Rainers Horen
Sonntag, den 06.03.2011 [21:47]
Hannibal Lecter Gaddafi dreht nun wirklich am Rad. Bislang wurden immer die verfeindeten Machthaben gebeten, das eigene Volk zu bombardieren. Der König aller afrikanischen Könige ???? ???????? verkürzt das Verfahren. Er macht es selber. Es ist einfach nur ein Unglück und ein Unfall in der Menschheitsgeschichte, wenn einzelne Menschen zuviel Geld und Macht anhäufen. Er betrachtet die Aufstände als terroristische Aktionen und bittet jetzt die UNO um Hilfe. Schon dieses Ansinnen zeugt von andersartiger Wahrnehmung. Das ist doof. Doof ist überhaupt ein gutes Thema. „Wer das liest ist doof“ – so wurde in alten Zeiten selbstbezüglich gescherzt. Dabei heisst doof nur „nicht dem eigenen Wertesystem entsprechend“. Insofern in das Metapher doof, weil es dumm oder einfältig heißen müsste.

Heute war ganz Hamburg an der Elbe, an der Alster und im Stadtpark. Beinahe hätte man Rechtsverkehr unter dem langersehnten blauen Himmel anordnen müssen. Es hatte etwas von Massenbetrieb. Gibt es nicht ein sinnfüllendes TV-Programm?



Zu dem Konterfei da oben in der Ecke: so sehen die Typen aus, die nachts aus dem Goldenen Handschuh oder aus dem Elbschloßkeller rauskommen und dann durch die Wohlwillstraße gen U-Bahnhalte Feldstraße torkeln.
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Sonnabend, den 05.03.2011 [09:28]
Es wird immer besser: nachdem ich letzte Woche meine erste iPhone-App im Store ablieferte, kam prompt das gnadenlose Urteil: „Apps that are primarily marketing materials or advertisements will be rejected.“ Das ist ein Nackenschlag. Nun ist ein Wunder geschehen. Heute in der Frühe (Ortszeit) kam eine erneute Mail von Apple mit der Mitteilung, dass sich der Status nach erfolgter Beschwerde geändert hat et voilà – sie ist im Appstore. Zu finden wäre die ¬IslandsWorldApp (wenn die Apple.DB konsistent wäre) unter der entsprechenden Suche ¬dortselbigst. Spannend für bislange Verweigerer der Handschmeichler wäre eine Bildschirmabfilmung -– wieder eine wunderbare, neue Aufgabe. Loren Brichter hat da eine Idee in ihrem ¬Blog. Dieser SimFinger filmt zwar nicht das iPhone ab, hübscht aber den Simulator mit StandardApps und einer konfigurierbaren Statuszeile auf. Das Abfilmen beim Mac ist tatsächlich nervig, da es keine Programme gibt, die tatsächlich funktionieren. Das einzige Teil, was etwas sinnvolles tut, ist dieses Jing, das allerding in der freien Variante riesengroße Flashdateien generiert und deswegen aus dem Kreis der ernstzunehmenden Werkzeuge ausscheidet.



Es ist so schon abzulästern – aber wenn in der Gertigstraße Preissturtz ist . Nichts wie hin!
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Freitag, den 04.03.2011 [09:42]
Das Wochenende fängt gut an. Eine mystische Stimmung liegt über dem Hafen.


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Donnerstag, den 03.03.2011 [21:54]
Was kann einen freifliegenden und stolzen Adler dazu bewegen, sich in einen Käfig mit Büchsenverpflegung und Windowsrechnern zu begeben? Muss da nicht sehr viel leckeres Futter (und mehr) parat sein? Nachfragen gibt es zumindest.



Manch ein Kleingeist wirft zweifelnd ein: „Wo ist hier der über hohe Berge kreisende Adler – ich sehe hier keinen?“ Stimmt.

Der Vogel sitzt in Teeküchen und Konfiräumen irgendwelcher Hinterhofagenturen und erweitert ¬Shopsysteme um verschiedene Zahlungsarten, Lieferkosten und auch Automatismen, die beide genannte Kosten in Abhängigkeit der Rechnungssumme und anderer Einflussgrößen bestimmen. Das Leben kann durchaus sinnstiftend sein! Solch ein Tag am Altonaer Stehpult hat doch etwas Abenteuerliches an sich. Kaum ist die Rechnung geschrieben kommt zwischendurch noch ein Einsatz als TYPO3-Feuerwehr – das sind Sachen, die aufbauen und das Ego befriedigen. Gutes tun. Die ersten Sonnestrahlen genießen … Rechtsanwältinnen beraten … mehr geht nicht.

Aber dennoch: so ein richtiger Arbeitsplatz, an dem man Strukturen mit Nachhaltigkeit schaffen kann, Lösungen, die eine gewisse Wertschätzung hervorbringen – das sind durchaus Argumente für ein sanftes Joch im Göpel.

In der Tagespolitik (TAZ macht gestern mit „Guttenberg war schneller als Gaddafi“ auf) plätschert die Causa Baron nun aus. Nicht nur unschön für unsere Landesmutter, sonern auch für die Familie aus dem Oberfränkischen. Jetzt ist der Name für Jahrzehnte mit einem Geschmäckle versehen. Es gibt nur wenig Adelige, deren Namen es schaffen, ins öffentliche Bewusstsein dringen. Stauffenberg gehört auch dazu – sicherlich in einem wohlmeinenderem Zusammenhang … Dieser Graf hat wenigstens die Ehre Deutschlands gerettet. Ein hochstapelnder Adeliger? Bisher war das den Hingespuckten (Karl May, Harry Domela oder Gert Postel) vorbehalten.
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Mittwoch, den 02.03.2011 [19:07]
Lernen heißt Scheitern lernen! — diese Worte wurden von Schlingensief Rudi Dutschke in den Mund gelegt. Softwareprojekte scheitern besonderns häufig, so wabert es zumindest durch des öfteren durch die Medien. Denken wir nur an das TollCollect-Projekt oder Software für das Arbeitsamt. Da explodieren die Kosten oder es funzt schlichtweg nicht. Zur Bebilderung der Ursachen mag nachfolgende Geschichte herhalten: Überneulich ruft wieder einmal eine Kopfjägerin aus Süddeutschland an: „Können Sie frei sprechen?“ (Offenbar Aufwärmfrage, Intimität wird aufgebaut) „Im Moment zufällig ja.“ Sie nun vom Blatt ablesend: „Im Auftrage eines Hamburger Spielesoftwareherstellers sind wir beauftragt, ein junges, dynamisches Team zusammenzustellen." (na prima, wieder so ein kiffendes Kickerspielkollektiv) Ich: „Klingt spannend“. Sie: „Ist das interessant für Sie?“ (Na gut, dass Sie mich nicht duzt) „Na, reden Sie mal“ Sie nun ermuntert: „Wir haben da ein Angebot für Freelancer. Die Firma bildet Sie zu einem Tagessatz ein Vierteljahr aus. Danach werden Sie für die Realisierung von Mikrofietschers optional reingeholt. “ (Na prima, nach der Quali stehe ich auf Bereitschaft und kann keine anderen Auftrag annehmen. Klingt wie das Lidle-Prinzip) Ich nachfragend: „Sagen Sie mal: bekommen Sie eine Prämie und Vertragspartner ist dann diese Spielebude in der Schanze (MontBlanc-Industriebrache) oder wie läuft das?“ Sie: „Das läuft alles über uns, Sie werden von uns betreut.“ Na jedenfalls war das ein netter Versuch. Aber jetzt mal im Ernst: da trommeln ahnungslose Praktikantinnen Leute zusammen, die es verstehen entsprechende Buzzwörter zu formulieren und dann sitzen die dann später im Konfi und stellen irgend einmal fest, das eigentlich niemand Kennung hat. Das Unglück nimmt seinen Lauf.


Dieser Kaltblüter, der in auf der Osnabrücker Koppel in er Nähe des Studentenbauernhofes seine Tage verbringt, dem ist es egal, dem plagen andere Gedanken. Ob er bei Facebook ist?
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Dienstag, den 01.03.2011 [21:46]
Erster März – Tag der NVA. Heute endete immer die Woche der Waffenbrüderschaft. Da gab es zum Mittagessen einen halben Broiler für jeden tapferen Soldaten. Diese besondere Woche, die auch oft mit einem Besuch im Regiment nebenan dekoriert war, begann mit dem Tag der Roten Armee (übrigens in diesem Falle darf der Deutsche Adjektive mit einer Versalie beginnen lassen). Und genau an diesem Taf trat der Liebling eines großen Teils der Deutschen, Liebling der BILD und oberster Heeresführer zurück. Lesen nun 78% der Deutschen dieses erbauliche Blatt? Gerade heute früh ist im Deutschlandfunk wurde ein neues Buch besprochen: ¬Guttenberg. Der Autor namens LDa derohse wurde befragt und der sagte unumwunden, dass der Hochstabler so weit gekommen ist: – sei ein Wunder.



Da der feine Herr mit den noch feineren Manieren nun erst einmal von der politischen Schaubühne verschwunden ist, bekommen andere Geschehnisse eventuell eine neue Wichtung. Auf Grund des libyschen Schlamassels sollte ich vorerst meinen Tagesatz erhöhen, immerhin wird jetzt alles teurer. Grund genug. Wie heißt es so schön im 13. Strategem: „Mit ruhiger Hand das Schaf davonführen“.



Webtechnisch lief heute ein nettes Projekt vom Stapel. Auf der Webs läuft zentral ein Newssystem, das um Kompetenzen, Referenzen, Personal und Abteilungen erweitert wurde. Wird also eine Meldung angezeigt, dann erscheint in der rechten Spalte das zugehörige Projekt, die Mitarbeiter und die Kernkompetenzen derjenigen. Verfolgt der geneigte Internetreingucker (=eigene Marketingabteilung) diese Links, dann kommt er zu einer Vollbeschreibung eines Projektes, dort eben auch wieder zu den Kompetenzen, Abteilungen, Newsmeldungen usw. Es ist so eine wundervolle Klickmaschine – aber eben auch total krass hochwertig. Leider gilt auch in diesem Projekt das christliche Prinzip vom guten Tun und dem Schweigen darüber. Auch ein Schönheitschirurg darf von seinen schönsten Verbesserungen nicht prahlen. Schade aber auch!
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