Rainers Horen
Sonntag, den 18.11.2012 [20:44]
Es gibt geniale Werkzeuge, die kommen völlig unspektakulär daher. Dazu gehört Weinre. Wenn man sich schon darauf einlässt, Webtechnik auf Smartphones einzusetzen, dann war die Webseite auf dem Phone immer das große unbekannte Wesen. Dieses Weinre ist das Gleiche wie Firebug mit all den feinen Funktionen. Der Knaller ist nur das Weinre im Gegensatz zum Firebug auch auf entfernten Browsern arbeitet. Da kommt eine Zeile in den Code der Webseite und schon kann von einem anderen Browser alles gesteuert werden.

Beitrag kommentieren

Sonnabend, den 17.11.2012 [14:09]
Schenkt man Herrn Zuckerberg Glauben, dann möchte er die Menschen enger zusammenrücken lassen und letztlich die Welt ein wenig friedlicher machen. Kann sein – so lungern die Halbstarken vielleicht weniger auf der Straße rum. Das war jetzt aber eine wirklich sehr wohlwolllendeBewertung. In einer Wahrheit ist Facebook schlimm. Und es ist arger als Meinungsführer wie die Alsterbibel denkt.

Hier werden feuchte Träume wahr. Das Marketing bildet nicht nur TargetCluster und erfreut sich am Retargeting, nein es möchte auch noch die innere Einstellung, das Wertesystem wissen. Ist der Kunde also mehr hedonistisch oder altruistisch eingestellt. Lässt er sich also von Markenklamotten aufgeilen oder steht er auf faire, naturverbundene Nachhaltigkeit. Oder ist er gar ein Knauserer.

Facebook hilft. Es lassen sich ganz einfach alle Likes der Kunden abholen. Die kategorisierte Auflistung auf einer Zeitleiste ist vielleicht für Personaler sinnstiftend – für Marketingfreunde ist solch ein Tortendiagramm, das die Kategorieanteile darstellt, spannend.

Nachdenkenswert ist die Szenerie dahinter. Wenn ein Nutzer eine Webseite guttiert, dann weiß Facebook nur den Titel der Seite. Dennoch werden die Likes mit einer Kurzbezeichnung und eben auch dieser Kategorie abgespeichert. Wie diese Kategorie automatisch aus dem Inhalt der Webseite gebildet wird, das bleibt das süße Geheimnis des Herrn Zuckerberg.

Es mag Leser geben, die nicht wissen oder ahnen, wie man an solche sensiblen Daten wie Likes kommt. In den persönlichen Einstellungen von Facebook wird der medienaffine Nutzer sicherlich die Sichtbarkeit der Likes einschränken: entweder generell unsichtbar (was wenig Sinn hat) oder eben nur den „Freunden“ anzeigen. Soweit so gut.

Nun gibt es diese FacebookApps. Das sind nicht (wie man vielleicht glaubt, Apps, die im Facebookkontext – also auf dieser stahlblauen Seite laufen), sondern irgendwelche Programme (Webseiten, SmartphoneApps, PC-Programme), die das Facebooklogin nutzen. Hat sich der ahnungslose Nutzer dort einmal identifiziert und Kleingedrucktem zugestimmt, dann ist diese App (die irgendjemand gecodet hat) zu ihrer Laufzeit Dein Freund und erbt somit alle Berechtigungen.

Wenn mich also ein Kommilitone aus Ilmenauer Studentenzeiten, der nach der Wende (und wahrscheinlich auch noch heute) für die Stasiunterlagenbehörde gearbeitet hat und arbeitet, mich bittet irgendeine FacebookApp zu nutzen, dann bringt es mich ins Grübeln. Um bei der Wahrheit zu bleiben: dieser M. hat mich nicht persönlich angeschrieben. Er hat lediglich die App gestartet und somit der App erlaubt, in seinem Namen an alle seine Freunde diese Anfrage zu schicken. Das nennt man virales Marketing und ich bitte alle Leser den vorletzten Satz nochmals zu lesen und zu verinnerlichen. Ich starte keine Apps. Sondern schreibe eigen Datensauger.
Beitrag kommentieren

Freitag, den 16.11.2012 [14:09]
So hat heute Apple seine Entwickler begrüßt. Auch in Cupertino lässt man es gerne einmal schleifen … Gut, wenn das kurzzeitig passiert: „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht masturbieren …“ – mittlerweile kommt der tröstende Grauschirm schon seit gefühlt sechs Stunden.

Beitrag kommentieren

Dienstag, den 13.11.2012 [19:05]
Gestern nun war diese Adobe-Werbe-Veranstaltung, bei der ¬HTML5 beworben wurde. Wir erinnern uns: vor zwei Wochen war diese Marketingveranstaltung im Adobe-Hauptgebäude, da gab es wirklich allerfeinste Schnittchen. Gestern gab es nur Tomatentütensuppe und selbstgebackenen Blechkuchen. Ist schon klar. Adobe hat mehrere Standbeine. Die bekanntesten Spielwiesen sind Photoshop und Flash. Mit Flash ist nun seit zwei/drei Jahren nicht mehr so, weil Steve noch zu Lebzeiten diesen Kram von seinen Geräten verbannt hat. Und da Kunden nicht dumm sind, ist das echt das Ende für Flash. Jetzt stürtzt sich Adobe auf die Webtechnik in Gestalt von HTML5. Das war das Thema des Nachmittages in Altona. Und weil seit Kurzem diese Webtechnik die Lösung für viele Probleme darstellt, wird auch dieses unselige phonegap unterstützt. Da standen die Mäuler offen als der Evangelist eine kleine App (für sehr viele Plattformen) in 30 Minuten gebaut hat.

Ich bin durchaus sehr dankbar, wenn mein Mitbewerb auf die falsche Fährte gelockt wird. Sagte doch Dutschke ganz richtig: „Lernen heißt Scheitern lernen“. „Leider“ kannten die meisten Zuhörer das Dilemma schon.
Beitrag kommentieren

Montag, den 12.11.2012 [09:18]
Auch im November soll es noch schöne Tage geben und so ging es am Sonntag von Glückstadt mit dem Rad zurück nach Hamburg mitten durch die Schafsscheiße auf dem Deich. Die Wiese an sich war kotfrei – die dummen Schafe scheinen den Deichweg als Klo zu nutzen.



Leider ist nach der Einkehr in Kollmar dann doch Schluss mit lustig, weil in er kalten Jahreszeit die Brücke über die Krückau weggeschwenkt ist und nun kein direkter Weg nach Hamburg mehr verfügbar ist. Man muss leider über Elmshorn. Das ist nicht weiter schlimm – nur eben uncharmant.

Was sehen wir hier auf der linken Seite? Sieht aus wie der Screenshot einer iPhoneApp – ist auch so. Links ist irgendeine View, die geobasierte 360°-Panoramas zeigt. Aber rechts. Diese ist die native und mobile Variante einer normalen Facebook-Page. Auch nicht schlecht: da kann jemand dieses Facebook als billiges Redaktionssystem für Inhalte verwenden und schwuppdiewupp wird damit eine iPhoneApp gespeist.

Superschick (und jetzt entstehen echte feuchte Marketingträume) wäre doch die Möglichkeit, irgendeinen Inhalt zu leiken. Auch das soll jetzt gehen. Für diese geniale Marketingrakete verlangt Facebook unbedingten Gehorsam. Wer also in den Genuss dieses scharfen Werkzeuges kommen möchte, muss diesen ¬og-Quatsch in die Webseite einbauen.

Genial fies und total unmenschlich (nein nicht die unendlichen Leiden von Bevölkerungsgruppen im 20. Jahrhundert), ist das Verbot des unintentionierten Leikens. das wäre ja noch schöner: Wäre doch der GAU. Jemand startet ein App und leikt einfach ALLES. Das würde doch dem System den Sinn entziehen. MAnn stelle sich nur mal vor, jemand findet alle 3 Mio. Artikel, die es bei OTTO gibt gut. He, gehts noch?
Beitrag kommentieren