Rainers Horen
Sonntag, den 28.08.2011 [17:10]
Eine iPhoneApp für ein Obdachlosenprojekt – kann das nicht auch als dekadent erscheinen? Ja, vielleicht – aber wenn es eine guten Zwecke dient …


Idealerweise generiert die App unmittelbar Geld. Nicht weil sie Geld kostet, sondern weil in der App ein Spendenknopf es sehr leicht macht, etwas Gutes zu tun. Apple nennt das ¬In-App-Purchasing. Das ist aber letztlich aus politischen Gründen etwas heikel: immerhin würde ein amerikanischer Großkonzern am Leid der Hamburger Obdachlosen verdienen. Außerdem käme man mit der lizenzfreien Titaniumversion nicht weit und müsste dann ca. 49.- € monatlich abdrücken. Paypal und Genossen fallen auch durch das Raster, weil Apple solche Fremdgeldsysteme ablehnt. Alternativen müssen her.

Wie wäre es mit einem SMS-Spenden-Dienst, der nur 17 ¢ pro Spende einbehält? Nun wäre noch das Problem des nativen SMS-Sendens. Wenn man die SMS-Nummer als Link einfügt, würde der Spender die App verlassen und im SMS-Programm aufschlagen. Außerdem kann ein Nachrichtentext nicht mit übergeben werden – und der ist für die Partneridentifikation notwendig. Glücklicherweise hat Olivier Morandi ins Git ein entprechendes Modul gestellt. Es heißt ¬TiSMSDialog und tut hoffentlich das, was es verspricht.
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Sonnabend, den 27.08.2011 [15:54]
Leider waren heute früh auf dem Goldbekmarkt die Kosakenzipfel aus – schade aber auch.



Früher war mehr Lametta …
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Donnerstag, den 25.08.2011 [21:37]
Das ist nun die iPhoneApp der Asphaltzeitung Hinz & Kunzt. Da die Webseite einen JSON-Ausgang hat, war das nicht wirklich schwer und in wenigen Stunden erledigt. leider war der eigentliche Artikel mit dem unsäglichen wordähnlichen Editor gestaltet. Diese störenden HTML-Schnurpsler mussten wieder sorgfältig herausgeschnitten werden. Mal sehen, was noch so geht.

Die ¬Hinz&Kunzt-Webseite ist mir WordPress gebaut. Das ist für diesen Zweck sicher hinreichend. Das Schöne an dem Blogsystem ist der eingebaute ¬JSON-Ausgang. Das ist ein reines Datenformat, was ohne Layout daherkommt. Im Idealfall stecken da nur Rohtexte und Assetlinks drin. Damit ist eine Zweitverwendung der Inhalte beispielsweise in einer iPhoneApp besonders elegant zu lösen.

So schön wie Wordpress ist, so hat es auch seine Grenzen. Es ist und bleibt ein Blog, der mit einigen CMS-Eigenschaften ausgestattet ist. Wirklich ernsthafte Anwendungen, die eben Daten beliebig strukturiert verwalten können, sind nicht möglich. Es sei denn, man bohrt das Ding auf – dann ist es aber nicht mehr updatefähig.



Mit obigem TYPO3-Modul können die Standorte der Hinz&Kunzt-Verkäufer sehr einfach verwaltet werden. Wenn der Pin bewegt wird, wandert das Panoramabild mit. Im Panorama kann man jetzt drehen, kippen und zoomen. Alle Enstellungen werden abgespeichert. Wahrscheinlich gibt es schon eine Exceldatei und irgednwie wird sich ein Import machen lassen. Dann muss eine Praktikantin dann nur noch die 1200 Stellplätze überprüfen.










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Mittwoch, den 24.08.2011 [12:34]
Das ist neu: Googles Streetview ohne Flash. Damit klappt das auch auf dem iPhone. Das läuft zwar bisher nur als Webview, aber immerhin. Mit gehörigem Forschergeist und Neugier geht es vielleicht auch nativ. Technisch machbar – es fragt sich nur, ob das mit den Lizenzbedingungen harmoniert.


Schon wieder dieser Fliegendreck! Nein, das ist ganz ernsthaft. Obige Streetview klappt nun auch auf dem iPhone und den anderen Smartphones. Einfach das Ding den Code lesen lassen und schon kann die Lombardsbrücke in Hamburg unterwegs und mobil „erforscht“ werden.

Morgen gibt es eine TYPO3-Extension, mit der man solche StreetView in Seiten einbinden kann. Schöne Aufgabe!



Zuerst gibt der Redakteur die Adresse ein, dann kann er den Pin verschieben. Damit ist der Standort fesrtgelegt. Nun kann er noch Betrachtungswinkel, Neigung und Zoom einstellen. Das war es schon.
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Dienstag, den 23.08.2011 [20:07]
Ein häufiges Szenario in der IT-Branche: da kommen ein Ideeninhaber und ein IT-Nerd aufeinander. Durch eine unheilige Mischung aus: „Machen Sie mal schnell und einfach.“ seitens des Kunden und einer gewissen Mischung aus Einfalt und Selbstüberschätzung lassen das Projekt beginnen. Gemäß der Regel des Wachsen von neuen Wünschen nach Erledigung der Anfangswünsche wird dann immer weiter „gebastelt“. Nun ist das in der IT so, dass die Komplexität immer weiter ansteigt. Es ist eben kein linearer Vorgang wie vielleicht das Verlängern eines Gartenzaunes, sondern jedes Hinzufügen einer neuen Logik neigt zur Verwirrung. Um dieser erschreckenden Tendenz entgegenzuwirken gibt es Lösungen. Sie bestehen in der Kapselung von Vorgängen. Wenn ich beispielsweise einer Liste von Adressen eine neue hinzufügen möchte, dann sollte das Bereitstellen von neuem Speicher nicht das Tagesthema sein – Mechanismen, die die Sicherheit solcher Konstrukte absichern, sollten allgemein gehalten sein und nicht vor Ort erledigt werden. Das Schlüsselwort lautet also Framework. Dieser Framework kapselt eben auch die Geschäftslogik von den Unterschieden verschiedener Server ab. Hinter guter Software steckt eine sinnvolle Architektur, die Standardthemen wie Unabhängigkeit von Technik und Programmierer, Sicherheitsaspekte und Mandantenfähigkeit schon einmal generisch gelöst haben.



Lasst es wie unser Heiland mit einem Gleichnis erzählen: Da kommt jemand mit einem richtigen Stuhl zum Schreiner und erzählt etwas vom bevorstehenden Familienfest am nächsten Wochenende und dass er den historischen Stuhl deshalb kurzfristig wackelfrei brauche. Na, da sagt der Tischler: „wir würden über Dampf die alten Verleimungen lösen, den Leim entfernen, dann den Holzschwund mit feinen Furnierblättchen ausgleichen, leimen und mit einer Schaubzwinge fixieren. Kostet 120 € und ist übernächste Woche fertig. Das hält dann wieder 100 Jahre“. „“Nee, machen Sie das mal nicht so kompliziert. Machen Sie einfach ein paar Holschrauben rein und dichten Sie mit Ponal ab.“ Wir kürzen jetzt mal das Beratungsgespräch ab, der Tischler lässt sich erweichen und macht es für 12 € mit den Schrauben. Vier Wochen später kommt der Kunden wieder, beschwert sich fürchterlich und verlangt jetzt kostenloses Bugfixing. Kommt uns das bekannt vor?
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Montag, den 22.08.2011 [20:07]
Seit heute kann der Redakteur auch innerhalb des Publishing-Systems TYPO3 bequem geographische Punkte angeben.



Die Webs der ¬Berliner Music Week ist gerade auf TYPO3 umgestellt und da lag diese Aufgabe gerade an.

Überhaupt gibt es auch bei Google Neuerungen im Geobereich. Kürzlich wurde das in Deutschland umstrittene Streetview auf HTML umgestellt. so dass man ohne das Flash auskommt. Innerhalb einer Webview könnte man also jetzt auc auf dem iPhone die Straßenansicht nutzen. Vor einigen Wochen kam eine Nachfrage eines Elektrogrossisten rein, der sein Handelsnetz mit Streetview auf dem Smartphone darstellen wollte – jetzt geht das.

Die zweite Neuerung bezieht sich auf die Layer. Bis jetzt gab es nur die Straßenasicht, das Himmelsbild und (weniger bekannt) die physische Karte. In er neuen Version endet die Granularität nicht bei dieser Unterscheidung, sondern jetzt ist es beispielsweise möglich, die Straßenbeschriftung zu unterdrücken oder den Traffic anders darzustellen. Das sieht dann vielleicht so aus:



Es sieht von Weitem wie Spielkram aus – hat aber auch ernsthafte Dimensionen, wie obige Karte mit der Betonung der Wasserwege zeigt. Auf der anderen Seite wecken die Möglichkeiten aber sofort Wünsche und der Wahnsinn geht weiter. Ich sehe schon Scharen von wichtigen Menschen im Konfi, wie sie sich über die konkrete Ausgestaltung ihrer Karte zerfetzen. Glücklicherweise gibt es einen ¬Wizard, der den Job ein wenig erleichtert.
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