Rainers Horen
Sonntag, den 22.04.2012 [22:09]
In die Serie der ungewöhnlichen Arbeitsplätze in Hamburg stellt sich heute die Polizei: Da heute Rostock gegen St.Pauli spielt, ist Unruhe zu erwarten. Laut Polizeiaussage geht es um rivalisierende Fußballfans. Das ist wohl das Pfeifen im Walde, denn den Sportfans ist klar: der (scheinbare) Feind ist die Polizei als Vertreter des Systems.



Aber auch die Gegenpartei rüstet sich aus. Sie scheint nicht aus Hamburg zu kommen und macht sich erstmal schlau. Der Nachmittag wird sicher wieder heiß. Die Hubschrauber kreisen schon, die Pferde gut gefüttert. Ob sie auch gegen Trillerpfeifen desensibilisiert worden oder bekommen die gar Ritalin?



Man wird sehen wie das Spiel weitergeht. Die Straße ist schon links und rechts von Einsatzfahrzeugen gesäumt. Ein Explosion durchdringt die Stille im Straßencafé, Sprechchöre erinnern an eine gewisse Unzufriedenheit mit der Situation.



Gestern fragte ein Rundgangsteilnehmer aus dem stillen Koblenz, wie man hier wohnen könne. Gute Frage. ;-))



Der FC St.Pauli betreibt einen Internetradio unter dem Label FC St. Pauli FM. Es gibt durchaus verschiedene Musikgeschmäcker. Was bemerkenswert ist: der benutzte ¬Streamingdienst erscheint sehr teuer. Die Potsdamer Firma nimmt 8¢ pro Gigabyte. Das erscheint wenig. Nehmen wir mal einen Nutzer im Durchschnitt an, ergibt das bei einer 128-er Ausstrahlung 331 GB im Monat, also 26 €. Miba-Piano nutzt einen kostenlosen Dienst, der ungefähr auf 25 gleichzeitige Zuhörer begrenzt ist. Der Pianist würde also 663,- € bezahlen. Ein kurzer Scan im Netz ergibt beispielsweise einen Anbieter, der für einen Zuhörer 1,60 € verlangt – das ist also 16fach preiswerter. Allerdings (das ist keine wirkliche Einschränkung) ist es eben anders beworben: GB-Preise erscheinen unschuldiger und vielleicht können Menschen auch nicht rechnen. ;-)

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Montag, den 16.04.2012 [13:04]
Wieder war das Wochenende nicht wirklich der Erholung dienend. Aber: es ist dabei etwas herausbekommen: St. Pauli hat jetzt eine eigene App, die über die angebotenen Touren daherkommen. Was nun wirklich neu ist – auch AugmentedReality hat seinen Platz bekommen.

Immer diese neuen Begriffe – wie war das nochmal mit der Cloud? Ist in aller Munde und doch gibt es Zweifel über die Sinnhaftigkeit.

Bisher gab es bei der PC-Arbeit immer so eine lokale Dateistruktur, in der man seine Sachen abgelegt hat. Da heutzutage alle Rechner und gerade auch Smartphones (reguläre und iPhones) immer im Netz sind, könnte man die Daten auch im Netz ablegen. Das ging eigentlich immer schon. Nun, das Wort eigentlich birgt immer eine Einschränkung. Und die besteht darin, dass der Anwender oder auch der Umsetzer immer daran denken muss, aha, jetzt mache ich einen Upload oder schiebe den Kram per FTP irgendwohin. In der Smartphoneentwicklung muss ich als Entwickler irgendwelche Daten aus dem Netz holen, mir Gedanken machen, wodas liegt und was passiert, wenn es misslingt. Umgekehrt schiebe ich gewonnene Daten in eine Netzdatenbank oder in die lokale Datenbank des iPhones. Das klingt alles kompliziert und ist es auch.

Durch Cloudtechnik verschönert sich eigentlich (da ist es wieder) die Arbeit des Entwicklers. Er legt Container fest, in denen Daten liegen und liest und schreibt dort rein. Wie das alles intern abläuft ist völlig schnuppe. Wenn die Daten nutzerspezifisch sein sollen, dann wird das dem Container mitgeteilt und dann kann nur der Nutzer darauf zugreifen. Die Daten liegen eben dann nicht mehr auf dem lokalen Speicher, sondern im Netz. Startet er ein neues Gerät (Kühlschrank), das mit ihm verknüpft ist, dann weiß der Kühlschrank eben auch etwas von den Lieblingsrezepten.

Es ist traumhaft füt Unsereins: einfach Daten mit der Eigenschaft speichern, sichtbar für Erzeuger und gültig eine Woche und schon ist der Drops gelutscht. Selbstredend hat der Entwickler und seine Freunde immer Zugriff auf alle Daten. Das ost das ewig ungelöste Problem: der Hergott kann keinen Felsen erschaffen, dem er nicht auch selbst stemmen könnte.
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