Rainers Horen
Sonnabend, den 02.03.2013 [10:48]
Dieser neuartige QR-Code kann Einges. Im Standardfall enthält er eine Internetadresse. Er kann aber auch eine Telefonnummer, einen Visitenkarteneintrag oder den Zugang zu einem WiFi-Netz enthalten. Letztlich kann der Code alles enthalten – das Scanprogramm muss nur das richtige Programm auf dem Smartphone aufrufen können. Enthält der Code beispielsweise eine Telefonnummer, dann ist es durchaus sinnvoll, wenn das Phone diese Nummer anwählt. Bedruckt man nun die Rückseite mit einem Code, dann wäre es total praktisch dort nur eine Webadresse zu hinterlegen und die Logik dorthin zu verlagern. Auf der Landingpage kann dann dort beispielsweise ein Auswahlmenü hinterlegt werden.

Nun tritt ein seltsames Problem auf: das iPhone kann wundersamerweise Visitenkarten-Dateien nicht einlesen. Wenn man dem Standardbrowser diese Datei unterschiebt, dann möchte er es der Dropbox zuwerfen. Das scheint kein Einzelfall zu sein. Nun gibt es zwei Workarounds, die beide auf den mittelbaren Aufruf beruhen. Zum einen kann man GooglePlaces eine Visitenkarte unterschieben oder auch einem Kalendereintrag. ¬Letzteres ist bei obigem QR-Code realisiert. Wohlgemerkt – das ist nur ein Problem auf den mobilen Geräten. Auf dem ¬Desktop ist es völlig schmerzlos.

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Freitag, den 01.03.2013 [09:14]
Das Pontifikat des Stellvertreters hat sich nun gestern beendet. Das Tor zum Kloster schloss sich. Bald steigt Rauch in Rom auf. Wenn genau zu diesem Zeitpunkt der Ratzi zu seinem Chef abberufen werden sollte … nicht auszudenken. Dann müsste aber sofort wieder ein spektakulärer Lebensmittelskandal her. Das wird immer schwieriger, unser Entsetzen zu toppen. Die Milch war noch nicht dran.



Auch die Woche der Waffenbrüderschaft ging gestern zu Ende und heute beginnt also nominell der Frühling. Nach dem trübesten Winter seit Wetteraufzeichnung strahlt heute schon den ganzen Tag die Sonne.

So ist das auch mit den Wörtern – sie kommen und vergehen. Waffenbrüderschaft ist heute nicht mehr usus. Man stelle sich nur vor: „In enger Waffenbrüderschaft verteidigen unsere deutschen Truppen Schulter an Schulter mit unseren Freunden aus Frankreich das westeuropäische Wertesystem in Mali“. Seit unserem vorletzten Bundespräsidenten wissen wir allerdings etwas mehr über die deutsche Interessenlage – auch am Hindukusch, die eben nicht nur Bildungsnotstände mildern und frisches Wasser in die Dörfer bringen möchte.

Eines der neuen Worte ist Schwuppdizität.
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Dienstag, den 26.02.2013 [12:23]
Gerade noch die zarte und fl?chtige Sonne in ¬Valencia erlebt, wird man ahnungslos in Palma de Mallorca von der deutschen Wirklichkeit eingeholt.



Diese mediterrane Insel vor den Toren Valencias ist selbstverst?ndlich noch nicht Teil von DACH-Land ? aber es f?hlt sich aber so an. Zumindest ist der Flughafen sehr deutschmundgerecht gestaltet. Es gibt deutsches Essen und eben auch deutsche Presse. Und so hat die unausweichliche Mopo aus Hamburg die letzte Illusion des Gutmenschen zerst?rt. Einmal t?glich w?rde vielleicht dem Spanier reichen. Nein der Hamburger wird dreifach bombardiert. Heute ging es an die Grundfesten.



Dass nun in K?ttbullar auch Pferdefleisch nachgewiesen wurde ? mannoman. nun auch schon dort, wo alles so urig ist! N?chstes Ding auf der so ausgezeichneten Panoramaseite (was ist in der Mopo nicht Boulevard?) Betrug mit Bioeiern!. Das h?tte ich nun nicht gedacht. F?r 10? mehr pro Einzelhandelspreis (der Erzeuger bekommt vielleicht 3? mehr) muss es doch dem Biobauern ein Leichtes sein jegliche Regel, die er in seinem Agrarstudium geh?rt hat, ?ber den Haufen zu werfen und diese wunderbaren, unschuldigen Eier in Millionenmengen herzustellen, die einem in dem Sinn kommen, wenn man man w?hrend eines Ungarnreiturlaubes einen Pusztabauern besucht.

Die dritte Mopo-Meldung an diesem Tage war aber nun echt ein Paukenschlag. Die Grabsteine sind auch haram. Angeblich m?ssen Kinder aus (bitte verd?chtiges Land einsetzen) in Steinbr?chen schuften, damit Deursche w?rdig begraben werden k?nnen. Das ist eine Paukenschlag, der dem Fass den legend?ren Boden ausschl?gt. Bisher beschr?nkte sich das Christentum auf die Depressionsverbreitung bis zum Tode. Nun ist selbst die Kreuzung als Ende des irdischen Leidens schuldbehaftet. Unter welche unfairen Umst?nden das Kreuz von Golgatha geschnitzt wurde ? man weiss es nicht. Sicherlich gab es auch damals schon einen enormen Kostendruck (Globalisierung, unversch?mte Lohnforderungen, steigende Werbekosten) auf die pal?stinensischen Kreuzesschreiner. Nun ist das Elend also auch schon in Ohlsdorf angekommen. Selbstverst?ndlich konnte die hiesige Steinmetzinnung gute Laune verbreiten. Hamburger Steinmetze nutzen ausschlie?lich koschere/halale/faire Importe, wobei die Steine mit nachhaltigen Pferdefuhrwerken angekarrt werden. Wie werden wir nur in einigen Jahren ?ber unsere Zeit schmunzeln.
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