Rainers Horen
Sonntag, den 04.07.2010 [07:36]
Gestern war unter Vollhitze (zumindest für uns Deutsche an der Heimatfront) das 4:0 gegen Argentinien vollbracht. Wir saßen in einer besseren Dönerbude. Das hatte den Vorteil, dass wir alle Augenblicke einen Schwall von leckerem Knobiduft rübergeschwappt bekommen haben. Als der Wirt die Glotzkiste eingeschaltet hat, wollte der Fernseher erstmal seine Firmware updehten – das hält schon mal auf. Nimmt diese Unsitte jetzt überall Raum? Nach dem ersten Tor meldete der Biemer sein Unwohlsein und kündigte seine Selbstabschaltung wegen Überhitzung an. Lähmender Schreck in der Runde … Erste Idee des Dönerbäckers: ein Plastiksack mit Eis auf die Kiste – bringt nichts. Dann die zündende Idee. Das Eis kommt neben den Ansaugstutzen. Und siehe da: wir können alle vier Tore ungestört geniesen – von der irren Hitze mal angesehen.
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Sonnabend, den 03.07.2010 [10:14]
Siebenunddreißig° – da ist es drinnen wie draußen gleich.



Das trifft natürlich auch für die Marktbeschicker vom Goldbekmarkt zu. Die müssen sechs Stunden in der brütenden Hitze aushalten, die Standgebühr bezahlen und hoffen.
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Freitag, den 02.07.2010 [18:36]
Der Jarrestadtpoet hat wieder einmal zugeschlagen und die in die Station „Hoheluft“ einfahrende U3 hat heute am frühen Nachmittag einen Hamburger überfahren. Nach Aussage der Hochbahnfahrerin ist derjenige nicht gesprungen und es standen sehr viel Jugendliche auf dem Perron. Das wird dann morgen sicherlich wieder der Aufmacher der Morgenpost sein. Es ist zu befürchten, dass man keine eindeutige Täterschaft nachweisen kann und so geht das aus wie das Hornberger Schießen. Eine Chance auf Gerechtigkeit kommt eventuell durch die Videoaufzeichnung und die wird dann wohl ernster genommen als bei der Fußball-WM.
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Donnerstag, den 01.07.2010 [13:47]
Fiskalisch gesehen beginnt heute ein neues Quartal. Das ist durchaus eine wohlwollede Angelegenheit – ist doch die Zeit des Rechnungsschreibens gekommen. Das ist ein sehr schöner Vorgang.

Für unsere Landesmutter war trotz des Kaisermanöverwetters ein schwarzer Tag: 44 Gefolgsleute haben die stille Revolution geübt und haben gegen den (wie wir jetzt wissen) neuen Präsidenten gestimmt. Auch Herr Stoiber ist seiner Rolle als Politdepp gerecht geowrden. Hat er doch die Namen der ehemaligen Präsidenten verwechselt. Passt zum Transrapid in München, mit man im Münchner Hauptbahnhof eigentlich schon abfliegt während man auf andere Flughäfen noch nach dem Ticket sucht.



Nun ist die Wohnung voll abhörfähig. Handwerker haben unter dem Vorwand des Rauchschutzes in jedem Zimmer einen entsprechenden „Melder“ installiert. Ach, deswegen auch IPV6, jetzt wird Einiges klar. Die Dinger klinken sich wahrscheinlich in die WLAN.Router ein und senden dann Echtzeitvideos an die entsprechenden Behörden. Na, wenn es der Wahrheitsfindung dient … Im Nebengeschäft wird die altbewährte Klingelanlage, die seit 80 Jahren ohne Murren ihren unnötigen Dienst versah, durch eine hochzeitgemäße Kommunikationsanlage /(allerdings ohne IP und Video) ersetzt. Im Rücklick hat die letzten zehn Jahre die Klingel vielleicht viermal geschellt.
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Mittwoch, den 30.06.2010 [16:35]
Das iberische Derby Portugal/Spanien kann man standesgemäß nur im Porugiesenviertel im Hafen erleben. Es ist wie ein riesiges, spontanes Straßenfest. Kulinarisch war es eine Orgie aus Fisch, Scampies und Knoblauch.



Die Wirtstochter des A Casa do Benefica hat T-Shirts zum Abendthema verteilt (leider alles sehr kleine Größen). Und so war wirklich eine unvergessliche Sommernachtsstimmung. Da tat es auch keinen Abbruch, dass ständig Cabrios durch die Menge fuhren. Muss wohl sein – dafür werden die Dinger ja gekauft.




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Montag, den 28.06.2010 [19:29]
Da ist sie schon wieder – die neue Woche. Die einblättrige Akazie in der Gertigstraße ist verblüht, nun ist es unratsam das Rad unter Lindenbäume zu stellen. Den ganzen Tag regnet es dieses klebrige Zeug.



Im Präkariatsviertel südlich der Elbe haben Russlanddeutsche, Deutschlandrussen oder jüdische Bürger aus Russland eine Polizeistreife angelockt und dann die Beamten fast totgeschlagen. Die Täter musste man laufenlassen, weil man die Taten nicht direkt zuordnen konnte. In soclhen Fällen wünsche ich mir beinahe gewisse Paragrafen aus dem alten StGB zurück: §215 Rowdytum: (1) Wer sich an einer Gruppe beteiligt, die aus Mißachtung der öffentlichen Ordnung oder der Regeln des … Gemeinschaftslebens Gewalttätigkeiten, Drohungen oder grobe Belästigungen gegenüber Personen oder böswillige Beschädigung von Sachen oder Einrichtungen begeht, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren … verurteilt. (3) Der Versuch ist strafbar. In Hamburg bekommen die Jugendlichen noch nicht einmal eine Eintragung ins Hausaufgabenheft mit Mitteilung an die Elten.

Das war jedenfalls nicht schön und stärkt nun gerade nicht das Ansehen unserer Sicherheitsbeamten. Das ist fast so, als ob man als kleiner Bub sehen muss, wie der eigene Vater verprügelt wird.

Nun zu einem wesentlich erfreulicherem Lebensumfeld – nämlich Wohngegenden der Leistungsträger unserer Gesellschaft. In Hamburg ist es natürllch fast überall schön und fast sogar großartig. Also so großartig wie das famose Trommelkonzert auf dem Kulturflohamrkt am Osterbekkanal, dessen Trommlerinen oben zu sehen sind. Sehr schön ist der Rondeelsee. Jetzt soll aber mal kein Sozialneid aufkommen, die haben auch ihre Probleme. Es soll viel Elend hinter deutschen Gardinen geben. Aber schön ist es doch.

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