Rainers Horen
Sonntag, den 13.05.2012 [13:39]
Da stehen sie nun am Ufer der Großen Elbstraße und warten auf die große Einlaufparade. Wer sind die? Es sind auch Männer mit ihren langen Dingern. Die ganze Hafenkante ist voll damit.



Hunderte Schiffe kommen in den Hafen. Und was die meisten nicht wissen, es sind auch U-Boote dabei. Eines von denen hat nicht aufgepasst und ist aufgetaucht. Ansonsten wurden lediglich Periskope gesichtet. Das ist natürlich nicht so spektakulär wie beispielsweise die gestrige Schiffstaufe in Dreiecksformation.



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Freitag, den 11.05.2012 [13:00]
Da Hamburg die Stadt der schönsten Superlative ist, muss für Nachschub gesorgt werden und so ist für morgen die größte Schiffstaufe angekündigt. Wie wird das eigentlich vermessen? Vielleicht die Taufe des größten Schiffes der Welt – aber das ist ja wohl die Queen Mary II. Als Vorgeschmack des umhüllenden Hafengeburtstages (schönste der Welt) ist für heute Nachmittag die Einlaufparade der Segelschiffe geplant. Wir werden dem Spektakel bei den DigitalPioneers beiwohnen. Warum: die haben ihre Büroräume direkt an der Hafenkante, neben Adobe und Greenpeace (oder sind die jetzt auch zur Hafencity umgezogen?).



Bevor aber die größte Freude des Tages absolviert werden kann, müssen wieder fremde Probleme gelöst werden. Tagesthema ist OAuth.Das ist ein Legitimierungsverfahren, wie es Twitter, Facebook, Flickr usw. verwendet, um (Dritt-)Nutzern Zugriff auf Dinge zu erlauben. Letztlich ist das eine sinnvolle Erweiterung des klassischen Login/Passwort-Prinzips. Es ist vergleichbar mit der Situation vor einem Edelhotel. Da fährt ein Herr mit teurem Auto vor und der Portier soll das Ding garagieren. Jetzt müsste der Edelmann den Schlüssel aushändigen. Muss er nicht. Wirklich gute Autos haben eben noch einen „kastrierten“ Schlüssel, der nur 10 Minuten gilt und auch das eingebaute Handy nicht nutzen lässt. So ist das auch im Web. Ich kann jemandem kurzfristig einen eingeschränkten Zugang zu meinem Profil geben. Beispielsweise kann der Gast dann nur meine Galerie der schönsten Urlaubsphotos sehen.

Die Softwarelandschaft des Auftraggebers verwendet das durchgängig zur Anbindung von Nutzern und so soll und muss es auch für die Anbindung von iPhone/Android-Apps verwendet werden. Anders als bei der klassischen Technik, bei dem der Nutzer einfach nur das Paar aus Name und Parole auf die Reise schickt, ist OAuth wesentlich komplexer. Kurz gesagt findet eine mehrstufige Kommunikation statt an dessen Ende ein AccessToken steht, der dann für die eingeläutete Sitzung die Legitimierung darstellt.

Für das iPhone gibt es tatsächlich eine ¬Lösung von David Riccitelli, die vielleicht sogar funktioniert. Das Modul lässt sich auf den Billiggeräten mit Android nicht einsetzen, weil gewisse Netzwerkprotokolle auf andere Weise realisiert sind. Ketan Majmudar hat einen Patch gebaut, mit dem der oauthAdapter auch auf den Androiden funktionieren soll. Das wäre dann also Plan B.

Jetzt gibt es noch die Alternative ¬Birdhouse von Joe iEntry, die auf beiden Gerätefamilien laufen soll. Diese Lösung (is quite tempermental, but it works …) ist etwas schmutzig, weil sie aus der Authorisierungs-Webseite Links rausfummelt und das auch noch über einen noch böseren Timeout realisiert. Problemerschwerend kommt dazu, dass die eine favorisierte Lösung () von Joe iEntry auf Twitteranbindung optimiert wurde. Ob das nun allgemeingültig ist, lässt sich nur durch tiefgehendes Studium der Quelle und Vergleich mit der vorhandenen Landschaft entscheiden.
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Donnerstag, den 10.05.2012 [11:23]
Nun ist es passiert: ab heute darf ich mir den Papperl auf die Stirn kleben. Appcelerator erlaubt mir, mich als zertifizierter AppEntwickler auszugeben. Das ist natürlich nur eine Formalie, kann aber im Geschäftsleben durchaus förderlich sein.



Desungeachtet gehen die Alltagsprobleme ihren Gang. Die PauliApp hat nun das eingebaute Spiel mit den tanzenden Schädel, Herz und Knochen – aber so richtig perfekt ist es noch nicht. Wie schon gestern erwähnt, vergisst die box2D die rotierende Transformation der benutzten Teilstücke. Das heißt nach Spielstart stehen die Knochen waagerecht, was nicht das in uns wohnende Bild des St. Pauli-Logos entspricht. Das Titaniummodul box2D, das der CEO der Firma mal gebaut hat, scheint in seiner Entwicklung etwas ins Stocken geraten zu sein. Ein netter aber leider nicht namentlich aufzulösender Japaner (infosiajp ?) hat eine Spieleplattform für Titanium gebaut, die auf ¬OpenGL aufsetzt und eben auch box2D mit an Bord hat. In dem Fall bestehen die agierenden Bodies nicht aus einfachen Views, sondern aus Sprites, die schon deswegen mit Rotationen und anderen Eigenschaften daherkommen. Letztlich bleibt aber immer noch das nervige Problem, dass die Sprites immer zu einer rechteckigen Fläche gehören. Der Schädel ist nicht rechteckig. Von der Optik her ist der natürlich rund, aber in Wahrheit ist unter dem ehemaligen Kinn quasi nur eine Glasplatte, die Physik endet nicht an der Schädelgrenze, sondern an der ¬Rechteckgrenze. Damit erscheint die Welt nicht wirklich real.
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Dienstag, den 08.05.2012 [17:00]
Ziel des heutigen Tages: bei Schütteln des iPhones purzeln die beiden Symbole durcheinander. Nimmt man den St.Pauli-Totenkopf als konvexes Rechteck an, dann wäre es trivial. Es gäbe zwei Körper, aber die würden sich nie „durchdringen“. Der Schädel in konkav und deswegen muss er aus Teilstücken zusammengesetzt werden, die dann gejoined werden müssen. In der box2D-Welt verbindet ein ¬Join zwei Bodies auf vielfältige Weise: da wird geschoben und gezogen, da ist eine maximale Abwinklung und Entfernung erlaubt. Das ist wie im Zwischenmenschlichen – alles ist möglich.

Im ersten Schritt wird der Totenschädel zerlegt. Somit entstehen sechs Teile, die nun ihr Eigenleben entfalten. Das ist auch nicht schlecht, aber gedacht war es anders. Die Knochen müssen zum Schädel. Zumindest wäre das der Spielstart. Wenn der Kopf unten aufknallt, dann dürfen die Knochen abfallen und es muss ordentlich funken.

Das mit der Funkerei ist nicht wirklich ein Thema – Partikel sind Dein Freund. Letztlich ist das alles eine riesige Fleißarbeit. Beispielsweise wüssen die Knochen im Grafikprogramm in die Waagerechte gedreht werden, einfach damit die Fläche klein bleibt. Sonst lassen sich die Knochen nicht wirklich eng stapeln und es so unwirklich wie im obigen Bild ausschaut. Allerdings wird die gewollte Drehung der Knochen beim Start der Welt (Urknall) sofort in die waagerechte Lage gebracht. An der Physik

Mit einiger Mühe sind nun die Knochen im GraphicConvert gedreht und dann über eine Rotationstransformation in die Welt eingebaut. Das klappt. Jetzt stapeln sich die Knochen schön eng. Leider tritt ein übler Nebeneffekt auf: nach Einschaltung der Welt (Urknall) bewegen sich alle Knochen sofort in eine waagerechte Lage. Mit der Physik kann das wohl nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil: wenn ich etwas schräg in die Luft halte, dann freut sich die Welt und das Ding segelt wegen der Reibung schräg zu Boden. Klar, an Reibung und am Gewicht habe ich schon gedreht. dann ist es wohl doch ein Bug. Schade.

Unf genau dafür sind die JOINS da. Die können viel mehr, aber sie können ach Dinge aneinander kleben. Bei Kollision mit der Erde könnte man den JOIN zerstören. Dann purzeln die Knochen weg und optional könnte es Funken stoben.
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Montag, den 07.05.2012 [15:55]
In der großen, schmutzigen Weltpolitik gab es am Wochenende einige Impulse: in Frankreich haben die Wähler den Sarkokomiker abgewählt, die Griechen wollen besser leben und im Tatort ist der Hamburger Kommissar gestorben.



Im kleinen, beschaulichen St. Pauli hat das Hausmeisterkommando mit ihrer Fassadenreinigung wieder Platz und Anreiz für moderne Kunst geschaffen. Das gehört eben auch zur Kostenloskultur: jeden Tag neue Kunstwerkeam Bau, die (wie wir wissen) leider immer wieder zerstört werden. O-Ton des Hausmeisters: „Macht nichts, das bezahlt alles die Versicherung.“

Am Wochenende waren die fallenden Klötzchen und Bälle der PhysicsEngine von Titanium dran und schon tut sich eine neue Welt auf: ¬quickTiGame2D. Es geht um übliche Jump&Run und Ballerspiele. Die können damit spielerisch gebaut werden. Das System nutzt OpenGL, ist deswegen sicher schnell genug und macht sicher Spaß, damit zu arbeiten. Zur Versteilerung der Lernkurve kann sicher die ¬API-Beschreibung beitragen. Das ist eine Dokumentation, die ihren Namen wirklich verdient.

Wie zu erwarten war ergibt sich eine neue Begriffswelt. Das oberste Element ist erwartungsgemäß das GAME. Das Game besteht aus Szenen, die wiederum gekachelt sein können. Das heißt die Szene kann unendlich groß sein – nötige Teile werden immer nachgeladen. Das aktive Element sind sogenannte Sprites. Das sind Figuren, die verschiedene Zustände haben können und mit der Szene, aber auch untereinander agieren (totschießen) können.



Particles sind solche kometenhafte Anzeigen, die Pepp in das Spiel bringen sollten. Wo bleibt die Aufgabe?
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