Rainers Horen
Montag, den 19.12.2011 [20:45]
So schnell kann die Adventszeit vergehen und Griechenland gesunden. Gerade kommt ein Notfall herein. Ein sächsischer Nachbar wird von seinem Notebook mit der Meldung Achtung! Aus Sicherheitsgründen wurde Ihr Windowssystem blockiert. begrüßt. Nun ist es als durchaus ehrenwert und fast schon selbstlos einzustufen, wenn sich nah- und fernöstliche IT-Firmen um die Sicherheit deutschen Rechner kümmern. Es wird ja auch immer wieder soviel Schabernack getrieben …



Aber nicht den Kopf hängenlassen – Rettung naht. Obiges Bildschirmfoto zeigt den Weg auf. Nun zu den Hintergründen: dieses Menetekel wird Fakevirus bezeichnet und ist seit ca. 2005 eine neue Version der Wertschöpfung. Seit 2009 sollte diese Abzocke beendet sein, weil mittels internationaler Bemühungen die beteiligten Banken ihre Zusammenarbeit mit diesen russischen Firmen beendet haben. Diese Banken sind weiland mit dem Spruch: Hat was mit Rotlichmilieu zu tun – das wollen Sie nicht wissen geködert wurden. Genau aus diesem Grunde (und nicht wegen Virenverseuchung) sind die drei obigen Bezahlwege nicht möglich. Und so sind die Helfer auf die Prepaidvariante gekommen. Unnötig zu erwähnen, dass die Bezahlung den Rechner nicht repariert. Das Fenster könnte auch auffordern, die Nummer des größten habhaften Geldscheines dort einzutippen und dann den Schein in einem Briefumschlag nach Moskau zu schicken. Eine kühne Überlegung bringt uns darauf. Weil, um den PC zu säubern, müsste nach Eingabe der freigerubbeltelten Nummer eine offline-Überprüfung stattfinden. Wenn das so wäre, dann könnte man generell bei diesen Prepaidnummern durch systematisches Probieren gültige Nummern genegieren und sich somit Leistungen erschleichen. Die Bezahlung erfolgt also online, das heißt, die Nummern werden gegen eine Schattendatenbank ausgegebener Nummern gematcht.
Beitrag kommentieren  |  2 Kommentare lesen