Rainers Horen
Freitag, den 10.02.2012 [17:58]
So kann Hamburg auch aussehen. Es ist schon eine andere Form von Romantik – gerade für jemanden, der aus der Grünen Herzen von Deutschland kommt und für den Felder, Auen und Berge der Inbegriff von Natur und damit Romantik sind. Hier ander Waterkant ist es schlichtweg die Industrie mit ihren quietschenden Kränen, Öllachen und viel (schmutzigem) Wasser, das die Herzen höher schlagen lässt.



Und in diesen Tagen ist sogar das unangenehmste Wetter (frostig und nass) Anziehungspunkt für viele Hamburggäste.

Früher hieß es immer: „Am Freitag nach eins macht jeder seins …“. Soll heißen, am Freitagnachmittag wurde das Wochenende eingeläutet. Heute ist Freitag und heute kommt eine grafische Gezeitenanzeige dran. Es gibt so eine Linuxsoftware (XTide), die berechnet das und wirft eine nicht mehr ganz zeitgemäße Grafik aus – so etwa:



Warum nicht zeitgemäß? Die Pixel-Grafiken werden auf dem Server generiert und sind eben nur Bilder. Mit Canvastechnik, wie sie HighCharts verwendet, ist das alles noch viel schöner, weil man beispielsweise in der Zeitachse zoomen kann. Von dieser XTide gibt es sogar eine iPhone-Variante (ShralpTide), deren Quellen auf ¬Github zu holen sind. Nun ist das Paket nun wieder in ObjectivC und nur bedingt in einem Titanium-Projekt verwendbar.

Ein völlig anderer Ansatz wäre der Verzicht auf eine Berechnung, sondern die Nutzung von Tabellen. Immerhin lassen sich alle Tiden eines Jahres (sogar unkomprimiert) in ungefähr 50 Kilobyte abbilden. Dann bliebe nur noch die Aufgabe der grafischen Darstellung. Letztlich muss nur der „runde“ Verlauf zwischen Hoch- und Tiefwasser dargestellt werden. Das sit überschau- und lösbar. Durch den zeitliche Abstand weiß man die Frequenz der Sinusschwingung und über die beiden Extremwerte lassen sich die Amplituden rausrechnen. Zugegebenermaßen ist das nautisch nicht korrekt, weil sich das Wasser wegen der Abbremsung in flacheren Küstengewässern nicht sinusiodal verhält, aber hier geht es ja doch nur um Deko.



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Mittwoch, den 08.02.2012 [09:14]
Sinnmittelpunkt und Eutektikum der „Rundumwohlfühl-App“ ist die allseits gepriesene Wunschtrommel. Von einigen Freunden wird sie auch „Slotmaschine“ genannt.



Mal so auf der inhaltlichen Ebene: es ist natürlich ein großartiger Gedanke, wenn wir später einmal nicht der bitteren Altersarmut anheim fallen, sondern sogar noch Wünsche erfüllen können. Noch fabulhafter ist die Dankbarkeit, an solch einem kollosalem Projekt mitarbeiten zu dürfen. Heute kleine Tagesaufgabe zwischen Fischmarkt und Finkenwerder ist ist Vorbelegung der Walze aus den gespeicherten Kundendaten. Leider wird nur die Nummer des Wunsches als Ziffer zwischen 1 und 100 gespeichert (ja so viele Heilsversprechnungen gibt es) und nicht die Zugehörigkeit zur Hauptwunschgruppe. Da der Wunsch mit der Vorbelegung erst zum Projektende aufpoppt, bereitet das tatsächlich etwas Kopfschmerzen.

Diese Walze ist überhaupt sehr beliebt. Letztlich muss in jeder App das Ding sein. Naja, irgendeine Liste ist immer. Es geht sogar soweit, dass fleißige Webworker das schon mit HTML-Mitteln nachgebaut haben – sogar mit den lustigen Klickgeräuschen.

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Dienstag, den 07.02.2012 [11:18]
Auch ein nettes Spielzeug: die neue HochbahnApp. Die aus 23 Stationen bestehende Ringbahn kommt mit noch netteren Erklärungstexten daher und die kann der Appstarter nun abhören.



Neuland in diesem Sinne ist die Verschieblichkeit von Bildschirmelementen. Das geht nur, wenn touchstart, touchmove und touchend getrennt verarbeitet wird. Beim Start muss man sich die Position merken, weil die Events immer nur die relative Position ausspucken. Das ist nicht wirklich knifflig – aber eben auch etwas aufweckend.
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Montag, den 06.02.2012 [22:22]
Keynote kostet 16 Euro und hat ein gewisses Suchtpotential. Für Nichtsahnende: das ist das MacPendant zum Redmonter Powerpoint und war vorher auf der Welt ;-))



Es ist wirklich spielend einfach, solche Bilder zu bauen. Einfach loslegen! „If your’e a Keynote user, here’s a handy timesaver.“ – so bringt es die MacWorld auf den Punkt. Es gibt einen kleinen Mangel: es lassen sich keine Webviews einbauen. Und so gibt es auch keine neuen Bildelemente wie 360°-Panoramas oder andere interaktive Elemente. Der ¬Artikel in der MacWorld behauptet zwar das Gegenteil – stimmt aber leider nicht.



Jedenfalls geht da Einiges. Was das Allerbeste ist: selbst Normalnutzer müssen kein Handbuch lesen, es klappt sofort und auf Anhieb.



Das Cuppertino-Lieblingsspielfeld scheint es nicht zu sein. Die Version ist drei Jahre alt. Wäre das Werkzeug auf Flughöhe, dann gäbe es einen mobilen Ausgang. Wäre doch ein wunderbares Autorenwerkzeug für die iPad-Entwicklung!

Das Projekt „Hamburger Hafenfähren“ ist weiter vorangeschritten. Gemäß der Schrebergartenphilosophie gibt es keinen wunschlosen Zustand. Nachdem die Abfahrtszeiten der naheliegenden Fährstationen in Echtzeit (ein Begriff, den wohl nur Techniker verstehen) anzeigen, wäre es doch schick, wenn der wartende Touri auch noch erfährt, wo sich „seine“ Fähre befindet. Das ist im Heinz von Foersterschen Sinne ein triviales Problem, denn: es gilt hier ein völlig rückkopplungsfreies und sogar lineares und stetiges Prinzip. Will sagen: hier wird Chuzpe ????? durch Fleiß ersetzt. Wird das nicht oft?

Denken wir uns einmal hinein: das Ziel ist die Position einer Fähre zu einem vorgegebenen Zeitpunkt. Das Datenmodell liefert nachfolgende Informationen: die Startzeit der Tour und die Liste der angefahrenene Stationen. Als statische Hintergrunddaten gibt es von allen Teilstrecken die Fahrzeit und die Fahrstrecke in Form eines Polygonzuges, der wiederum eine Liste von gerade Stücken darstellt. Es gibt fertige Bibliotheken, die in dieser Welt der Geodaten Punkte in geforderten Entfernungen rausrechnen. Ein Dankeschön an ¬Mike Williams.
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