Rainers Horen
Sonntag, den 17.03.2013 [19:11]
Wissen an sich hat gerade in dieser Zeit vermehrt eine gewisse Verfallsfrist. Das betrifft nicht nur das Verhältnis eines Individuums zu einem Mem – das meine ich insbesondere was kollektiven Wissen betrifft. Die Halbwertszeit von Wahrheiten ist nicht wertneutral. Sie hängt von der Beliebtheit ab. Oft gehört – gern geglaubt. umreißt es ganz zutreffend.

Nehmen wir uns einmal das Spezailgebiet der Esoterik Suchmaschinenoptimierung her. Google möchte mich geringsten Aufwand die Relevanz von Informationen im Internet bestimmen können und vor allem Versuche, Wichtigkeit betrügerisch zu generieren (Spam), vermeiden. Die Wissenschaft dieser Optimierung ist deswegen esoterisch, weil die Regeln das bestgehütete Geheimnis ist. Wäre es Geheimnis, dann würde das automatische Ranking nicht funktionieren. Das als Vorwort. Jede Webseite hat sogenannte Metainformatonen. Das sind Texte, die nicht auf der Seute direkt stehen, also lesbar sind, sondenrn Texte, die dem Haupttext unsichtbar beigepackt sind. Zur Zeit des Starts des Internets wurden diese Infos von Sichmaschinen verwendet, um Infos zur Seite zu gewinnen. Das Betrugspotential ist offensichtlich und so wurde alsbald diese Infos ignoriert. Das ist nun 20 Jahre her und dennoch glauben immer doch viele SEO-Spezies, das Suchmaschinenoptimierung darin besteht, diese sogenannten Felder zu füllen. Ist ja auch so einfach.

Schon ein kleines Experiment falsifiziert diesen Glauben. Gerade finde ich auf einer Webseite einer Lichtschamanin folgende Schlüsselwörter: „Heilung, Gebet, Energiearbeit, Lichtarbeit, energetische Heilweise, Heilarbeit, Spiritualität, Meditation, Meditationsmusik, Geistheilung, geistige Heilung, Heilerin, feinstoffliche Wahrnehmung, mediales Arbeiten, Medium, Medialität, Engel, Engelarbeit, Engelenergie, Erzengel, Schamanismus, Religion, Religiosität, Gott, göttlicher Geist, göttliche Quelle, das Gesetz der Anziehung, Realitätserschaffung,
Affirmation, Manifestation, manifestieren, Rituale, Heilsteine, Tierheilung, Channeling, Michael, Raphael, Uriel, Zadkiel, Blog, Aufstieg, Lichtkörperprozess, Chakren, Chakraheilung, Aurareinigung, Aura, Reading, Lichtarbeit“
. Gibt man nun genau diese Wortkette bei Google ein, dann kommen einige andere Seiten, aber genau diese Seite nicht. Sollte das nicht Beweis genug sein?
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Sonnabend, den 16.03.2013 [20:08]
Es gibt immer etwas zu verbessern. Untiges Geopanorama merkt sich jetzt auch die Windmühlenpositionen. So kann man sie bookmarken und auch weitergeben. Eine goldene Regel, die oft missachtet wird. Stellen wir uns vor, wir finden auf einer Photographenwebseite ein tolles Photo und wollen das per Mail oder Skype jemanden anzeigen. Dann muss das ein Permalink sein – oder ist es sinnstiftend, wenn wir weitergeben: „Geh' auf die und die Webseite, klicke rechts unten auf den komischen Button, dann nach 23 Sekunden kommt ein tolles Bild.“



Im Detailhandel gibt es seit längerer Zeit auch Kaffee aus fairem Handel. Kaffeepackungen mit der Aufschrift: Kaffee aus unfairem Handel habe ich bei Edeka noch nicht gesichtet – wäre aber auch aus Marketinggründen unwahrscheinlich. Ist das letztlich nicht alles viel zu kompliziert? Bei Strom gibt es ja auch den Handel mit den Verschmutzungszertifikaten. Die kann ich als Energetiker kaufen und dann kann mein Kraftwerk munter Braunkohle verbrennen. Wie wäre es neben der Mehrwertsteuer mit einer Unfairsteuer? Sagen wir auf alle undeutschen Produkte kommt dieser 10-prozentiger Aufschlag – so etwa wieder Grüne Punkt. Dann hat sich das Gutmenschentum erlledigt. Jeder kann und muss sich freikaufen. Wenn dann auf 3sat oder arte wieder so ein Film von unmöglichen Arbeitsbedingungen läuft, dann kann jeder Deutsche (und jede Deutsche) reinsten Gewissens sein.
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Freitag, den 15.03.2013 [17:52]
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Mittwoch, den 13.03.2013 [20:49]
Gestern ist Rauch in Rom aufgestiegen und die iPhoneApp mit der kürzesten Laufzeit hat ihren Dienst wieder eingestellt. Die Argentinier wird es freuen. In Leipzig freuen sich auch die Leipziger und Randgebietler, die nun Messegäste beherbergen dürfen. Buchmessen haben so etwas Ehernes und Feines und eben nicht die vordergründige Unterstellung von Kommerz. Gerade Leipzig verbreitet ganz erfolgreich den Mythos der Lesemesse.

Letzte Woche war diese geniale ¬Panoramaseite „fertig“ – da hat sich Unmut über das verwendete Kartenmaterial breitgemacht. Hintergrund: bei der Erstellung der geobasierten Webapp wurde ganz bewusst auf Google verzichtet, weil dieser Amikonzern seine Lizenzpolitik geändert hat und sich die meisten Internetnutzer an dieser Ästhetik sattgesehen haben. Es gibt durchaus Alternativen. Auf nachfolgender Karte lassen sich Varianten durchspielen:



Rechts oben ist ein Navigationselement mit dem sich die Kacheln aussuchen lassen. Zurück zum Thema: also der Austausch der Leaflet-Bibliothek durch Google funktioniert zwar, nur leidet die Performance sichtbar. Diese Google API ist sehr mächtig und verbraucht deswegen viel Speicher und Rechenzeit. Leaflet als leichtgewichtige Alternative kann hier durchaus punkten. Glücklicherweise lässt sich in Leaflet auch die Mapquest-Ästhetik abbilden – das ist die TERRAIN-Variante von Google. Was das Allerbeste ist: trotz Anzeige der Karten von Google (die in Wahrheit MapQuest-Karten sind), werden keine Lizenzgebühren fällig, weil die Zählung der Zugriffe sich auf die API-Zugriffe bezieht.
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