Rainers Horen
Donnerstag, den 10.02.2011 [20:37]
Gerade ist ein iPhone–Projekt fertig (geradezu großartig), schon kommen aus den unendlichen Tiefen des Netzes neue Inspirationen. In der nebigen ¬Community-Plattform hat der Entwickler Theme-Funktionen verwendet, die in der Dokumentation zu jQueryMobile nicht erwähnt wurden. Da hat sich der Coder also richtig reingekniet und etwas Schönes gebaut. Er hat zwar nicht die immer unten hockende Standardglyphisch-Navibar verwendet, es hat aber auch seinen Reiz. Der Reiz besteht eigentlich nur darin, dass er nicht die Probleme mit dem Scrollview hat. Bei ihm rollert ja alles. Nach Studium des Quelltextes ist es klar: der Coder hat ein Vorleben im jQueryUI-Bereich – deswegen geht er so souverän in diesem Metier um und hat relativ wenige Anlehnungen an die iPhone.spezifischen Oberflächen. Trotzdem beachtenswert und verführt zur weiteren Beschäftigung mit der Welt des jQuery-Frameworks. Da geht Einiges!

Er hat auf jeden Fall schon ziemlich viel aus dem System rausgeholt. Respekt! Obwohl – die Navigation ist etwas verspielt. Es ist nicht ganz klar, wo es hingeht. Scheint aber noch eine Baustelle zu sein. Es richt nach Flirten auf 8 cm². Gab es dieses Konzept nicht schon einmal in der Kontaktschmiede?

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Dienstag, den 08.02.2011 [20:30]

Der Beruf eines Webarchitekten ist oftmals unerklärt. Was eine Oekotrophologe macht, das ist jedem Südländer auf der Straße klar: der bekehrt überwiegend Gläubige – allerdings nicht im engeren Sinne.

Ein Webknecht ist vor allen Dingen ein genialer Extrapolator und Gedankenleser. Schauen wir uns nebige beiden Skizzen an. In der obigen Variante ist die Kacheldarstellung von (sagen wir einmal) deutschen Städtenamen angesagt. Das ist einfach. Nun soll noch eine Darstellungsvariante her, die genau eine Wortkachel hervorhebt. Die Betonung wird so gestaltet, dass diese Kachel die sechsfache Fläche einnimmt, einen vergrößerten Inhalt hat und die kleingeblieben Geschwister verdrängt. Das lässt sich aus der konstantgebliebene Anzahl der Teile schließen. Da hat sich ein Grafiker hingesetzt und für einen von vielen Fällen (Position der Kachel in der Abfolge) dieses untere Skibbel gebaut. Jetzt kommt die Frage an den Macher – was kostet das?

Bei diesen IQ-Tests gibt es auch solche Zahlenreihen, die man fortsetzen muss. Damit wird die Kreativität und das logische Denken ausgelotet. Allerdings sind dort mindestens fünf Elemente vorgeführt und der Geplagte muss dann die Regel erkennen. In unserem Beispiel besteht die vorgegebene Zahlenfolge aus ungefähr ein oder zwei Elementen. Nachfrage (insbesondere was passieren soll, wenn der hervorgehobene Block nach rechts wandert) ist ausdrücklich nicht gestattet. Diese Art von Fragen würden zwischenmenschlich Probleme aufwerfen. Und so ist der mehrfache Sieger der DDR-Mathematikolympiade dankbar für solch Hirnfutter.

Um das Problem zu lösen, sollte erst einmal das Ziel definiert werden. Aus dem einen Schnappschuss lassen sich vier offensichtliche Regeln ableiten:

1. das Spiel residiert in dem Schacht, der sich über die sechs Kacheln erstreckt.
2. über und links der großen Kachel gibt es keine Freiflächen,
3. die große Kachel muss möglichst weit unten/rechts liegen,
4. die Reihenfolge der Kacheln muss möglichst erhalten bleiben.

Obige Screenshots erfüllen offenbar alle vier Regeln. Die untere Demo leider nicht.

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