Rainers Horen
Donnerstag, den 23.02.2012 [10:09]
Beinahe haben wir einen neuen Bundespräsidenten. Was könnte jetzt noch gedreht werden, wenn sich „schlimme“ Sachen bis zur formellen Wahl herausstellen? Dann hülfe nur noch ein Unfall. Nein. es ist wirklich bemerkenswert, wie Glasnost falsch verstanden und /oder missbraucht wird. Das ist eine tatsächliche Zeitenweden: so wie auch eine Plastiktüte bei Ausgrabungen in tausend Jahren noch schön bunt und frisch daherkommt, so ist es auch mit den daten im Netz. Alles was jemand irgendwann mal geäußert hat, ist ohne gnädiges Vergessen. Früher gab es einam die berühmten 100 Tage, in denen sich dei Öffentlichkeit mit Wertungen zurückgenommen hat – heutzutage geht es mit dem Bäsching schon vorher los.



Aber mal nun konkret: dieser Gauck gehört zu dieser protestantischen Pfarrerdynastie, deren Wesen gewisse Gemeinsankeiten aufweist. Ich muss es wissen, war ich doch während der Studentenzeit Sprecher der ESG und war mit der Tochter eines Studentenpfarrers und Enkelin eines Superindententen verheiratet. Also fromm waren die nicht. Vielmehr waren das oft Leute mit einem gewissen Pragmatismus und mit der Obrigkeit konnten die gut lavieren. Die waren gewissermaßen von allen Hunden gehetzt. Wenn ich nur an Pfarrer Haupt in Erfurt, Schorlemmer in Merseburg oder Neubert in Weimar denke. Da ging Einiges …



Nun werden also Gaucksche Thesen ausgekramt. So soll er die Occupy-Bewegung als albern apostrophiert haben. Schon Sascha Loboschrieb in der letzten SPON-Kolumne über die Albernheit solcher aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate.
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