Rainers Horen
Sonntag, den 21.11.2010 [16:57]
Andere Länder – andere Sitten. Und so wächst von Tag zu Tag die Anzahl der Schuhpaare der neueingezogenen Nachbarinnen. Mittlerweile sind sechs Paare zu zählen. Das wären dann drei Paar pro Fräulein und somit weit mehr als ein durchschnittlicher Mann sein eigen nennt. Würde ich allerdings auch nicht ins Treppenhaus stellen. Das ist letztlich nur eine Frage des gesellschaftlichen Normativs. In Saalfeld wurden wir als jungen Eheleute darüber aufgeklärt, dass Herren- und Damenunterwäsche bitte auf getrennten Leinenn hängen muß und die Herrenunterhosen mit dem Stall weg von der Straße, mindesten in die zweite Reihe. Allerdings wuschen wir noch im Waschhaus mit Kohlenfeuerung und Rubbelbrett. O-Tone, der jetzt sicher schon längst verstorbenen Nachbarin: „ … bei den Laken brauchen Sie nur gewisse Stellen zu rubbeln – Sie wissen schon …“



Nun wieder zurück zur gewünschten Ernsthaftigkeit. Die Hype mit den Minicomputernerscheint immer galoppierender. ¬Nebige Demo einer WebApp lässt sich nur im Safari (oder noch besser auf Smartphones) aufrufen, da es dafür gebaut ist. Im Firefox oder gar im Explorer klappt die Gestensteuerung nicht. In der Demo ist noch ein systembedingtes Problem versteckt. Auf dem mobilen Safari sind fixpositionierte Elememte nicht vorgesehen. Nun möchte man aber gerne scrollbare Teilbereiche. Dafür hat ¬Brandon Aaron aus Texas eine ¬Erweiterung geschrieben, die diesen Effekt dennoch gewährleistet. Jetzt kann die Navi wie gewohnt platzverschwendend stehenbleiben. Prima!

Es ist alles großartig und überraschend wertig. Ein kleiner Wermutstropfen ist die massive Schnelllebigkiet. Es ist schon beunruhigend, wie schnell solches Wissen wertlos wird. Die Minivariante dieses Blogs ist noch in IUI – davon redet heute niemand mehr. Das war eben doch nur der Anfang. Gut, damit gespielt zu haben. Dieses jQueryMobile scheint wirklich durchdacht zu sein und wird von den Geräteherstellern unterstützt. Das könnte ein Fingerzeig auf die Nachhaltigkeit sein.



Die Schuhe haben sich auch nicht wundersame Weise vermehrt … und der Papst erlaubt nun doch das sündige Kondom.

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Sonnabend, den 20.11.2010 [11:36]
In die Sammlung der anarchistischen Hamburger Cafés können wir jetzt auch das ¬Café Absurd in der Clemens-Schultz-Straße aufnehmen. Das Zugangswort lautet hier cafeabsurd123. Die Karaffe Weißwein kostet 3,50 €, das sind schon fast Gomerapreise.



Ist schon genial, was das iPhone so leistet. Die meisten Kultursender (Deutschlandradio, hr2 France Musique) oder) bieten Apps, mit denen der glückliche Besitzer nicht nur seine Lieblingsstationen hören kann, sondern alle medialen Zusatzfunktionen parat hat. Da gibt es das Programm, Hintergrundinfos, Kontaktmöglichkeiten … Solche Apps müssen dann doch nativ programmiert sein und der phonegap-Trick zieht nicht. Einfach weil im Webview des iPhones der Audio-Tag nicht in eine Seite eingebettet werden kann, sondern das externe Quicktime startet. Das funktioniert natürlich genau so, ist aber grafisch nicht ins Umfeld integrierbar. Allerdings sagt diese ¬Slideshow etwas anders – angeblich geht es doch. Dann würde es bald eine iPhone-Variante der ¬facebook-App geben. Auf jeden Fall wird die nächste Woche wieder spannend.

Zwei Dinge sind sicher: der Glauben des Papstes und die Ästhetik und der gute Klang eines Röhrenradios. Dank der immer noch geltenden analogen Schnittstelle (knapp 1 V) lässt sich auch ein iPhone an den Tonabnehmereingang anschließen und so dem Männerspielzeug auch noch einen Sinn geben – nämlich als Internetradio und Zuspieler. Bedauerlicherweise leckte ja das Gitterkoppel-C der HF-Vorstufe des Saba-Automatik. Sekunden später floss kurzzeitig ein vom Anodenwiderstand nicht tolerierbarerer Anodenstrom, der ihn hochohmig werden ließ. Das wirkt dann nach Außen so, dass nur noch die zwei stärksten Haligali-sender, die nicht dem Geschmack entsprechen, empfangbar sind. Dank des iPhones darf das Stereogerät nun aus ungefähr 20000 Stationen wählen. Ist das nich großartig?

Großartig ist auch die Einführung von StreetMap in Deutschland. Jetzt kann jeder sehen, was für Gemüse und Obst Erdu?an in seinem ¬Balkanmarkt im Angebot hat. Gemäß dem Spruch von Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren“, ist denoch zu sehen, wo besonders viel ¬Google-Gegner wohnen. Gerade im roten Eimsbüttel ist viel geghostet, wie das so schön auf Denglisch heißt.


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Freitag, den 19.11.2010 [00:19]
Es ist immer gut, ein freies Wifi mit Strom zu haben – ist schon mal ein entspannteres Arbeiten. Heute ist es das Yokozuna, ein bislang unscheinares Café in der Weidenallee, gerade noch in der Schanze. Das Passwort bekommt man am Tresen und lautet zur Zeit 12345yokozuna*



Eine kleine Aufgabe für heute: die Cumulus Tagcloud zu internationalisieren. Dieses Ding ist die Fläche auf Webseiten, wo immer die Worte so rumtanzen. Im letzten Projekt soll die Wortewolke auch in arabisch funzen. Roy Tanck hat liebenswerterweise die ¬Arbeitsversion (fla-Datei) und ein ¬Kochrezept ins Netz gestellt, in dem er beschreibt, wie man weitere Schriften zufügen kann. Ein Fallstrick könnte die Rechtsläufigkeit des Arabischen und einige typographische Besondernheiten, wie das ¬LamAlif sein. Mal sehen … Nebenstehende Variante der Wortewolke nutzt nicht die im Flash mitgelieferten Schriften, sondern nutzt die aus dem Schriftsystems des Surfrechners. Das entlastet, macht aber vom Endnutzer abhängig. Wer also keine chinesischen Schriftzeichen installiert hat, sieht dann in dem Bereich nur Kästchen. Konstruieren wir ein Problem: ein Leihprofessor aus Shanghai sitzt in einem deutschen Internetcafé an dem dortigen XP-Rechner und will sich eine Flashanimation mit chinesischen Texten anschauen. Das mag jetzt konstruiert klingen – ist es auch.



Unter Missachtung des obigen Problems gibt es seit eben im TER eine neue Version der ¬Wortewolke. In dieser neuen Version werden die Schlagwörter wahlweise aus den Seitenschlüsselwörtern, aus den Titeln, aus den Schlagworten der News oder aus einer eingepflegten Datenbank geholt. Die Funktion lässt sich im vorletzten Projekt, dem ¬Umzugsservice bewundern.



Obige beiden Bilder sind mit dem iPhone geschossen. Sagen wir mal so, wenn es hell ist, sich das Objekt nicht bewegt und die Objekte genügend weit weg sind – dann geht es durchaus. Aber auch Spiegelreflexkameras haben natürlich ihre Berechtigung :-)
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Donnerstag, den 18.11.2010 [20:09]
Das rechte Sonnengewinnertragsdiagramm zeigt es: heute war die Sonne nicht zu sehen. Was gibt es schöneres, als sich neuen Herausfordrungen im globalen Zusammenhang zu stellen.



Heute soll es eine mehrsprachige Webs sein, die auch arabische Komponenten enthält. Das ist theoretisch ganz einfach: man sagt der Seite in einem Parameter, dass sie in Arabisch sein. Und schwupp laufen alle Inhaltelemente von rechts nach links. Pustekuchen! Die Entwickler diverser Softeware sind sehr eurozentristisch eingestellt und so muss eine zweite rechstläufige Stylesheetdatei her. Zum Schluss ist alles nur eine Fummelaufgabe: da muss das Menü spiegelbildlich gedacht werden usw. Eine schöne Aufgabe für lange Novembernachmittage und -abende. Man gönnt sich ja sonst nichts. Woran denkt nur der Patient in dem Bild??

So einfach und banal ist Politik: seit Tagen wird etwas von erhöhtem Sicherheitsrisiko gefaselt, der Bürger solle wachsam sein und heute wird das Ergebnis der Gehirnwäsche bekanntgegeben: die Vorratsdatenspeicherung soll wieder erlaubt sein. Es ist alles so lächerlich …

Wer tatsächlich in den Zuckerbergkönigreich (auch Facebook genannt) unterwegs ist, dem wird vieleicht aufgefallen sein, dass die allgemeine Verblödung weiter voranschreitet. Woran mache ich das fest? Immer mehr Teilnehmer ersetzen ihr Konterfei durch eine witzige Comicfigur aus ihrer Kindheit. Nun das passiert nicht auf so eine kreative Art, dass nun Millionen von Schafen ihre alten Wichsvorlagen vom Speicher holen und entgegen aller Urhebetrechten einscannen und dann Digedag ins Netz stellen, vieleicht weil es in der BILD-Zeitung steht, sondern hat einen noch banaleren Grund. Es gibt eine neu App. Und die macht das, also die sammelt wieder einmal persönliche Daten ein. Und das kann sie tun, weil eben die Menschen so einfältig sind und Erinnerungen an die heile Kindheit, in der die Onkels kein Missbrauchsszenario heraufbeschwörten, so kuschelig ist. Naja, und so klappt es - wegen der Niedlichkeit (dem Panzer gegen der Realität).
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Montag, den 15.11.2010 [14:40]
Da ist sie nun: die neue Woche im dunklen November, die einen vollen, gehypten Schaffensrausch in Sachen mobiles Dings ausgelöst hat, nicht nur weil so ein Handschmeichler nun mal da ist – und immer noch nicht vollständig funzt.

Als Liebhaber des bekannten Redaktionssystems TYPO3 liegt es natürlich nahe, die ganze Sache in dem System laufen zu lassen. Das hat den unbestreitbaren Vorteil, dass es schon einmal ein Datenverwaltungstool gibt und dass erfasste Daten eben auch im iPhone darstellbar sind. Leider geht diese phonegap von einer HTML-Seite aus, auf der sich dann alles abspielt. Die Extension 't3m_iphoneweb' spuckt tatsächlich auch nur eine HTML-Seite aus – die heißt dann allerdings nicht index.html, sondern beispielsweise index.php?id=28 und liegt nicht im Dateisystem, sondern wird im Server generiert. Vielleicht sind diese Überlegungen gegenstandslos, weil alles mit einem Kniff ganz einfach ist.

Im hier abfotografierten Beispiel ist das genau so. Genau eine ¬Seite enthält alle Informationen, dazu gehört auch der Newsticker und das Kontaktformular, das begreiflicherweise die aufgesammlten Daten auf der Serverdatenbank speichert. Das geniale jQTouch ist leider nicht so ausreichend dokumentiert. es gibt diesen Film und dann eben noch den ¬Quelltext zum Video. Gewisse Dinge brauchen keine Doku. Die sind einfach gut, weil sofort einsichtig. In den nächsten Tagen kommt die erste App auf die Welt – so oder so.
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