Rainers Horen
Sonntag, den 03.07.2011 [08:52]
Seit gestern gibt es also in der Jarrestadt ein iPad mehr. Erster Eindruck: lässt sich prima im Bett arte gucken oder mal schnell offene Fragen im Netz klären. Das Softwareangebot: bisher dürftig. Die meisten Apps sind für das kleinere iPhone und werden künstlich aufgeblasen. Das ist nicht wirklich nett, weil jetzt alles verschwommen ist. Die App muss also auch für das iPad gebaut werden. Das ist nicht wirklich schwierig.



Eigentlich muss nur ein Schalter umgelegt und ein anderes Layout gebaut werden. Die gute Nachricht: viele Webseiten sind auch auf dem iPad lesbar, obwohl die Qualität der Schriftanzeige auf dem iPad-Browser (Safari) dann doch sichtbar schlechter als in einer nativen iPad-App ist. Für das Restyling von iPhoneApps für das größere Tablett gibt es zwei Möglichkeiten: die relative schmerzarme Variante macht einfach die Schriftgröße und auch die anderen Abmaße proportional zur Bildschirmgröße. Das Ergebnis: eine App für Senioren und andere Grobhaptiker. Es entsteht eine überraschend übersichtliche Optik:



Die andere, weit hübschere Ausführungsform wäre das die echte iPadApp. Twitter hat das sehr schön bauen lassen. Der Trick: die 1024×768 Pixel voll mit lesbarem und pfiffigen Inhalt füllen.



Der Screenshot kann es leider nur sehr unvollkommen wiedergeben. Die Glypishbar ist hier links und die beiden andere Fenster lassen sich per Wisch waagerecht schieben. Schon wegen der neuen GUI-Elemente (die nicht Bestandteil von Titanium sind), belastet diese Lösung das Budget dann doch etwas mehr.




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Sonnabend, den 02.07.2011 [19:21]
Heute sollen in Hamburg über 300 mm fallen. Für jemanden, der nicht in der Beregnungsbranche arbeitet, mag das nicht viel sagen. Es ist etwa zehnmal mehr als eine echt/fett/krasse Beregnungen. Schon bei 30 mm schwimmt alles. Nun bisher tröpfelt es nur. Der Tag ist noch nicht rum.
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Freitag, den 01.07.2011 [10:30]
„Niemand hat die Absicht, einen Zaun zu errichten! “ – so tönte gestern noch unser benzfahrende Hausmeister.



Und so ist es wahr geworden: nach 60 Jahren gemeinsamen Innenparks ist seit heute Morgen der Novalisweg von der Großheidestraße getrennt. Vorbei sind die gemeinsamen Grillvergnügen – Flirt jetzt nur noch durch den Maschendrahtzaun.

Ein Unterschied zwischen Web- und iPhone-Entwicklung: im Web kann und darf jeder. Selbst schlimmster und allerschlimmster Code wird irgendwie angezeigt. Auf dem Smartphone hat Apple einfach Maßstäbe gesetzt. Da muss alles flutschen und rutschen, leider notwendige Wartezeiten auf fette Inhalte aus dem Netz müssen geschmackvoll beschwichtigt werden. Seit Jahren hat sich das Todesrad und der Wackelbalken etabliert. Und dann starrt man nun minutenlang auf diese Kurzweil.

Es wäre doch viel besser, wenn der Angucker es bedauern würde, wenn dann der begehrte Inhalt kommt. In den schwarzweißen Urzeiten des Fernsehens kam es während der Umschaltpausen zuweilen ein nicht redaktionell bearbeitete Zwischenfilm. Da trabten Ponnys über eine Weise oder Fische schwammen. Genau dieser Gedanke ist in der neuesten Ausgabe des Hamburger Radfahrers realisiert. Weil die PDFs sehr groß sind und das schiere Wartezimmer mit Warterädchen zu öde wäre, erscheint während des Wartens ein kleines Filmchen von der Strandperle. Da wendet ein großer Pott – das dauert lange genug. Das Video gehört mit zur App. Dann führt das nicht wirklich zur Austreibung des Teufels mit dem Belzebub.
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Dienstag, den 28.06.2011 [16:31]
Eine eigene iPhoneApp kann nicht nur auf die Bilder der Kamerarolle zugreifen, Photos schießen und Videos aufnehmen. Sie kann auch lesend- und schreibenderweise auf den Standardkalender zugreifen. Das klingt erst einaml sehr charmant. Hier im linken, nichtöffentlichen Beispiel kann aus der Ansicht zu einer Fahrradtour dieses Ereignis gleich in der persönlichen Kalender übertragen werden. Da die App auch alles lesen darf, könnte man auch vor dem Hinzufügen die Belegung des anvisierten Tages anzeigen. Oder – was noch besser ist: die App könnte etwaige vorhandene Termine einfach rausschmeißen. Ist das nicht bedenklich? Da kommt nicht einmal ein Dialogfenster mit der Frage: „Wollen Sie tatsächlich alle Termine aus Ihrem Kalender löschen?“

Übrigens: auf dem Retinadisplay des iPhones kann man tatsächlich die kleine Schrift im roten Balken des Kalenderblattes lesen.

Gestern lief bei der GUUG wieder ein sehr erkenntnisstiftender Abend zum Thema VoIP. Das ist ¬modernes Telefonieren ohne das klassische Telefonnetz. Viele Anbieter verkaufen Telefon jetzt so. Dann passiert etwas ziemlich Verzwicktes. Die Endgeräte sind klassische Telefone (schnurlos oder eben nicht), die stecken in dem Zauberkästchen mit dem blinkenden Lumis. Dort wird das Signal per Internet zum „Amt“ übertragen, wo es ins gewöhnliche Telefonnetz eingespeist wird. Auf der Gegenseite kann das dann auch so ablaufen. Echte IP-Telefonie verbindet aber providerunabhängig solche Telefone miteinander. Das hat den Vorteil, dass die Verzögerung wesentlich geringer ist und dass die recht große Rechenleistung der Codeumsetzung vermieden wird. Leider klappt das nicht wirklich oder sehr selten, weil Rechner oftmals keine öffentliche IP--Nummer haben, sondern sich hinter Firwalls verstecken. Seltsamerweise klappt das bei Skype. Das ist aber heikel. Dias Übertragungsprotokoll ist nicht offen und niemand weiß, was da wirklich übertragen wird. Das ist aus Sicherheitsaspekten ein Albtraum. Schon dass Skype jede Firewall überwindet, mutet seltsam an, das kann nur ein Hackertrick sein.

Hurra – die RadCity hat eine iPhoneApp! Naja, nicht wirklich. In der App kann sich der Radler die PDFs anschauen. Das sind diese Lösungen, die in Wahrheit nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, aber durchaus im oberen vierstelligen Eurobereich verkauft werden. Kommt eben auf das geniale Verkäufergeschick an. Da soll es wahre Helden geben.

Technisch gesehen ist das natürlich eine Gummilösung. Es liest sich schwierig, weil immer gezoomt und geschoben werden muss. Und: jedes Heft ist um die 8 MB groß, das dauert selbst im Heimatnetz eine kleine Weile. Inhaber einer sogenannten „Flatrate“ fürs Handy hätten mit dem Download nur einer Ausgabe der Radcity ihr karges (flat) Monatskontingent erschöpft.
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Montag, den 27.06.2011 [10:03]
Die Hamburger RadlerApp nimmt langsam Gestalt an. Die Stirnseite ist schon einaml fertig. Die richtigen, hanseatischen Farben, das junges Glück, Hamburger Hafen und die Räder – also mehr Hamburger Ikonografie geht nicht. Apps leben aber auch von der Welt nach dem Startbildschirm. Ist die App erst einmal schwungvoll gestartet, gibt es grundsätzlich zwei Spielwiesen: die nächsten Radschrauber um den eigenen Standort werden angezeigt und die nächsten Radtouren des ADFC. Das wirklich Spannende bei den Touren ist die Übertragung des Termins in den eigenen Kalender. Bevor man sich die Tour ins eigene Notizbuch übertragen kann, zeigt er schon einmal die Termine an dem Tag, an dem die Tour ist. Auf der ¬ADFC-Touren-Seite kann man leider nur alle Termine gleichzeitig runterladen. Aber will ich wirklich meinen Kalender vollspammen? Es ist doch immer wieder schade, wenn mühsam zusammengestellte Daten so uncharmant verwendet und verteilt werden.

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