Rainers Horen
Sonnabend, den 18.06.2011 [11:54]
Heute morgen große Aufregung auf dem Luhrmannhof: das Pflaster ist von kleinen und vor allem niedlichen Fröschen bevölkert.



Da ist guter Rat teuer. Es ist beim Belaufen des Hofes quasi unvermeidbar die Frösche zu töten. Der Einwand, dass die Hühner die Frösche sogar aktiv aufpicken, hat nicht entlastet. Die kämen wohl auch nicht ins Fegefeuer der unnachhaltigen Lebensgestaltung.
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Freitag, den 17.06.2011 [08:37]
Sommerfest auf dem Luhrmannhof in Osnabrück. Dass esw für diesen Event selbstverständlich auch einen Hashtag (#SfLMH) gibt, interessiert die angehende Psychologen nicht wirklich. Diwe wissen nicht einmal, was das ist. Dafür wissen die, was eine NGO für Aufgaben hat und wo man günstig Biokram einkaufen kann. NGO ist nichtpolitischund deswegen unschuldig? Es gibt noch andere Gegenpole zur bösen Politik – der Kommerz. Und der ist erst recht nicht altruistisch.

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Donnerstag, den 16.06.2011 [17:50]
Gestern streikten süddeutsche Schreibknechte. Klar – die wollen mehr Geld und prangerten den galoppierenden Qualitätsverlust im Journalismus an („Es kann nicht angehen, dass ein Berufseinsteiger nur 2500,– € bekommt!“). Die träumen immer noch vom investigativen Qualitätsjournalismus. Diese Insel der Seligkeit gibt es wohl auch nicht mehr. Der Verleger erwähnte nur ganz trocken, dass von den Streiks auch keine fetteren Anzeigekunden kämen. Der BILD-Fredi entließ vor einiger Zeit den Spruch von der Unnötigkeit ein Thema zu Tode zu recherchieren …

Wir haben heute voll investigativ ein weibliches Geheimnis gelüftet. So sieht die Hamburger Herbertstraße von innen aus:



Das ist nun wirklich nicht spektakulär.

Auch nicht wirklich spektakulär ist die iPhone-App, die sich der thüringer Dialekte annimmt. Ein wenig kniffelig ist die touchsensitive Karte des Landes mit dem grünen Herzen. Was im Web selbstverständlich ist, ist auf dem iPhone leider noch nicht „angedacht“. Das Problem lautet Punkt im Polygon. Schon seit mehreren Jahrhunderten sind mit der Lösung des Problems Mathematiker beschäftigt. Schnell findet sich eine ¬Lösung in Javascript, die leider nicht zuverlässig funktioniert. es gibt keine andere,
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Mittwoch, den 15.06.2011 [17:51]
Was eine Schirmablichtung alles so aussagen kann: das ist ein Mac, der sein Netz von einem iPhone bekommt, das einem gewissen Rainer gehört. Es ist dreiviertel neun, der Akku ist bald leer, die Tastatur ist auf Deutsch eingestellt.

Das war einfach. Aber auch die anderen Netze haben Aussagekraft: da taucht die Elbphilharmonie auf, es gibt Netze von G&J (Stern …), vom „Haus der Seefahrt“. Tja, und der Rest lässt sich auch erraten.

Funknetze verbinden nicht nur IP-Pakete und somit auch Menschen, da steckt auch viel Musik drin.Das ist eine bisher wenig bekannte Tatsache. Um das zu erläutern, ist hier einmal beispielhaft die Vokalisierung eines WLAN-Haufens realisiert. In Wahrheit gibt es fast überall noch viel mehr solcher zauberhaften Musik.


Während unsereins im Schweiße des Angesichts in stickigen Cafés arbeiten muss und nun gerade wieder in der Befgriffsfindung war, wie denn nun der gewöhnliche Kaffee heißt (Deutscher Brühkaffee/Noir/Americano), da spazieren andere Werktätigen einfach so zigarettenschmauchend durch die U-Bahn-Anlage Hamburgs.



Er vertraut voll der vierten Dimension – denn: die Strecke ist (wie zu sehen) wirklich sehr belebt. Alle drei Minuten rast ein silberner Pfeil über die Stelzen.



In den letzten Tagen gab es einige Irritationen mit dem Telefon. Deswegen ein paar Gedanken zum Thema. Wie war das doch in der Adenauerzeit einfach: da gab es im Hausflur/Diele/Korridor eine Amtsdose und dort war das Telefon („Fasse Dich kurz!“) angeschlossen. Zuweilen klingelte das Ding und mittels Drüberstülbung eines Kissens könnte der Klingelton in Klangfarbe und -stärke konfiguriert werden. Schellte es also, dann ging man ran und meldete sich mit „Hallo!“ seinem Namen. Wo man war, musste man nicht sagen, weil das ja klar war – man war zu Hause.

Wie ist die heutige Situation? Da gibt es iPhone-Apps, bei denen alle, die ein iPhone haben und neben jemandem stehen, der eines hat, die Unterschiede der Thüringer Dialekte heraushören können. Falsches Fenster.

Heute bekommt man ein Kästchen mit einer CD und da soll dann der Teilnehmer am Fernsprechverkehr irgendwelche bodenseitige WPA2-Nummer in aufpoppende Fenster eintragen. Soweit die Theorie. Der verbeamte, nicht technisch versierte Installateur fragt sich als Erstes, ob denn auch die Leerzeichen zwischen den Zifferngruppen einzugeben sind. Nein – die sind nur Deko. Schon die Erkenntnis kostet graue Haare.
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Dienstag, den 14.06.2011 [17:28]
Seltsam: bisher bestanden Nachfragen wegen iPhone-Entwicklung immer aus Nachbauten. Ist ja immerhin eine gute Idee. Da gibt es etwas am Markt, das gefällt und nun soll es in unter eigenen Flagge losschippern. In den letzten 16 Jahren Webentwicklung kam das noch nicht unter. Es muss am Medien liegen – oder sind die Menschen wirklich so phantasielos?

Eines der angefragten Nachbauten betrifft die Klonung und Erweiterung der App des weltgrößten Versandhändlers. Es soll nicht nur die Funktion nachgebildet, es sollen auch noch weitere Funktionen angeflanscht werden. Das klingt erst einmal gut. Allerdings war ursprünglich ein Zeitbudget von 12 Wochen geplant. Mittlerweile ist die verfügbare Zeit auf zehn Wochen eingedampft und es ist noch keine Startentscheidung in Sicht. Nun ist es sicher redlich, diesen Entscheidungsprozess ernsthaft zu betreiben und sich für die Investition eines mittleren vierstelligen Budgets Zeit zu nehmen.

Nun sind zwölf Wochen schon sehr sportlich – schon wenn man bedenkt, dassder weltzweitgrößte Versandhändler mit palindromischen Namen sich über 50 Manntage Zeit genommen hat. Die App ist nur eine Teilmenge der AmazonApp. Daran haben drei oder vier Leute dran gearbeitet, was nicht unbedingt mit einer Verdrei- bis Vervierfachung der Projektgeschwindigkeit bedeutet.

Auch für ein kleineres Tankstellennetz lag vor einigen Wochen ein Nachbau an. Es ist übrigens eine extrem sinnvolle App: da starte ich das Ding und sehe die aktuellen Spritpreise genau dieser Kette in meinem Umkreis. Sind die nicht eh alle gleich? Wäre es nicht sinnvoller über alle Ketten zu vergleichen? Mir wäre es Mumpe, ob die Tanke in Blau oder in Rotgelb gehalten ist. Es ist egal, wo ich mein Rad aufpumpe.

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