

Heute früh kam der Schreck: in der Version 4 von Xcode läuft das (an sich) geniale ¬phonegap nicht. Es soll da ein ¬Script geben, mit dem es dennoch geht. Jetzt drängt sich die Frage aller Fragen auf, ob man nun mit dem Script die Kuh vom Eise holt oder „einfach“ auf die alte Version zurückschaltet.
Dieser rotblaue Kasten in BILD-Optik ist nicht etwa Augenkrebs, sondern ein künstlerische Vorgabe für die neue Webseite von Bunkerduft. Sie soll achtungserheischend daherkommen und pfiffig sein. Deshalb auch die Gestaltung. Nun ist noch eine Forderung verbunden: die Grafik soll sich immer dem Bildschirm anpassen und dennoch nicht verzerren. Vielleicht brauche ich Nachhilfestunden, aber in dieser Welt, wie ich sie wahrnehme, ist das nicht möglich. Das geht vielleicht in einer 2½-dimensionalen Welt. Hier nicht. Es ist immer erstaunlich, an welche Wunder der Laie glaubt. Gerade kommt eine sinnstiftende Anfrage rein: auf einer neuen Webseite soll es geschützte Inhalte geben, deren Sichtbarkeit davon abhängt, ob der Besucher auf einer anderen Seite ein Login hat. Das Ganze soll möglichst ohne Änderung der anderen Seite zu lösen sein und eine Kopie der Nutzerdatenbank ist nicht erlaubt. Wer schreibt einen Telepathietreiber?
Mit gewissen Eingriffen ist das natürlich möglich. TYPO3 schaut gewöhnlich in einer lokalen Nutzerdatenbank nach, ob es den Nutzer gibt und was der darf. Soll das nun mit einem vorhandenen Datenbestand synchronisiert werden, bestünde die Möglichkeit, dass der andere Server bei jeder Änderung der Benutzerstammdaten übers Netz darüber eine verschlüsselte Änderungsmeldung absetzt. Zusättzlich akzeptiert der neue Server nur Meldungen von genau einer konfigurierten IP-Nummer. Das setzt natürlich kleine Änderungen im alten Programm vorraus. Das wäre auch eine „sichere“ Lösung. Sie ist auch performant, weil die Nutzerdaten lokal gehalten werden. Zusätzlich könnten beispielsweise auf dem neuen Server auch Mailingaktionen gestartet werden.
Es geht auch ohne Kopie („die Datenbank behalten wir!“). Robert Lemke hat vor sechs Jahren dafür die Extension ¬rlmp_extdbauth geschrieben. Sie greift nicht auf die lokalen Daten zu, sondern holt sich die Autorisierungsdaten auf Anforderung aus dem Netz. Klingt erstmal sehr geschmeidig, weil transparent. Der Vorteil wird aber mit einer Reihe abzuwägender Nachteile erkauft: die Extension muss auch nach den Jahren noch mit dem modernen TYPO3 laufen. Zumindest 2007 schien das in einem Projekt der ¬marit ag noch zu laufen. Der entfernte SQL-Server muss eine auswärtige Netzverbindung zulassen und das Passwort sollte verschlüsselt sein – ansonsten wüsste ein Schnüffler nach genügend Netzverkehr alle Daten. Wie zu erfahren war, liegen die Passwörter im alten System unverschlüsslt in der Datenbank. Ist mit solchen Lächerlichkeiten eine Zusammenarbeit möglich? Die Verfügbarkeit der Webanwendung ist von der Verfügbarkeit des SQL-Servers anhängig …

Auch auf dem Hamburger Flughafen (welch schönes deutsches Wort) ist ein kurzweiliges Arbeiten möglich. Gerade vor dem Ankunftsbereich wird es nicht langweilig und viele wichtige, erfolgreiche Menschen kommen vorbei. Weil das Warten eine langweilige Situiation ist darstellt, wird telefoniert und so erfahren alle Wartenden von erfolgreichen Bewerbungsgesprächen, von Inhalten nächsten Teammeetings usw.

Oder ist es doch nur eine charmante Satire?
Gestern war also wieder Bandprobe bei ¬Bunkerduft Die dabei entstandene Webs ist nun wirklich keine technische Herausforderung. knifflig war nur die Umsetzung des Combohäuptlings. Die Schrift solle sich immer anpassen. Ich konnte gerade noch argumentativ verhindern, dass sich auf das Höhen/Breiten-Verhältnis ändert … Übrigens kommt auch Mucke raus – besonderns, wenn amn auf das linke u im Bunkerduft klickt. Gestrige Messungen ergaben 115dB. Na, soll ja wohl auch laut sein.
Über Musik kann jeder sein Urteil selbst bilden. Das hat auch wenig mit der Lautstärke zu tun. Aber eines ist der Alptraum: im Altersheim mit wundem Rücken liegen und den ganzen Tag Radio Hamburg hören müssen. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt der Patientenverfügung. Eine Vorhölle ist die Bäckerei in der Jarrestraße. Es ist wirklich schlimm und macht nicht nur Kopfschmerzen – dann doch lieber Bunkerduft.


Das Wochenende (= die Zeit, in der die Läden zu haben) bestand nicht nur aus Wahl, sondern auch aus immerwährender Arbeit. Der ¬Umzugsplaner ist um ein Kontaktformular erweitert. Ein gewisser Feinschliff ist noch von Nöten … Webseiten sind immer Baustellen.

Gerade kam es wieder zu einem (versuchten) TYPO3-Feuerwehreinsatz. Angebotene Währungen für diese Blutarbeit waren Namensnennung und Spendenbescheinigungen. So richtig überzeugend war es nicht. Die Webanwendung umfasst mehrere Webangebote und soll gemeinnützigen Vereinen in Hamburg eine Plattform bieten. Wie dem auch sei: irgendetwas mit der internen Verlinkung stimmt nicht. Ursache ist die völlige Missachtung der Bauregeln für solch ein Projekt. So kann das nur zufällig funktionieren. Das zur Sachebene.
Um einmal ein Zitat von Meister Pangloss aus Voltaires „Candide“ zu bemühen, muss man die Voraussicht und Genialität des Schöpfers (von TYPO3) bestaunen, der ein dermaßen robustes System gebaut hat, dass trotz ausgestochenem Auge, abben Arm und Bein den Mensch wundersam leben lässt. Es ist wirklich ein Wunder, wie diese Webseite unter über 20 Admins und völliger Ahnungslosigkeit der Bertreuerin doch noch etwas Sinnvolles ausliefert. Bemerkenswert die Kommunikation. Da wird doch allen Ernstes die Fehlerhaftigkeit des Webprogramms beschworen, eines Systems, das schon mindestens 850000 mal erfolgreich installiert wurde. Also, wenn sich ein Fahranfänger in ein Auto setzt und losfährt und dann nie schaltet, dann ist sein Schimpfen über die hohen Drehzahlgeräuche zumindest bemerkenswert und zeugt von einem gesunden Selbstbewustsein.

Die Empörung über das TYPO3 hat auch was mit der internen, (westeuropäischen) Kalibrierung zu tun. Steht ein Europäer im Dissenz mit dem ihn umgebenen System, dann ist das System dran schuld und das System muss verändert werden. Fernöstliche Stäbchenesser deuten diese Dialektik völlig entgegengesetzt: die würden sich sagen: „Da habe ich wohl etwas nicht ganz verstanden und muss noch lernen.“ Vielleicht ist es aber diese strategische Dummheit, die gerade die Deutschen (und insbesondere die Schwaben) so weit gebracht haben. Und nun wird das Schwabenländle grün regiert. Das ungestüme Wachstum der Wirtschaft wird nicht nur wegen der sozialen Frage ausgebremt, sondern wegen der Nachhaltigkeit. Die Grünen sind aj wohl nicht die Partei, die den deutschen Wald lobpreisen und die Schönheit und Unberührbarkeit der Haine und Flure zurück in das Herz pflanzen wollen – nein es geht um hehere Ziele (wie es im Allgemeinen bei grüner Politik um Heheres geht.)

Der allbekannte ¬Umzugsplaner ist einer Renovierung unterzogen wurden. Zum Einen ist er jetzt in Verbindung mit einem Kontaktformular, so dass die ermittelten Kubikmeterzahlen gleich mit übermittelt werden und zum Zweiten hat ein ein Akkordion verpasst bekommen. Das sollte ein wenig zur Verbesserung der Handhabung beitragen.

