Rainers Horen
Sonnabend, den 11.05.2013 [10:07]
Immer wieder gerne nachgefragt: „wir möchten eine Kartenanwendung, aber bitte mit eigener Karte“. Hm. Nicht umsonst gibt es nur sehr wenige Kartenanbieter, weil das eben eine Lebensaufgabe ist. Schauen wir ein wenig hinter die Fassade: natürlich werden die Karten nicht mit Illustrator™ gebaut. Sondern: der Weg ist ein ganz anderer. In einer riesigen Datenbank werden alle Kartenmerkmale gespeichert.Das sind Straßen, Wege, Flüsse usw. Und die werden nicht als Graphik, sondern als Beschreibungskurven abgelegt. Ganz zum Schluss kommt der Gedanke der Darstellung auf Display oder eben doch Papier.



Im ersteren Fall gibt es zwei Möglichkeiten. In der VorGoogleMapZeit haben die Anbieter (beispielsweise Garmin) diese wertvollen Pfade auf den Geräten gespeichert. Damit braucht man für ein Land relativ wenig Platz und es passt auf einen SD-Chip. Nun sind diese Kartenbeschreibungen eine wertvolle Sache. Immerhin kann man jetzt vielfältigste Karten malen. Deswegen treibt Garmin™ ein sehr hohen Aufwand der Verschlüsselung. Google malt die Karten auf dem Server und liefert nur Pixelkacheln aus. Damit ist das Sicherheitsproblem gelöst. Allerdings braucht es eine ständige Netzverbindung. Diese Karten also selbst zu erstellen ist ein Aberwitz. Schon alleine die Kacheln für Venedig sind mehr als 10000.

Für kleine Flächen, wie vielleicht der Loki-Schmidt-Garten, Hagenbeck oder ein Kinderbespielungspark im hohen Norden reicht eventuell ein Trick.
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Donnerstag, den 09.05.2013 [12:16]
Die letztlich angesprochene Innovation der ¬ListViews ist schon genial. Damit ist der letzte „Schwachpunkt“ von Titanium beseitigt. In der App für den Botanischen Garten kommt es vor, dass über 800 Elemente angezeigt werden müssen. Beispielsweise hat der Loko-Schmidt-Garten 856 Ericacaen im Bestand. Die Anzeige ist auch auf dem etwas älteren iPhone völlig schmerzfrei.

Nun schreit eine solche App nicht nur nach schönen Listen, sondern auch nach einer Karte. Glücklicherweise ist es mit einem Zusatzmodul möglich, auch solche Fläche auf die Karte zu malen. Jetzt kommt sofort der Wunsch auf, dass der Klick auf die Fläche das Areal auswählt. Nun haben diese Polygone keinen ClickEvent. Schade. Auch dafür gibt es eine ¬Lösung. Nicht wirklich elegant – aber funzt: Das lange Drücken löst es aus und nun ist die x- und y-Koordinate bekannt. Mit der Unterstellung, dass unser Planet eine Tischplatte ist, lässt sich nun simpel daraus die geografische Koordinate bestimmen. Mit einer kleinen, unerklärlichen Funktion kann man bestimmen, ob ein Punkt innerhalb solch eines Polygons sitzt. Geht man alle Polygone durch und testet wie oben beschrieben ab, dann ist schließlich alles klar.

Nun bleibt noch das Restproblem der Klickanzeige. Das ist einfach und trickreich gelöst: hinter den Flächen – genau in der Mitte – residiert ein unsichtbarer Marker, der nach Auswahl der Fläche forciert selektiert wird. Damit erscheint das Erklärfähnchen.
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Dienstag, den 07.05.2013 [20:18]
Gerade die App für den Loki-Schmidt-Garten in Klein Flottbek offenbart eine Schwachstelle von diesem Titanium. Mit diesem Titanium ist es möglich, native Apps für iPhone und Smartphone zu bauen. Dazu wird die ganze Oberfläche und die Beziehungen zwischen den Elementen in Javascript definiert und dann zur Laufzeit dem Betriebsystem mitgeteilt. Das klappt alles wunderbar bis auf die Phänomen der langen Listen. Da alles auf der View-Ebene verhandelt wird, macht das einfach Probleme, wenn da Hunderte Elemente geschaukelt werden. In ObjectiveC bzw. Java wird das Problem der Vielzahl von Elementen eleganter gelöst. Im Bildspeicher ist tatsächlich nur der Teil, der auch wirklich sichtbar ist. Alle anderen Elemente werden nicht nur ausgeblendet, sondern auch im Speicher gelöscht. Speicherfresser ist eben nicht die Liste aller Pflanzeneigenschaften, sondern die bildnerische Darstellung. In der neuesten Version (3.1) wird nun in Titanium das Problem der vielen Elemente so wie in er nativen Welt gelöst. Das neue Element heist ¬ListView. In einem Model werden die Daten gehalten, in einem Template das Muster für die bildnerische Darstellung. Das ganze Handling wird also nicht von der Applikation, sondern von der Plattform erledigt.

ListView is designed as a replacement for TableView as a way to display data in a scrollable list. Both list view and table view present data to a user as a vertically scrolling list of rows. However, ListView is designed to perform better with a large number of rows. As such, list view uses a data-oriented approach, where the creation and manipulation of the actual on-screen views is managed by the platform, not the application.
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Montag, den 06.05.2013 [19:12]
So könnte also die iPhoneApp des Botanischen Gartens in Hamburg aussehen.



Es gibt viele Möglichkeiten sich über den Pflanzenbestand im Botanischen Garten zu informieren. In diesem Fenster kann sich der Interessierte über die Systematik (Taxonomie) annähern. Nach Wahl der Pflanzenfamilie kommt er auf eine Übersicht, in der alle Gattung und Arten aufgelistet sind. Nach Auswahl kommt er/sie auf eine Detailseite. Dort gibt es nicht nur alle Informationen, sondern auf die Standorte im Garten. Aus dem Wikipedia-Datenbestand werden alle Bilder zu Pflanze geholt. in einer Galerieansicht können alle Photos auch gezoomt werden. Ein weitere Zugang ist die Volltextsuche im Pflanzenbestand. Aus der Detailansicht kann amn sofort zur Kartenübersicht schwenken, die dann gleich den Standort auf der Karte anzeigt.

Mitarbeiter und Studenten der Universität Hamburg können weitere Funktionen aufrufen. Berechtigte können beispielsweise neue Datensätze anlegen und modifizieren. Für das Einloggen kann wahlweise die CampusNet-Kennung (STiNE) oder die sogenannte Fakultätskennung (WLAN, eMail, Netstorage) nutzen.

In der Übersichtskarte sind alle Areale verzeichnet. Der Auswähler wird bei Anwahl vergrößert. Dieses Fenster kann direkt angewählt werden und wird aufgerufen, wenn man in der Einzeldarstellung einer Pflanze die Startorte anwählt. Befindet sich der Smartphonenutzer in Klein Flottbeck und „betritt“ einen Bereich, wird optional mit einem Fenster begrüßt. Klick auf die Areale zeigt alle Pflanzen des Areals in einem weiteren Fenster an.

Der Botanische Garten führt regelmäßig Veranstaltungen durch. Die werden hier aufgelistet. Aus der Veranstaltungsseite heraus lässt sich der Termin lokal im Kalender speichern und per Twitter und Facebook in die Welt tragen.

Panoramio ist ein Bilderdienst von Google. In diesem Fenster werden alle Panoramiobilder des Botanischen Gartens auf einer Karte angezeigt. Durch Klick auf den Marker öffnet sich ein neues Fenster, in dem man das Photo zoombar im Vollschirmmodus betrachten kann.
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