Rainers Horen
Freitag, den 09.07.2010 [22:33]
Nebiger Film war für heute die Tagesinspiration. Nachdem nun dieser Blog auch fürs iPhone & Gen. gehübscht ist, sollte es nun heute an ernsthaftere Projekte gehen. Alexander Ebner hat in der ?19 der T3N beschrieben, wie man TYPO3 mit ¬jQTouch verheiraten und somit solche netten Sachen wie im Film bauen kann.

Leider klappt das nicht so einfach, die Codebeispiele sind teilweise falsch und überhaupt kommt man so nicht weiter. Die gute Nachricht: dadurch kann es nicht jeder Scriptkiddy leisten – ist also ein gewisses Filter.

Nach einem Tag Forschung und Fummelung kommt die Erkenntnis hoch, dass es doch alles komplizierter ist, weil jQTouch eine ganz andere Menüstruktur als gewöhnliche Webs hat und das mit HMENU nicht geht. Da fällt eine ¬niegelnagelneue Extension ins Auge.

Das Jagdfieber ist ausgelöst. Zugegebenermaßen klappt das schon. Ich bin der erste Runterlader. Na prima! Nach einigem Testen ist klar: das ist eine Baustelle, aber auch ein Fundament für weiteres Voranschreiten. Zur Zeit kann man mit dem System nur einfache Seiten gestalten und das ganze Branding klappt nicht. Das betrifft das Vorschaubild als auch dieses Icon, was sich der iPhonenutzer auf seine Fläche legen kann.


Beitrag kommentieren

Donnerstag, den 08.07.2010 [21:02]
Kam gerade eine Anfrage wegen chinesischer Typografie rein. Sind im System keine fernöstlichen Zeichensätze installert (das ist bei XP der Normalzustand), dann sieht der geneigte Internetangucker nur Ersatzzeichen – meistens nichtssagende Kästchen.

Im Land der Mitte besteht das Problem sicher nicht, aber leider muss man manchmal auch an Fremdrechner, beispielsweise an der Uni oder schlimmstenfalls in einem Internetcafé. Guter Rat ist hier nicht teuer, weil: es gibt eine Lösung. Die Schriftartendatei kann auch vom Webserver ausgeliefert werden – allerdings nur, wenn das lizenzrechtlich unbedenklich ist. Stichwort @font-face{}. leider gibt es einen kleinen und einen großen Wermuthstropfen: das Dateifomat muss otf sein und die Datei wird sehr schwer. Im obigen Fall sind es ca. 4 MB. Ist die Schrift verspielter, dann verdoppelt sich die Bytelast.
Beitrag kommentieren

Mittwoch, den 07.07.2010 [21:18]
Trotz Sommer und hoher Motivation darf auch einmal gespielt werden. Und so kommt es heute zum erneuten Stapellauf der beliebten Ge'ez-Schreibmaschine. Ge'ez ist eine altäthiopische Sprache (und Schrift), die von Randgruppen im Landesinnern verwendet wird. Es ist eine Silbenschrift und hat etwas.

Das heutige Thema ist die geliebte Schrift Ge'ez, das ist eine Sprache, die in einem Teil Äthiopiens gesprochen wird. Wenn man sie mit cufón verheiratet, dann ist es tatsächlich möglich, auch ohne Grafiken solche exotischen Fonts auf allen modernen Internetanguckprogrammen darzustellen. Schade nur, dass in der deutschen Wikipedia diese Technik nicht angewendet wird. Kommt sicher noch. Was immer von dort kommt: das ist das Schnelllöschen. Gerade hatte ich diesen Artikel verlinkt, da vergehen keine 30 Sekunden und der Eintrag ist wieder gelöscht. Es ist kein Wunder, wenn das an sich lobenswerte Projekt schlechte Laune macht. Es muss da Leute geben (wahrscheinlich aus Lennestadt oder Oberberg), die sich tatsächlich mit iPhone bewaffnet eine gewisse Wichtigkeit und Kurzweil verschaffen.

mobileHorenApropos „Überallinternet“: ab heute sid diese Horen auch für das iPhone zu haben. Wer noch keines von diesen Handschmeichlern hat, kann sich dennoch ein Bild davon machen. Er müsste nur in seinem Safari ¬diesen Link öffnen. Notfalls tut es auch Firefox – ist nur nicht ganz so schön.

So, das hat nun ungefähr vier Stunden gedauert. Was eigentlich? Ein kleines Problem ist die Umstellung der Navigation, die nun mal wegen der wesentlich kleineren Bildschirmfläche gänzlich aufgebaut ist. So ein bißchen klappt es jetzt schon. Nun treten die Probleme mit den schon vorhandenen Inhalten auf, die eigentlich nochmals angepasst werden müssten.
Beitrag kommentieren

Dienstag, den 06.07.2010 [16:41]
Heute war der Tag der gemeinnützigen Wohltaten. Im Rahmen des ¬Stadtparkvereins gibt es das Projekt „Sonnengang-Uhr“ und das soll multimedial in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden. Dr. Martin Zarth ist der Vorantreiber der Sonnengang-Uhr und so trafen wir uns heute bei unheilvollem Wetter im Stadtpark.



Heute ging es erstmal um die Ablichtung des Modells der Sonnengang-Uhr. Die häufigen Regenschauen ließen wenig Zeit. Der „Aufbau-Film“ läuft in Echtzeit. Das ist also kein Zeitraffer, sondern alle vier Sekunden wechselt das Bild.



Als dann alles fertig aufgebaut war, durfte die kleine Astrid den Auslöser betätigen.

Beitrag kommentieren

Montag, den 05.07.2010 [15:23]
Auf dem Wiesendamm zwischen Borgweg und Saarlandstraße hat das erste Em-Geschäft eröffnet. Das ist mutig – von Laufkundschaft kann man auf dieser langen Straße nun wirklich nicht reden.

em

Da steht man nun davor und fragt sich, was das nun ist. „EM-Fach & Spezialitäten Geschäft“: auch der Name ist trotz katastrophaler Rechtschreibung nicht sinnerhellend. Ein kurzer Blicj in den Laden zeigt ein Sammelsurium von Produkten aus verschiedenen Lebensbereichen. Es gibt Hausputzmittel, Wein, Wagenpflege, Toilettenzugabemittel, Bodenfruchtbarkeitsverbesserer und Duftöle. Aber auch Schmuck und Keramik steht auf dem Programm. Bisher ergibt sich noch keine semantische Klammer. Aber kaum stehe ich im Laden, werde ich von einem klärenden Redeschwall der mehrfach zertifizierten EM-Spezialistin überrollt. ¬Effektive Mikroorganismen – das steht für das gechütze Wortbild EM. Hat ein japanischer Wissenschaftler (???? Higa Teruo) erfunden und ist hochtoll. Schon dass es wissenschaftlich nicht erwiesen ist, adelt die Idee. Leider werden diese Erkenntnisse von der Chemie konterkariert. Deswegen steht auf der ¬Webs recht wenig, damit die gute Idee nicht zerstört wird, so die Beraterin.

Die gute Nachricht: auf Grund der miserablen Lage werden wohl die Pachtpreise gering sein. Da nun noch noch Gewinnmarge groß erscheint (eine kleine Flasche Geschirrspühlmittel 28.– €) ist einen merkantilen Erfolg nichts im Wege. Es fragt sich nur, warum ein solches Strukturvertriebsprodukt wie Tupper, FruitPlus und Herbalife wirklich in den Präsenzhandel müssen. Das nimmt doch allen Charme der Graswurzel!

Auf der anderen Seite zeigt das Angebot wie usere Welt tickt. Es kommt nicht auf den „Wert“, also die Mühe der Produktion an. Der Preis wird lediglich vom Gebrauchswert bestimmt. Das ist das Geld, welches der Konsument nach gehöriger Gehirnwäsche zu zahlen bereit ist. Diese EM-Produkte sind sicherlich Nebenprodukte (netter Euphemismus) der Lebensmittelindustrie. Immerhin wird in Japan viel fermentiert und vergoren … Sie kosten in dem Sinne nichts, sondern der Händler bekommt Geld für die Abnahme. Jetzt beginnt der wundersame Prozess der Wertschöpfung an dessen Ende die verwirrte Hamburgerin 139,- € für ½ Liter trüber Bioflüssigkeit bezahlt. In dem Preis ist dann die ganze Ideologie enthalten. Wie sagte doch die ältere Dame fragend zur zertifizierten Spezialistin: „Ich würde gerne meine Wohnung damit anstreichen, aber der Malerfritze sieht das nicht ein. Dabei möchte ich doch, dass meine ganze Wohnung von diesem Wunder erfüllt ist!“ Jaja, unsere Handwerker, bei denen hat sich der Dienstleistungsgedanke noch nicht durchgesetzt. Ich melde gerne ihre Webseite bei 470 Suchmaschinen an und schreibe eine kleine Rechnung – da diskutiere ich nicht lange rum. ;-)
Beitrag kommentieren  |  Kommentar lesen