Rainers Horen
Sonntag, den 30.05.2010 [18:26]
Das Schlagersternchen aus Hannover mit dem wunderschönen Namen Lena hat die deutsche Ehre im Ausland wieder hergestellt und der feine Sprühregen hatte uns wieder im Griff. Was gibt es da Besseres, als im hiesigen Botanischen Garten mit der Makrofunktion der Nikon rumzuspielen?



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Donnerstag, den 27.05.2010 [20:28]
„Muss das sein?“ meinte aber „Was soll 's sein“ und schon gab es trotz aufgeklapptem Schoßling ein Köpi im Edenhall. Und heute? Treffen mit Maren im 13. Stock vom Bar Rossi. Was ist das? Ein ¬Treffen von Creativen, die ihre neuen Werke vorstellen. ¬Maren stellt Portraits von jungen Menschen vor, die alle eine Hitlerbärtchen haben. Das sollte ein Provokation sein und zum Gedankenaustausch anregen. Mal sehen, ob das klappt.



Nachdem alle ihr Gratisgetränk genippt haben kommt es zur Eröffnung. In einer Diashow kommen einfach alle Bilder, gruppiert nach dem Künstler. Na und irgendwann kommen auch die Hitlerpersiflagen. Es geht kein Raunen durch den Saal. Die meisten nippen an ihren Getränken, knabbern an den pappigen Brezeln oder stibitzen verstohlen Buntkram vom Hariboteller. Vielleicht war es doch nur eine Brautschau. In Hamburg soll es dem Vermehmen nach einen gewissen Bedarf geben.
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Dienstag, den 25.05.2010 [12:51]
(Scherzhafte) Anfrage des Marktmeisters zum Imbiss: „Was könnt Ihr aus hygienischer Sicht zum Frühstück empfehlen?“ Im Biergarten wird das durchaus bitterer Ernst – immer voll öko.



Apropos „Öko/Bio“: es ist schon erstaunlich mit welchem Fleiß Speisekarten usw. mit diesem neuen Gutmenschenlabel gekennzeichnet werden. Effektiver wäre der globale Zusatz: „auf Wunsch auch mit 10% Aufschlag in Bioqualität“.


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Montag, den 24.05.2010 [16:52]
Bevor es mit der Nachlese des TYPO3Camps weitergeht, noch einige Impressionen vpm Pfingstmontag. So wie jedes Jahr nutzt die hiesige Elim-Gemeinde die Stadtparkwiese für ihr Sommerfest. Beim Hinschauen und insbesondere Hinhören entpuppt es sich als ein Gospelfestival mit nachfolgender Massetaufe im Stadtparksee. Auch für das leibliche Wohl der Kleinsten ist gesorgt: die Hüpfeburgen liegen bereit. Zwar schlaff, aber jede Frau weiß, was Druck ausrichten kann. Über Sinn oder Fragwürdigkeit von Religionen diskutieren zu wollen ist eh müßig, aber so am Rande kam es zu einem erkenntnisstiftenden Gespräch mit zwei älteren Damen, die offenbar auch vom Jesusfieber erfasst waren.



Erwachsenentaufe = eigene Willensäußerung: dadurch hat diese unumkehrbare Handlung eine hohe Legitimität. Nun ja, was ist schon freier Wille? Nachgewiesenermaßen ist es um diesen heren Begriff sehr schlecht bestellt. Rauchen nicht auch Leute und vögeln ohne Gummi?



Es gibt einen gewichtigen „Einwand“ gegenüber Eingötterreligionen: in ihnen steckt schon einmal der Grundwiderspruch von der Einzigartigkeit. Zwei Vertreter solcher Grundüberzeugungen müssen sich ja misstrauen und letztlich bekämpfen. Gerade diesen Gedanken geäußert kommt von der einen Diskutantin ein mitleidiges Gesicht. Ich wäre doch eine arme Seele, wenn ich immer noch solch frevelhaften Gedanken in mir trage. Gerade Jesus Christus usw. Da haben wir es wieder – diese Arroganz, die mit Demut verkauft wird, geradezu ein Saltomortale im Kopf. „Oh, der da singt, das ist unser Kantor.“ Ist das nicht alles eitel und dann im gleichen Atemzug sich erhaben über Menschen zu stellen, die einen Gedanken auf der Metaebene äußern. Alles in allem: es sind Gedankengebilde, die schon beim flüchtigen Hinhören gruseln.

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