Rainers Horen
Sonntag, den 30.06.2013 [19:57]
Letztes Wochenende haben wir den Krach der Harleys überstanden, gestern war Schlagermove. Das war nicht so laut.

Der ehemalige CIA-Mann hängt immer noch in der Luft, oder besser gesagt in Moskau. Seine größte Angst des Vergessens und des Übergangs zum medialen Normalität wird wohl nun doch wahr. Auf der einen Seite sieht er sehr klare Bilder: „Vielleicht schickt mein ehemaliger Arbeitgeber einfach die Triaden“, auf der anderen Seite überschätzt er wohl die Macht der Masse. Solch ein Dienstemitarbeiter bekommt allfällig nur ein kleinen Teil der Ungeheuerlichkeit mit. Er, weil er Sysadmin war, sah viel mehr – eigentlich alles. Diese Last oder Schuld wollte er nicht mehr tragen und nimmt den Saaljoker. Gemäß der Geschichtslehre eines Bartträgers aus Trier ist das irrelevant und wir den Lauf der Geschichte kaum beeinflussen. Wie wird es weitergehen? Der Wikeleaksguru hat den Fehler begangen, mit zwei befreundeten Emanzen in die Kiste zu gehen. Dumme Sache. Was ist wohl das Verabscheuenswürdigste, was man dem Exspion unbewiesen anhängen kann? Pädophilie mit einem Negerlein – OK, das war jetzt politisch nicht korrekt. Warten wir es ab …

Das Wissensgebiet der Videokonferenzen erscheint nun doch etwas komplexer als bisher angenommen. Nachfolgendes Schema deutet es an:


Das Reinschalten läuft wie am Schnürchen. Leider hapert es noch mit dem Ende. Sagte das nicht schon Clausewitz, dass es nicht Schwierigeres gebe als den geordneten Rückzug aus unhaltbaren Positionen?
Beitrag kommentieren

Freitag, den 28.06.2013 [21:58]
Unsere gütige Landesmutter hat das Internet Neuland genannt, was wie erwartet – und sicher auch geplant – eine gewisse Aufmerksamkeit gebracht hat.

Gemäß dem Kafkaspruch „Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst um Herr zu werden und weiß nicht dass das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn.“, ist vorgestern wieder einmal so eine Gutglaubenbombe geplatzt. Millionen von Nutzern haben sich einen sogenanten Addblocker installiert. Das ist ein Reinstecker für das Internetanguckprogramm, das die meiste Werbung unsichtbar macht. Ein Werkzeug, was die Kommunikationsindustrie nicht wirklich mag. Nun kam heraus, dass genau dieser Adblocker selber nur ein Werbenetzwerk ist. es hat nämlich die geschlaltete Werbung ausgeblendet und dann selbstverkaufte Werbung eingeblendet. Ist ja klar – so ein Automatismus kann nicht hundertprozentig arbeiten. Der Irrtum der Nutzer: die Restverbung ist eben nicht Rest sondern neu ;-))



Obiger Schnappschuss wirft eine Blick auf den aktuellen Arbeitsplatz. Auffällig mag die Häufung der Gadgets sein. das ist richtig so. Seit einigen Tagen ist Videotelefonie ein kleines Thema. Da der iPhone-Simulator auf dem Mac keinen Zugriff auf die Kamera hat, braucht man also mindestens zwei Geräte, wenn nicht sogar drei, weil das ja nun auch dasDreierzusammenspiel getestet werden muss. Im allereinfachsten Fall sind alle Teilnehmer in der gleichen Session. Dann ist der, der als Erster beitritt der Publisher, der zweite nennt sich Subscriber. Das läuft wie bei Skype: es gibt immer zwei Fenster. Das größere Fenster sollte das Gegenüber anzeigen; rechts unten prangt das Eigenbild. Nach dem Start, wenn also noch keine Verbindung hergestellt ist, dann sient man nur sich selber (in groß). Dieser ganze Mechanismus läuft natürlich ereignisgetrieben auf beiden Geräten. Wer aufgepasst hat: im Happypath gibt es vier Events. Happypath: es passiert nicht Schlimmes. Nun kann auch zwischendurch noch das Neuland kaputtgehen oder jemand die App schließen und/oder wieder öffnen. Für all diese Fälle muss eine Regel gebaut sein.

Letztlich ist das alles eine Frage der Softwarequalität. Das ist ein Merkmal, das in gewisser Beziehung zu dem schrecklichen Wort Nachhaltigkeit steht. Diese Qualität stellt sich nicht selbstläufig ein, sondern kostet Zeit und somit Geld. Sie manifestiert sich in zwei Teilen: nämlich den Teil, der offensichtlich ist. Das ist die geplanten und umgesetzten Feature, die Eleganz der Bedienoberfläche und vielleicht auch die kinderleichte, spielerische Anmutung.

Dahinter ist mehr. Tatsächlich. Es geht um Robustheit und zugleich Schlichtheit des Codes, die Möglichkeit weitere Funktionen hinzufügen zu können.
Beitrag kommentieren