Rainers Horen
Freitag, den 30.03.2012 [11:17]
Es gibt so Geistesblitze: „Bundesgauckler der Herzen“. Bisher fiel dieses Wort noch kaum in der Öffentlichkeit. Zumindest ist die Domain noch frei ;-)

Auch heute geht es wieder um die Tiden. Aus dem´den amtichen Zahlen, die immer nur Hoch- und Niedrigwasser ausspucken, muss der gegenwärtige Wasserstand berechnet werden. Eine gute Näherung ist eine Kosinuskurve. In Wahrheit liegt über die Kurve eine Verzerrung, weil beispielsweise in der Elbe bei Flut das Wasser zum einen gegen die Elbe kämpfen muss und auch (gerade bei flacherem Wasser) ein gewisser Fließwiderstand das Wasser abbremst. Das BSH liefert leider keinen standardisierten Zeitstempelm sondern nur '10:37' und so etwas wie 'Fr'. Der Kram muss geradegezogen werden – ¬date.js ist Dein Freund.

Mit diesem „Ungetüm“ lässt sich das Zeitstempelproblem lösen:
var timestamp=new Date().today.add({days:offset,hours:hm.split(':')[0],minutes:hm.split(':')[1]});

Wer schon einmal ausführlich mit Datumsberechnungen rumgemacht hat,w eiß wie mühsam das sein kann. Nicht umsonst hat Steffens ¬Date::Calc.Bibliothek für Perl (der Klassiker) über 80 Methoden…
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Donnerstag, den 29.03.2012 [18:47]
Das ist es nun: das neue (mobile) Baby. Mit amtlicher Genehmigung werden in dieser übernützlichen App die aktuellen Tiden der Nordseeküste und betroffener Flüsse angezeigt. Was da nun wirklich neu und dem Medium gerecht wird: es zeigt nicht nur stumpf den Tidenplan (da könnte man sich auch für 3 € das kleine Oktavheftchen des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie kaufen), sondern zeigt den Wasserstand zum Zeitpunktes des Draufguckens an. Beim Aufruf der Detailseite, bewegt sich der wellige, blaue Hintergrund in die richtige Richtung und verharrt dann im aktuellen Pegelstand. Mehr Hamburg geht nicht! Doch: die gelbe Meßlatte schiebt sich in richtige Postionen. Leider gibt es die gelbe Latte nur in der kurzen Form. Vielleicht erbarmt sich ein Grafiker und baut so ein Ding nach …
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Mittwoch, den 28.03.2012 [12:05]
Identitätsdiebstahl und Leumundsverwaltung sind Begriffe, die einen gewissen Neuigkeitswert haben. Was ist das überhaupt?



Nehmen wir an ein Jemand hat den Vollzugang zu meinem Facebookprofil. Den bekommt er schon, wenn er eine FacebookApp schreibt oder besser noch schreiben lässt, die vorgibt etwas Schönes, Erhabenes zu tun. Vielleicht gibt sie vor, die Gedanken des Gegengeschlechts zu offenbaren. Das wäre schon einmal eine Vision. Jedenfalls startet jemand die Facebookanwendung und gibt damit zur Laufzeit des Scripts mehr frei als er/sie ahnt. So wie ein Zauberer mit Worten und Händen ablenkt und dann ein Moped in einen Elefanten verwandelt, so lenkt die App vielleicht mit der Deppenhaftigkeit der Männer oder Einfalt der Frauen ab um im Hintergrund an alle „Freunde“ des Opfers folgende mail zu schreiben: „Bin gerade in einer sehr misslichen Lage … Paß weg, im Gefängnis … schickt mir einfach 400 € auf dieses Konto“. Jedenfalls klingt dass für den Empfänger sehr persönlich und natürlich auch glaubwürdig und ein gewisser Prozentsatz ist gerne Helfer in der Not.

Das beschriebene Szenario ist keine Phantasie, sondern zur Zeit der häufigste Trick. Lediglich ein paar Sprachkenntnisse sind von Nöten, falls der Geldeinsammler auch internationales Terrain betreten möchte. Nun das lohnt – immerhin erhöht sich die Reichweite immens.
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Dienstag, den 27.03.2012 [09:06]
Nun ist die Zeit des Darbens und Wartens tatsächlich auch für das portugiesische Petisco gegenüber der alten Roten Flora vorbei: der Laden ist jetzt wieder voll, die Wirtschaftslenker sitzen zu Mittagstische und sprechen ihre Kampagnen durch. Die Gentrifizierung schreitet voran.



Das staatliche Wasseramt in Hamburg gibt täglich ¬Gezeitenvoraussagen heraus. Das ist natürlich löblich. Obwohl wir das mit unseren Steuern bezahlen, ist die Nutzung dieser Daten lizenz- und vor allem kostenpflichtig. Gleichzeitig gibt es ein gemeinfreies UNIX-Programm, dass für alle Küstenorte dieser Welt ebenfalls die Tide berechnet. Dieses Programm macht seinen Job allerdings nur in Abhängigkeit des Standortes und des Zeitpunktes. Es weiß also nichts von Elbströmungen, die beispielsweise in Hamburg das Hochwasser verzögern und das Niedrigwasser beschleunigen. Ist ja klar: bei Flut bremst die Elbe mit ihrer Wucht das auflaufende Wasser und davon weiß das Amiprogramm nichts. Legt man nun beide Tidezahlen nebeneinander, dann stellt man fest: die zeitliche Differenz ist minutengenau fest. Liegt das lizenzpflichtige Geheimnis wirklich nur in dieser festen Zahl? Wenn ich jetzt die freien Zahlen nehmen und bei Hoch- bzw. Tiefwasser die beiden Minuten addiere, sind das dann die teuren amtlichen Zahlen?



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Montag, den 26.03.2012 [14:39]
Nun wissen wir es: die Postbank setzt Visualbasic ein und auf Zeile 8 gibt es ein Berechtigungsproblem. Na, da wollen wir einmal hoffen, dass nicht alle Postbanksoftware so schludrig gebaut ist …



Der Artikel für das c't-Sonderheft schwillt an und hat jetzt schon über 17000 Anschläge. Nun heißt es dem inneren Tatandrang Einhalt zu gebieten – es gibt noch so viele wichtige und mitteilungswürdige Fakten! Mit dem Thema liese sich locker eine fünfteilige Artikelfolge füllen.

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