Rainers Horen
Sonnabend, den 09.11.2013 [12:46]
Neben den beiden DevCon-Session von Judith und Johannes war sicher die Vorführung über das Selbsterstellen von Kartenmaterial sehr erkenntnis- und sinnstiftend. Wie funktioniert eigentlich moderne Geodäsie? Alle Daten werden in Datenbanken gehalten. Der ganze Planet ist beispielsweise bei [ OpenstreetMap] verfügbar. Das sind also vektorisierte Beschreibungsdaten und umfassen zur Zeit ungefähr 31 Gigabyte. Wohlgemerkt: das sind nur die Strukturdaten. Da stheht also drin, dass die Wohlwillstrasse da und dort beginnt und irgendwo endet und vom Typ street ist. Damit es zur Darstellung kommt, müssen die Daten gerendert werden. Das heisst sie werden mit Malanweisungen (CSS) verknüpft. Das Ergebnis sind sogenannte Kacheln, die dann im Web oder auf mobilen Geräten dargestellt werden. Die Datenmngen dieser Kacheln ist unermesslich gross – alleine für den Breich Hamburg sind das über 120 Megabyte. Das ist in Wahrheit nicht wirklich unermesslich, aber dennoch nicht wirklich auf normalen Geräten speicherbar. Die Lösung des Wunders von Offlinestrassenkarten für DACH: die karten enden beispielsweise beim Zoomlevel 11 und lassen viele Daten weg.



Mittlerweile wird zwar das superschnelle LTE angepriesen, aber in Wahrheit ist an vielen Stellen in Deutschland überhaupt kein Netz und gerade dafür braucht es KartenApps auf dem Handy. In der Metropole, wo es eben LTE gibt, da verlaufe ich mich selten …

Es macht also Sinn, diese Karten schon mal im Gerät zu haben. Für eine begrenzte Fläche ist das auch machbar. Und jetzt kommt obiges TileMill ins Spiel. Das ist ein Opensourcewerkzeug mit dem der Neogeograph solche Kacheln produzieren kann. Er addiert sogenannte Layer und kann dann das Aussehen konfigurieren. Am Ende ist es unter anderem möglich, aus dem Datenbestand eben diese Kacheln zu bauen, die dann aus technischen Gründen in ¬MBtiles landen.

TileMill kann mit verschiedensten Daten gefüttert werden. So können Ländergrenzen als Shapefile aus verschiedenen Quellen besorgt werden. in der ¬Tilemill-Dokumenation finden sich viele Tipps zu Quellen.

Spannend sind die Daten aus OpenStreetMap. Die liegen dort als XML vor und müssen lokal in eine PostGIS-Datenbank importiert werden. Die Datenbank ist schnell installiert – der Import der Daten ist etwas schwieriger. Dazu gibt es ¬impOSM. Das ist nun nicht nur mit Download und anschließendem Doppelklick erledigt. Das ganze ist ein Pythonkonstrukt (nicht die Schlange …) und hat deswegen wieder einige Vorbereitungen zur Folge. Gut so, sonst könnte es ja jeder Schreiner machen ;-)) Hat der Schreiner allerdings schon ¬pip auf seinem Mac, dann hat er schon viel gechafft und dann reicht ein schlichtes: sudo pip install imposm und schon kann es auf der Kommandozeile (der Hobelbank) weitergehen. Das mit dem PostGIS erscheint einfacher. Dafür gibt es auch etwas für ¬BWler.

Datenbanken sind gewöhnlich unsichtbar, aber ein klein wenig gibt es doch zu sehen:




Und tatsächlich erscheint in der Kopfleiste ein kleiner Elefant, der wohl anzeigen soll, dass er an einem Port lauscht.



Wie der jetzt noch wache Mitleser vielleicht mitbekomemn hat: PostGIS != Postgres. Stimmt! PostGIS is an optional extension that must be enabled in your database before you can use it. Installing the software is just the first step. ¬Aha. Das war recht einfach mit dem Absetzen von SQL-Befehelen abgetan. Sinnvoll kann eine GUI sein, um einfach mal zu sehen, was so geht. Ein Blick Richtung ¬PGAdmin ist sicher lohnend.
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Freitag, den 08.11.2013 [11:27]
Das ist ein Beamer,der seinen Namen verdient – die Programmbälle der Macleiste größer als Männerköpfe.


Das waren nun die beiden letzten Tage im Cinemaxx. Tareks Developer-Konferenz ist nun Geschichte. Über 1000 Nerds könnten im Stundentakt aus jeweils acht Vorträgen auswählen. Gerade die nichttechnischen Sessions waren durchaus sinnstiftend. In angenehmer Erinnerung wird wie zu erwarten Judiths Vortrag in Erinnerung bleiben und eben auch die Session von Johannes. Letzterer hat für sich den weichen Bleistift entdeckt. „Als ich das für mich entdeckte, habe ich erst einmal mein Kulis weggeschmissen und mir auf dem Flohmarkt für 3 drei Euro einen Tischanspitzer gekauft.



Es ist ein wunderbares Gefühl frühmorgens seine Stifte zu spitzen. Das macht ein tolles Geräusch und es riecht gut.


Die ganze Session war eben auch in dieser 2B-Optik. Und das meint diese Weichbleistiftskizzenoptik.



Gerade eben nicht in dieser Analogtechnik kommt Fashion daher. Alles muss schön sein. Diese wunderschöne App ist insofern eine Herausforderung, weil eben sehr viele und sehr schöne Bilder geladen werden müssen. Naja, und Filme sind auchan Bord. Das ist obigen Schirmablichtungen nicht direkt zu entnehmen. Vielleicht auch, weil es nicht zu jedem Mannequinauftritt einen Film gibt.
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Mittwoch, den 06.11.2013 [10:21]
Große mobile Ereignisse (Nacht des Wissens, EUROPOM2013) sind passé und nun freuen wir uns auf das Christfest. Der goldene Herbst hat tatsächlich angehalten. Die Ernte in Form von Schlehen und Hagebutten ist eingebracht. In diesem Zusammenhang ist es schon seltsam wie der Bundesbürger entmündigt wird. Für die Likörbrreitung aus diesen Herbstfrüchten braucht man nun mal Hochprozentiges und der übliche Einzelhandel endet bei 40%. Das ist viel zu wenig, da wird nichts mastiziert und letztlich schimmelt es dann.

Aber: in Hamburg gibt es Supermärkte für unsere Mitbürger mit eurasischem Hintergrund. So gibt es in so angesagten Quartieren wie Lurup den Mixt-Shop. Dort gibt es dann Spiritys mit 96%. Das sollte reichen.
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