Rainers Horen
Sonntag, den 27.01.2013 [21:39]
Heute ist bei Jauch das Lieblingsthema der Deutschen auf dem Tableau – nämlich warum Männner und Frauen sich nicht verstehen können. So holzschnittartig ist es natürlich nicht. Es geht um das männeranprangendere Themas von Sexismus.

Warum gerade diese Woche, wo doch am Mittwoch der 80. Jahrestag der „Machtergreifung“ ansteht? Um das zu klären, müssen wir ungefähr zehn Tage in die Vergangenheit reisen. Letztes Wochenende war in Niedersachsen Wahl und der Fortbestand einer kleinen Partei stand zu Disposition. Fips das Röschen will keiner mehr in dieser Partei an der Spitze sehen und so hat Rainer B. einen frechen Vorstoß gewagt und den Fidschie (ostdeutsch für Angehörige des um die Freiheit kämpfenden Volkes in Südostasien) abschießen wollen. Durch ein Leihwunder ist Fipsi wie Lazarus von den Toten auferstanden. Ist es nun Zufall, dass über den Putscher der Standardvorwurf des lustmolchenden Grapschers gestreut wurde?

In Indien wurden gerade solche Täter zum Tote verurteilt und in Deutschland wird zum Hashtag #Aufschrei heftig getwittert. Es erschient wie eine kollektive Schimpf- und Entrüstungswelle. Klar, solche Übergriffe sind unverzeihlich. Gerade wenn Machtstellungen dazu ausgenutzt werden. Es hat aber auch etwas von zweierlei Maß. Also wenn sich eine Frau schön macht und ihre Büste pusht, dann ist das völlig in Ordnung, wenn Männer auf ihre körperlichen „Vorzüge“ hinweisen, dann ist das wirklich böse (oder schwul).

Es soll nun wirklich keine Rechtfertigung für diese männlichen Unbotmäßigkeiten sein, aber so richtig scheint politische Korrektheit in unserer Gesellschaft nicht angekommen sein. Nicht nur der trashige Mediamarkt hat sich vor einiger Zeit vergriffen, sondern auch ein Bundesministerium lässt Gedanken aufkommen lassen:



Ach, das ist übrigens auch so ein Plakat bei dem man beim Einscannen des QR-Codes sein Leben im U-Bahn-Schacht riskiert.

Beitrag kommentieren