Rainers Horen
Donnerstag, den 05.07.2012 [12:59]
Man will es kaum glauben: im obigen QR-Code ist die gesamte Veloroute durch den Hafen enthalten. Wenn es jetzt noch auf dem Smartphone gelingt, den Kram wieder einzulesen, steht dem ¬pfiffigen Planer nichts mehr im Wege.



Der Trick: Die Information l?sst sich auf die beiden Endpunkte und die gew?hlten Zwischenstationen reduzieren.

Wenn man jetzt noch diese Polyline nach Google-Machart komprimiert, dann bleibt relativ wenig Information ?brig. Das passt in den QR-Code rein. Auf der Smartphoneseite wird QR gelesen, dann wird beispielsweise aus gcgvHea{u@}|xNqwhE||xNpwhE wieder die Liste der Punkte dekodiert, die dann wiederum gegen den Routingservice eines weltweit bekannten Werbekonzern geworfen wird und schon hat man auf dem iPhone oder Androiden wieder die Originalwegstrecke.

Wie man sieht, klappt das alles im Prototyp schon sehr gut. Was noch fehlt ist das Drumherum: Liste aller verf?gbaren Velorouten, Abspeicherung auf dem Smartphone, M?glichkeit der Ver?ffentlichung f?r andere Radler, Bewerten, Kommentieren, H?henprofil usw.
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Montag, den 02.07.2012 [20:38]
Das sind nicht Kühe in Halbtrauer, sondern Kühe bei Horst. Für nicht so sportliche Radfahrer ist der deutsche Norden eine Wohltat. Eine Gangschaltung ist nur bedingt nötig.



Aber (um einmal mit Egon Olsen zu reden) man braucht einen Plan. Auf dem häusigen ¬Mac oder PC lässt sich das wunderbar erledigen. Da gibt man Start und Ziel ein und schon kommt die Route aus dem System.Nun kann man die Fahrstrecke anfassen und schieben – vielleicht weil einnetets Café am Wege liegen soll. Alles perfekt! Aber wie kommt der Plan mit auf die Reise. Auch ein superflaches MacBookAir möchte nicht in den Rucksack. Ausdrucken? Das ist die bisherige Lösung. Idealerweise wandert die Route wie durch Geisterhand auf das Mitnahmegerät. Jetzt kommt die Cloud ins Spiel.



Auf der Webseite gibt es einen Transferknopf und der schiebt die Route in einen Pool. Auf dem iPhone/Smartphone erscheint er in einer Liste, in der die jüngsten Routen ganz oben stehen. Der Clou: wenn die Route privat bleiben soll, dann erscheint neben der Karte ein QR-Code, der mit dem Händy eingelesen, direkt die Route überträgt.

Das klingt alles sehr schmeichelhaft. Hat aber einen gewaltigen Haken, das es ein gigantisches Sicherheitsloch aufreißt. Warum?

Nun mal in aller Einzelheit: da melde ich mich oder besser ich melde meine App bei der Cloud an. Damit sich meine App gegenüber der Cloud ausweisen kann, bekomme ich ein langes Passwort, das sich neuerdings als Consumersecret ausgibt. Mit diesem magischen Textfetzen weist sich die App aus (und verbindert sich mit meiner Identität und damit meinem Bankkonto). Solange dieses Geheimnis ein solches bleibt, weil es sicher in der iPhoneApp abgelegt ist oder auf einem Server verbleibt, ist das alles kein Problem.

In einer Webanwendung ist das grundsätzlich anders. Der gesamte Programmcode steht auf der Webseite oder wird nachgeladen. Also jeder, der die rechte Maustaste bedienen kann – also eine minimale Medienkompetenz hat – kommt dann an das Geheimnis.

Damit kann er nicht nur endlos viele Fahhradrouten anlegen, löschen usw. Er kann leider auch große Mediendateien (Filme) in die Cloud legen und dann seinen Freunden einen Zugang verraten. Daraus ergeben sich zwei nichtharmlose Probleme: es kann viel Geld kosten und – ich bin nach deutschen Recht (Rechtsstaat) Störer und hafte dann, wenn jemand großartige USA-Filme verteilt. Auch das kostet dann richtig Geld.

Für jedes Problem gibt es auch eine Lösung. Die Kommunikation zwischen WebApp und Cloud erfolgt nicht unmittelbar; sondern die Webseite schickt ihren Kommunikationswunsch per Ajax zu ihrem Server, der wiederum mit der Cloud spricht. in diesem Fall kann der böse Junge nur wenig Schindluder treiben, denn er kann nur Fahrradrouten in die Wolke schieben. Damit er nicht flutet, könnte man nur 10 Routen pro Tag und IP-Nummer zulassen. Nachteil: die Datenübertragung dauert jetzt etwas länger, weil die Daten zwei Strecken nehmen müssen – nämlich einmal vom Browser des Endnutzers zum Server und dann zur Cloud.Der ganze Weg zurück kommt natürlich auch noch dazu. ;-)

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