neuen Erkenntnisse dazu führen, dass es es nicht wert für diese Welt ist. Ein Saltomortale im Kopf.
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Dienstag, den 11.05.2010 [09:23]
Welch grausames Schicksal. Heute war Hafengeburtstag mit allen Schikanen und wir haben davon nichts mitbekommen. Nun geht es wieder an die zeitgeistige iPhone-Programmierung. Nachdem nun in einem langen, manchmal auch schmerzhaftem, Erkenntnisprozess die Googledings zur vollendeten Verinnerlichung geschritten ist, kommt nun die nächste Version. Es ist ¬V3, die optimal auf mobile Handschmeichler optimiert ist. Also setzt sich heute der Lernprozess in der Googlewelt fort. Es gibt nicht nur eine neue Syntax, sondern auch die der ganze Aufbau der API hat sich geändert. Viele Methoden sind jetzt zu Optionen geworden. Na, was soll's. Es muss geleistet werden – und so entsteht eine hoffentlich performantere Version des „Begehbaren Hörbuches“.

Diese in Fachkreisen „Refactoring“ genannten Arbeiten haben so etwas Besonderes an sich, da man nach viel Schweiß keine Veränderung sieht. Die Hausfassade bleibt stehen, aber der Kern ist völlig neugestaltet. Das Ganze wird noch unverständlicher, wenn es um IT-Projekte geht. Dort kann man sich das neue Heizungssystem nicht mal anschauen.

Aber gibt es nichts Schöneres als die ungeduldigen Augen des Auftraggebers, der mit den Füßen trampelt und vielleicht auch noch schulterblickig hinter einem steht?
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