Rainers Horen
Freitag, den 15.06.2012 [15:17]
Ein wichtiges Lebensbedürfnis ist der Spieltrieb und der kann ab heute auch in Szenekneipen befriedigt werden. Es ist ganz einfach: wenn der Tourist etwas frühstücken will, sollte er zuerst nicht den Bestellzettel ausfüllen, sondern ein App runterladen. Bim nächsten Besuch des Cafés hat er die Sache schon parat. Nun kann er sich sehr bequem und hochmodern sein Frühstück individuell zusammenstellen. Rechts unten erscheint der Gesamtpreis. Jetzt kann die Kraft kommen, die hält ihr Smartphone gegen das des Gastes und schwuppdiwupp hat sich die neue Bestellung auf die Liste der Bestellungen auf Ihrem Smartphone übertragen. Und das Allerbeste: in einem persönlichen Konfiguartionsbereich kann sich der Gast seine Speisevorschriften anlegen. Dann sieht er nur noch laktosefreie und/oder glutenfreie Produkte auf der Liste.

Selbstverständlich lässt sich das persönliche Profil abspeichern, so dass bei einem erneuten Besuch das Filter schon eingestellt ist.

Etwas kniffelig ist die Abhängigjeit der Speisegesetze untereinander. Beispielsweise ist ein Veganer automatisch auch Vegetarier. Und da koscher ein schärferes Schwert als halal ist, ist also jeder koschere Speise auch halal.

Nun wird es etwas komplizierter. Auch Kombinationen kürzen zwar nicht die Liste, sondern die Bestellung. Milch und Fleisch an sich sind koscher, aber eben nicht in Kombination. Da müsste also zumindest eine Warnung aufpoppen.

Aber halt! Ist das überhaupt zielführend? Könnten nicht auch die Kradfahrer leise ihr Corso durch die Stadt fahren? Gut, diese neue System vermeidet die Nachfrage bei der Kraft, ob denn das Baguette histaminfrei ist. Das würde das Fräulein entlasten, aber ein Teil des Spaßes des Cafébesuches wäre dahin.
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Donnerstag, den 14.06.2012 [07:32]


Wie schnell doch eine Woche vergeht, wenn schöne Aufgaben die Wartezeit auf Nah- und Fernziele verkürzen. Diese Woche war eine MonitorApp für Photovoltaikanlagen am Wickel.

Die Daten werden aus dem Netz von einem zentralen Server geholt und dann aufgehübscht dargestellt. Es gibt einen lustigen Tachometer und animierte Säulendiagramme.

Es sieht am Ende des Tages so simple aus. Es funktioniert einfach. In Wahrheit ist ein kleines Räderwerk unter der Haube. Jedes Schaubild hat einen Typ (Tages, Monats- und Jahressicht), dann das Datum an sich und dann noch die PV-Anlage, die gemonitort werden soll. Die Umschaltung kann an vielen Stellen erfolgen. Esist so gelöst, dass jede Änderung eine Mitteilung in das System funkt. Dort wird das gespeichert und bei jedem Aufruf wird zuerst die Sicht bereinigt und wenn dann die Daten aus dem Netz vorliegen, dann wird die Sicht mit den aktuellen Daten beschickt.
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