Rainers Horen
Dienstag, den 06.03.2012 [14:28]
Da ist er erwischt: der Umweltsünder aus Monrovia. Sollten die Pötte nicht längst mit Sonnensegeln fahren?



Jedes jahr kommen in der Stadt an Elbe, Bille und Alster über zweihunderrt Kreuzfahrschiffe an. Das ist nicht nur für den Hafen gut. Davon profitieren auch viele andere Gewerbe., die sich um die Versorgung der Gäste kümmern. Allein für die die Hafencity wird zukünftig mit einer Touristen-„Belastung“ von über 50000 (täglich!) gerechnet.

Wie alles, hat auch diese wunderbare Tatsache auch eine Schattenseite. Zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur (Strom für Beleuchtung, Unterhaltungstechnik, Küche usw.) läuft die ganze Zeit der Schiffsdiesel auf Standby. Und der nutzt kein Biodiesel – leider. Das was in Rotterdam (früher im Petrolchemischen Kombinat Schwedt) bei der fraktionierten Destillation als Bodensatz übbrigbleibt und eigentlich Sondermüll ist, wird in den Schiffsdieseln verbrannt.

Die Lösung ist so einfach. Jeder, der einen Campinganhänger hat, weiß es. An die Luxusliner muss eine Steckdose, die das Schiff an das Ortsnetz anschließt. Leider sind sich die Hafenstädte noch nicht über das Format einig. Die englischen Häfen favorisieren eine mehr rechteckigen Stecker, während den Deutschen eine riesige Schukosteckdose vorschwebt.

Na, vielleicht gibt es dann im Baumarkt ein Kreuzfahrschiffzubehörset – quasi einen Schiffsreisestecker.



Tja, diese Umweltfragen werden immer sehr emotional geführt. Überneulich (nach dem Tatort) war wieder einmal eine dieser unsäglichen Gesprächsrunden angesagt. Weil gerade nichts in dieser besten aller Welten los ist, kam nicht die Mann-Frau-Problematik dran, sondern das wunderschöne Entrüstungsthema Atpm. Damit es schön schäumt wurde eine in die Jahre gekommene Antiatomkämpferin geladen. Das ist ein Unterpfand für viel wellen, zumal sie auch das legendäre schulische Pflichtlektürebuch Die Wolke geschrieben hat. Das ist schon genug an Zündstoff. Nun war aber auch noch ein ehemaliger deutscher Astronaut in der Runde, der während seines Fluges eine Menge Atom abbekommen hat. Und der hatte einen GeigerMüllerZähler mit. Klar, das Ding tickt so vor sich hin. Was für die Saalanwesenden vermutlich neu war: jeder Mensch ist schon zwei- bis dreimal radioaktiver wie das Grundrauschen. Als er nun das Meßgerät an Backpulver oder gar an ein neonfarbenes Kompottschälchen hilt, da prasselte es voll los. Ulrich Walter wollte wohl den Ball flachhalten, aber vielleicht hat er damit Ängste geweckt.

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Montag, den 05.03.2012 [14:09]
Böses Erwachen für alle Facebookanwendungen: seit Kurzem funzen die FacebookApps nur noch mit „Sicherem Stöbern“. So ein SSL-Zertifikat muss erst einmal erstellt oder auch gekauft werden. Das generiert Aufwände und dann möglicherweise auch Böses Blut. So lief das ¬Miba-Piano jahrelang friedlich in er FacebookWelt und nun kommt nur noch eine Warnungsseite. Selbst ein eigenausgestelltes SSL-Zertifikat macht dann doch Mühe und dann wird der Besucher der Seite mit nervigen Warndialogen bombardiert. Ein gekauftes CERT fügt sich zwar nahtlos ein, kostet aber wie zu erwarten Geld. Das wird dann teurer als das ganze Webhosting.

Gerade wird die neue Version der HafenfährenApp hochgeladen. Stilecht passiert das natürlich mit Dieselstrom auf der Elbe. Authentischer geht nun wirklich nicht!

Wie heißt es so schön im Candide: Südamerika ist auf Grund der hohen Säuglingssterblichkeit erfreulich ruhig. Das ist natürlich beißende Ironie. Und doch: so 20 kinder auf einem Haufen können schon laut sein . dann hilft es auch nicht, wenn die Gouvernanten zyklischen abwispern. Die Mahnung leise zu toben verhallt im Bug der Barkasse.

Gestern wimmelte der Hafen vor Englischsprechenden und einigen Schweizern. Heute ist der Hafen wieder voll in slawischsprechender Hand. Es muss also größere Busladungen geben …
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