Rainers Horen
Sonntag, den 23.10.2011 [09:29]
Der törrichten Selbstverpflichtung, jede Woche eine App in den Store zu stellen (ohne das allgemeine Rauschen zu erhöhen), ist eine ernshafte Aufgabe. Heute gibt es also den ¬Luminauten als iPhoneApp.

Für die ganz großen Nerds gibt es eine iTunesAppStore-MonitorApp, die jederzeit und überall über den Stand informiert. Wie gestern mit angenehmen Erschrecken auffiehl – die Apps werden tatsächlich runtergeladen. Alleine die MibaApp generiert nun fast 1000-fache Aufmerksamkeit. Hätte ich sie also statt für frei für 79 Cent eingestellt, könnte ich mir jetzt mit gutem Gewissen im Petisco einen zweiten Galão kommen lassen. Was die Euphorie wirklich dämpft: Es gibt auf Grund noch unbekannter Mechanismen einen Novitätenbonus. Es ist zu vermuten, dass nicht Menschen, sondern Monitorprogramme den Download anstoßen (abmahnwütige Anwaltskanzleien?).



Gegen diesen Verdacht spricht die Korrelation zwischen den Zahlen und der tatsächlichen inhaltlichen Begehrlichkeit. Immerhin hat die PianoApp dann doch wesentlich mehr Verkehr als das nichtssagende Familientagebuch gebracht.



Seit Tagen sind die iPhone-Foren mit einem Problem durchwabert. Umwas geht es? Wenn man eine App in den Store stellt, dann muss man auch Screenshots beipacken. Das war bislang auch kein Problem. Seit Tagen meldet das System etwas von Problemen beim Abspeichern. So erscheint das dann oben auf dem Schirm: „There was an error saving changes. Please try again later or contact iTunes Connect Support at itunesconnect@apple.com. “. Dabei ist die Lösung einfach. Seit dem neuen iOS oder genauer gesagt der neuen Entwicklungsumgebung liefert der eingebaute Screenshotmechanismus die Bilder in doppelter Größe. Das ist schön – aber leider hinderlich beimHochladen, weil die eine Appleabteilung dann doch nicht weiß was die andere tut und so weist iTunesConnenct die Screenshots des SDK-Organizers ab. Abhilfe: einfach im Format halbieren. ;-)

For the avoidance of further pain for the rest of the world, here's the ¬link in english.
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Freitag, den 21.10.2011 [14:48]
Das Thema Hund bleibt. Heute im Nachtspeicher23 war wieder einmal Vernissage. Diesmal haben sich Frappantkünstler die Ehre gegeben. Durchaus gemischt. Eine Dame darreichte Hundefutter in Näpfen. Es gibt angenehmere Situationen.



Gestern also nachtspeicher23 und heute im Frappant. Auf jeden Fall sinnstiftend. Da eröffnet sich eine Gegenkultur, von der nichts zu ahnen war. Frappant – für nicht Insider: das leerstehende alte Karstadtungetüm in Altona wurde von Künstlern in Beschlag genommen. Mittlerweile hat sich ein großes schwedisches Möbelhaus ein Herz und Geld genommen und will dort das weltweit erste innerstädtische Kaufhaus errichten. Schlechte Zeiten für auf Kunst versessene Hungerleider. Nach langem Kampfe hat die Stadt die ehemalige preußische Viktoriakaserne für diesen hehren Zweck des Kulturschaffens bereitgestellt.



Gleich nach dem Reinkommen beginnt eine Performance: Lichter zucken und zwei oder drei Menschen zucken dann auch noch. Ein menschliches Saxophon vollendet das Kunstwerk. Ok – 10 Minuten waren eigentlich schon zuviel. Deswegen war ich auch nicht dort, nein ich wollte mich mit dem Luminauten treffen. Der kam dann auch und ab in seine Werkstatt, wo er mit LEDS und Laser schöne und gefährliche Dinge treibt. Als er mir anbot, einen vielgeschiffenen Kistall in den 200mW-Laser zu halten, dann winkte ich ab. Der technische Verstand sagt dann schon, dass es Querschäger gibt. Das so ein Teufelszeug überhaupt produziert wird … 200mW auf einem Quadratmillimeter – mein G*tt! Da ist man nicht nur blind, da verdampft auch gleich das Auge.

Nach einigen Bieren sind wir wieder unten im Gastro- und Eventbereich – nö, die zuckten da immer noch rum und die „Zuschauer“ waren auch irgendwie spasti. Ob das nun nicht genug wäre: vor der Bar baute sich eine Band auf. Es gibt zwei Instrumente, die prädestiniert fürs Hudeln sind: Piano und Saxophon. Genau diese beiden Teile improvisierten. Wohlgemerkt – im Hintergrund zuckten immer noch die Performanten zu noch schrägerem Geblase. Hat die mangelnde Toleranz etwas mit dem fortgeschrittenen Alter zu tun?

Nur gut, dass dann zufällig die Petersburger ??????? reinschneite. Ein vortrefflicher Grund hier weg und in die Schanze zu gehen, wo wie es der Zufall will, eine vortreffliche Punkband mit Posaunistin und sonst auch anders zackigen Herren aufspielt.
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Donnerstag, den 20.10.2011 [10:33]
Auf dem Goldbekmarkt hat heute ein neuer Marktbeschicker (so heißt das im Amtsdeutsch) niedergelassen. Es sind die Besserfresser.



Das passt natürlich sehr gut in das feine Winterhude. Die Leckerlies sind sehr ansprechend angeboten und sicher wird das ein großer Erfolg. Die Auslagen sehen aus wie die Edelstahlschachteln in Eisdielen: auf dem Erdbeereis liegen wie zufällig ein paar Früchte usw. Damit soll wohl Transparenz hergestellt werden. Auch hier liegen auf den Kraftpaketen kernige Teile. Man will nicht wissen, was das ist und ein Deepzoombild ist nicht wirklich gewollt.



Man sagt zwar der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler, aber hier scheint das Marketing voll auf das bionadenbougoise Frauchen abzuzielen. Der Töle ist es wohl egal. Der hat nur Hunger.

Was treibt eigentlich Menschen (überwiegend Frauen) dazu, sich diesen kackenden, furzenden und pissenden Liebling anzuschaffen? Ja richtig gelesen! Als Nichtbetroffener ist man nur davon genervt, wenn man in einen Haufen tritt oder wenn das Kind im Park in die Hand gebissen wird. Das Elend geht in der hinter deutschen Frauchengardinen weiter. Einzelheiten tun hier nichts zu Sache, jedenfalls ist es unfein beim Frühstück ins Gesicht flatuiert oder in feuchte Stellen im Teppich zu treten.

Es bliebt immer noch die Frage der Motivation. Sind die Kinder aus dem Hause, dann ist dieses Kapitel oft abgeschlossen. Anders bei Hunde. wenn die sich ihrem nahen Ende neigen, dann wird sofort auf Hundeportalen ein neuer Zögling ausgesucht. Was ist der Gewinn – es muss wohl einen geben. Ist es wirklich nur der immerwährende, devote Blick, ist es die hoffentlich vollendete Macht über ein Wesen. Ein Therapeut (25×50 Minuten) hat sich einst auf die Vermutung eingelassen, dass Frauchen Menschen seien, die die Kommunikation mit Menschen aufgegeben hätten. Auch ein Gedanke. Nun gibt es auch die ¬Kynophilie, eine spezielle sexuelle Orientierung. Aber das wird es wohl nur in den wenigsten Fällen sein – hoffentlich.

Betrachtenswert ist die starke Polarisierung unserer Gesellschaft zu diesem Thema. Im islamischen Kulturkreis gibt es nur eine völlige Ablehnung. Diese Tier ist entgegen seiner körperlichen Natur feige und unterwürfig und das geht in dieser männerbestimmten Welt gar nicht.

Im christlichen Europa sieht das etwas anders aus. Wie sind wir sozailisiert? Also in meiner Kindheit gab es den Spruch: „Fass keinen Hund an, wer weiß was …“ und wenn doch, dann sofort die Hände waschen. Einige emeritierte Professoren oder Chefärzte hatten in unserem Villenviertel einen Boxer oder eine anderes gepflegtes Tier und dann kam lange nicht und dann war so das Bild von assozialen Leuten aus dem Blechbüchsenviertel, die so dreckig waren, dass da auch Hunde rumstreunten. Von einem Bäcker an der Ecke Erfurter Straße/Englesring (gegenüber von Schuster Jurba) wurde erzählt, dass dort der Hund die Tröge und Schüsseln ausleckte. Dort kauften nur Touristen ein … Nun wandeln sich die Zeiten und in jedem U-Bahn-Waggon sitzt mindestens ein Menschen mit anderer Pigmentierung und auf dem Markt werden Schlachtabfälle aufgehübscht teurer als Menschenfleisch verkauft.
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Mittwoch, den 19.10.2011 [15:33]
Für Angestellte: heute ist Wochenbergfest und morgen ist Vizefreitag. Für freie iPhoneEntwickler ist Stress angesagt. Seit einigen Tagen gibt es eine neues Betriebssystem für das Ding und plötzlich gehen einige Elemente nicht mehr. Ist das Projket noch „heiß“, entstehen Mehraufwände der Anpassung, deren Kosten unklar sind und auf denen der eien oder andere Entwickler sitzenbleiben könnte.



Nach näherem Hinschauen ist es nicht weiter nervig – einfach Titanium 1.7.3 runterladen und schon tritt Entlastung ein. Was nun wirklich neu ist: die Windows haben jetzt unter iOS5 einen anderen Standardwert für die Größe. Der muss jetzt auf 100%×100% gesetzt werden. Außerdem kommt jetzt zwischen Vorschaltbild und eigentlicher App kurz mal ein weißer Schirm. Da sind Ideen gefragt.
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